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Lennestadt, Lennestadt.-Meggen, 4. Oktober 2015

Tag der offenen Tür

Moschee soll nächstes Jahr fertig sein

Moschee soll nächstes Jahr fertig sein
Fotos: Ina Hoffmann
Der Verein der Ditib Yesil Camii lud am Samstag, 3. Oktober, zum Tag der offenen Moschee in den zurzeit im Rohbau befindlichen Neubau des Moschee- und Kulturzentrums in Meggen.

Projektleiter Adem Bolatli führte Besucher durch den Rohbau und erklärte dabei die weiteren Planungen. Auf einer Nutzfläche von 1700 Quadratmetern entstehen nicht nur Gebetsräume für Männer und Frauen, sondern auch Bildungsräume, ein Multifunktionssaal, Sozialräume und eine Wohnung für den Imam. In einem Raum wird während des Ramadans ein Koch untergebracht, der eigens für die Fastenzeit eingestellt wird, damit die Frauen nicht jeden Tag zuhause kochen müssen. „Der Dialog ist besonders wichtig“ „In unserem Gästezimmer wird Platz für jeden sein, der in Not gerät oder kurzfristig ein Dach über dem Kopf braucht. Bei uns ist Platz für jeden – egal welcher Glaubensgemeinschaft oder Nationalität er angehört“, erklärt Adem Bolatli. „Der Dialog mit anderen Menschen ist besonders wichtig. Diese Moschee soll ein Ort der Begegnung mit interkulturellen Angeboten sein“.
Adem Bolatli zeigten den Besuchern die Baustelle.
Im eigenen Totenwaschraum werden rituelle Waschungen der Verstorbenen vorgenommen. „Wir haben eine große Nachfrage, da unser Totenwaschraum der einzige dieser Art im Kreis Olpe ist“, weiß Adem Bolatli. Gesamtkosten von 1,8 Millionen Euro „Ohne die Hilfe unserer 400 Mitglieder könnte dieses Projekt nicht realisiert werden. Alle helfen durch Spenden und tatkräftige Unterstützung mit, damit unsere Moschee im nächsten Jahr fertig gestellt werden kann“, berichtet der Projektleiter. Die Gesamtkosten von 1,8 Millionen Euro werden größtenteils durch Spenden finanziert.
Für den Bau wurden ausschließlich Firmen aus einem Umkreis von zwei Kilometern Entfernung beauftragt. „Wir wünschen uns natürlich ein freundschaftliches Miteinander mit unseren Nachbarn und dazu gehört für uns auch, dass wir Unternehmen aus der Umgebung beauftragen“, so Bolatli. Im Einzugsgebiet der Moschee leben etwa 2500 Muslime.
Ein Artikel von Ina Hoffmann

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