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Lennestadt, 11. Juli 2018

„Blerdbeere“ und Ananas im Andy-Warhol–Stil

Kunstprojekt „Natürlich essbar“ in Grevenbrücker Realschule vorgestellt

Die Künstlerin Carmen Mans (vierte von links), der stellvertretende Bürgermeister Michael Beckmann (zweiter von rechts), die Bereichsleiterin von „Kultur und Schule
Die Künstlerin Carmen Mans (vierte von links), der stellvertretende Bürgermeister Michael Beckmann (zweiter von rechts), die Bereichsleiterin von „Kultur und Schule" Britta Heß (rechts) und die Schulleiterin Julia Beitzel (links) mit fünf Schülern des Projektes „Natürlich essbar“.
Foto: Sina Schneider
Grevenbrück. Die Lessing-Realschule in Grevenbrück hat am Dienstag, 10. Juli, die Kunstausstellung „Natürlich essbar“ eröffnet. In Zusammenarbeit mit der Oberhundemer Künstlerin Carmen Mans haben acht Schüler im Rahmen des Programms „Kultur und Schule“ innerhalb eines Jahres mehrere Kunstprojekte entwickelt. Neben der selbst erfundenen „Blerdbeere“ gehört auch das Portrait einer Ananas im Andy-Warhol-Stil zum Repertoire der Siebt- und Achtklässler.

Ganz freiwillig haben sich die acht Schüler zusätzlich zum regulären Unterricht einmal pro Woche mit Projektleiterin Carmen Mans getroffen. Die Künstlerin ist bereits seit acht Jahren für „Kultur und Schule“ tätig und hat in diesem Jahr ebenfalls ein Projekt an der katholischen Grundschule der Gemeinde Kirchhundem begleitet.

Angefangen hatten die Schüler ihr Projekt damit, „erst etwas zu erleben und dem Gehirn Futter zu geben“, wie Carmen Mans beschrieb. Die Kinder sollten Nahrungsmittel mit allen Sinnen erleben. So stellten die Schüler ihre eigene Butter aus kalter Sahne her, kochten Karamellpopcorn oder backten Waffeln.
Das erste Projekt der Schüler: eine "Mosaik-Kirsche".
Für ihr erstes Kunstprojekt sammelten die Realschüler dann Steine im Schulbereich und formten eine „Mosaik-Kirsche“. Ein Foto des Kunstwerks wurde dann mit einem Farbumkehrprogramm bearbeitet, so dass die im Hintergrund liegende Wiese grau und die Steine in der Farbe des Obstes erschienen.

Als nächstes bildeten die jungen Leute Hohlkörper aus Alufolie, Zeitung und Gipsbinden in Form von Frucht- und Gemüsesorten. Dabei lief jedoch nicht immer alles wie geplant. Doch das sei auch gut so, erklärte Mans: „Die Kinder sollen weg von gewohnten Formen. Es gibt kein Richtig oder Falsch in der Kunst. Sie sollen akzeptieren: So wie sie das machen, ist das gut“, sagte die Projektleiterin. So wurde aus der Banane eine Scheibe Wassermelone und aus der Kartoffel ein Pfirsich.Besuch des Erdbeerhofes KorteAlle Projekte seien ausschließlich in der Gruppe bearbeitet worden, betonten die Siebt- und Achtklässler. Dazu gehörte auch die von den Schülern selbst erfundene „Blerdbeere“, eine fiktive Mischung aus Blume und Erdbeere, oder das Portrait einer Ananas im Andy-Warhol- Stil.

Das Highlight des Projektes „Natürlich essbar“ war aber wohl der Besuch des Erdbeerhofes Korte in Niederhelden. Dort lernten die Schüler, wie Erdbeeren angebaut werden, und gingen schließlich selbst ins Feld, um diese zu sammeln. Mit frischen Erdbeeren eingedeckt begaben sich die Jugendlichen dann zurück in die Schule, um selbst Erdbeermarmelade herzustellen. „Frischer geht es nicht“, betonte Projektleiterin Mans. Eröffnung gut besuchtAuch Schulleiterin Julia Beitzel, die Bereichsleiterin für das Projekt „Kultur und Schule“ Britta Heß sowie der stellvertretende Bürgermeister Michael Beckmann ließen sich die Eröffnung der Kunstausstellung nicht entgehen. Eine kleine Tanzaufführung gaben sechs Schüler aus der Tanz-AG von Barbara Vogt zum Besten, die zweite AG neben „Natürlich essbar“ an der Lessing-Realschule in Grevenbrück.

Zu den teilnehmenden Schülern des Projektes gehörten Julia Weit, Daline Stinn, Helena Voigt, Lisanne Arens, Levin Fromm, Celina-Loreen Sommer und Jonas Arndt.
Ein Artikel von Sina Schneider

Bildergalerie: Kunstprojekt „Natürlich essbar“ in Grevenbrücker Realschule vorgestellt