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Lennestadt, 30. März 2017

Bürgermeister Hundt ehrt Gewinner

Neun Preisträger gewinnen Umweltpreis der Stadt Lennestadt

Neun unterschiedliche Einrichtungen aus Lennestadt freuten sich über die Preisgelder.
Neun unterschiedliche Einrichtungen aus Lennestadt freuten sich über die Preisgelder.
Foto: Christine Schmidt
Altenhundem. Zwölf Bewerbungen sind für den Umweltpreis der Stadt Lennestadt 2016 eingereicht worden. Am Donnerstag, 29. März, gab Bürgermeister Stefan Hundt die neun Gewinner bekannt. Über den ersten Platz dürfen sich jeweils der Kindergarten Lummerland aus Elspe, der Kindergarten Zauberwald aus Langenei und die Franziskus-Schule, Teilstandort Maumke, freuen.

Offiziell wurde der Umweltpreis zum vierten Mal vergeben. Bürgermeister Hundt erklärte allerdings, dass es diese Aktion bestimmt schon seit 20 Jahren gebe, früher aber unter einen anderen Namen fiel. Der Preis wird für Leistungen zur Erhaltung natürlicher oder zur Verbesserung ungünstiger Umweltbedingungen vergeben.

Bis November 2016 waren die Bewerbungen eingereicht worden, die eine Jury schließlich bewertete. Neun Einrichtungen freuten sich somit gestern über Preisgelder, die in die Umsetzung von neuen Projekten investiert werden können. 600 Euro für erst Platzierte Über jeweils 600 Euro duften sich die drei Erstplatzierten freuen. Der Kindergarten Lummerland in Elspe stellte das Projekt „Wir helfen der heimischen Zwergfledermaus“ auf die Beine und bauten für die nachtaktiven Tiere Kästen zum Unterschlupf. Marion Nolden unterstütze die Kinder bei ihrer Idee und so wurde zusätzlich ein Wildblumenbeet zum Anlocken von Nachtinsekten, die als Nahrung dienen, angelegt.

Mit dem Projekt „Ein Meer von Müll – Die Zauberwaldkinder werden aktiv“ hatte der Kindergarten „Zauberwald“ in Langenei mit Leiterin Monika Berens die Juroren überzeugt. Ziel war die Abfallvermeidung und die Reduzierung von Giftstoffen in Plastikmüll in Gewässern. „Dieses Projekt wird in den Köpfen der Beteiligten sicherlich dauerhaft Spuren hinterlassen“, so Hundt. Projekte haben große WirkungEbenfalls auf Platz eins: die Franziskus-Schule mit dem Teilstandort Maumke und ihrer Lehrerin Frau Stinn. Die Grundschüler engagierten sich für das Projekt „Unsere Umwelt schützen – nachhaltig leben“. Dabei wurden Themen wie „Raus bei jedem Wetter“, „Die Natur erwacht“ oder „Stromsparende Klimaanlage“ behandelt. Weil verschiedene Fächer miteinbezogen und auch außerschulische Orte besucht wurden, glaubt Bürgermeister Hundt an eine große Wirkung.

Auf den zweiten Platz schafften es der Kindergarten Regenbogenland aus Oberelspe, die NAJU Kindergruppe Kirchveischede des NABU Olpe und der Jugendtreff Oberelspe. Sie nahmen jeweils 300 Euro mit nach Hause. Der Kindergarten Regenbogenland entwickelt schon seit mehreren Jahren das Projekt „Gartenkinder“, bei dem die Kleinsten Erfahrungen mit der Natur sammeln. Die NAJU-Kindergruppe schafft mit ihrer Aktion „Streuobstwiese am Dorfrand“ einen ökologischen Lebensraum, in dem sie lernen, wie Obstbäume richtig gepflanzt werden oder wie Wurzeln zu schützen sind. Auch der Jugendtreff Oberelspe setzt sich mit dem Thema Obst auseinander: Bei der „Apfelaktion“ kümmern sich die Jugendlichen darum, dass die Äpfel sinnvoll verwertet werden und das Obst nicht verkommt.
Helen Shen spielte zwischen den einzelnen Verleihungen am Klavier.
Die drei Drittplatzierten freuten sich über einen Gewinn von jeweils 100 Euro: Die St. Agatha-Schule, der Elternverein Kirchveischede „Kindergarten Flohkiste“ und der Almhof Elspe. Die St. Agatha-Schule hatte Obstbäume gepflanzt und ein Insektenhotel gebaut. Der Kindergarten Flohkiste legte „Naschbeete“ an, sodass die Kinder Pflanzen der unterschiedlichen Beeren, aber auch Gemüsepflanzen kennenlernen konnten. Mit dem Projekt „solidarische Landwirtschaft“ stellt Elmar Duwe vom Almhof in Elspe ein Stück Land zur Verfügung und produziert dort Lebensmittel, die von einer Gruppe solidarischer Menschen abgenommen wird.

Während der Preisverleihung gab es musikalische Unterhaltung von Helen Shen am Klavier. Die Elfjährige hat das Klavierspielen bereits mit fünf Jahren für sich entdeckt und spielt für die Musikschule Lennestadt Kirchhundem. Beim Landeswettbewerb in Münster belegte sie den zweiten Platz belegt.
Ein Artikel von Christine Schmidt

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