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Lennestadt, Lennestadt-Altenhundem, 2. Dezember 2015

Inge Heide erhält das goldene Ehrenzeichen

"Kranken zu helfen war meine Motivation"

Brigitte Lutter, Vorstandsmitglied des Diözesan-Caritasverbandes aus Paderborn (r.) überreichte das Goldene Ehrenzeichen an Inge Heide.
Brigitte Lutter, Vorstandsmitglied des Diözesan-Caritasverbandes aus Paderborn (r.) überreichte das Goldene Ehrenzeichen an Inge Heide.
Die Katholische Krankenhaushilfe am St.-Josefs-Hospital Altenhundem blickt im kommenden Jahr auf 35 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit zurück. Im März 1981 wurde sie von acht Damen und zwei Herren gegründet. Von Anfang an mit dabei: Inge Heide. Die Vorsitzende wurde anlässlich ihrer Verabschiedung in den Ruhestand mit dem goldenen Ehrenzeichen des Caritasverbandes für ihren aufopferungsvollen ehrenamtlichen Dienst ausgezeichnet.

Seit Bestehen der Krankenhaushilfe betreuen die ehrenamtlichen Mitarbeiter an jedem Dienstag die Patienten im Krankenhaus. Besondere Aufmerksamkeit gilt denen, die das Bett nicht mehr verlassen können. Jeder Mitarbeiter besucht wöchentlich möglichst die gleiche Station.

Gründungsmitglied und Vorsitzende der Krankenhaushilfe Inge Heide ist von Beginn an dabei. 1981 hat sie die Krankenhaushilfe am Lennestädter Hospital mitinitiiert. Seitdem hat sich aber auch viel verändert, wie sie sich noch gut erinnern kann. „Vor 30 Jahren war es üblich, dass die Patienten fünf bis sechs Wochen im Krankenhaus lagen. Bei einer durchschnittlichen Verweildauer von nur sechs bis sieben Tagen bekommen wir heute die wenigsten Patienten zwei Mal zu Gesicht.“ Rasante Entwicklung Auch die medizinisch-technische Ausstattung und die Pflege hätten sich rasant weiterentwickelt. Im schnelllebigen Geschäft sei es daher immer schwieriger sich Zeit für Gespräche zu nehmen. „Es ist schwer in einem einmaligen Besuch ein Vertrauensverhältnis zum Patienten aufzubauen. Das verstehen wir aber als unsere originäre Aufgabe. Wir nehmen uns die Zeit für das Gespräch. Kranken zu helfen ist unsere Motivation.“

Die Krankenhaushilfe sieht ihre Aufgabe darin, durch mitmenschliche Nähe und Aufmerksamkeit für die Sorgen und Nöte kranker Menschen auf deren ganz persönliche Bedürfnisse einzugehen und damit zu ihrem Wohlbefinden und ihrer Genesung beizutragen. Die Dienste umfassen dabei neben dem Gespräch, der Begleitung im Krankenhaus und der Betreuung auch das Besorgen von kleinen persönlichen Dingen, wie Zeitungen, Getränken oder Briefmarken. Abschied mit einem weinenden Auge Nach knapp 35 Jahren verlässt Inge Heide die Krankenhaushilfe und geht in den wohlverdienten Ruhestand. „Mir haben die Besuche immer sehr viel Spaß gemacht und sie haben mir menschlich auch sehr viel bedeutet. Ich verlasse die Krankenhaushilfe in großer Verbundenheit und mit einem weinenden Auge.“

Anlässlich ihrer offiziellen Verabschiedung am Dienstag, 1. Dezember, wurde Inge Heide eine besondere Ehre zu teil. Brigitte Lutter, Vorstandsmitglied des Diözesan-Caritasverbandes Paderborn, überreichte ihr das goldene Ehrenzeichen. Das Ehrenzeichen wird nur in begründeten Fällen und bei mindestens 15-jähriger ehrenamtlicher Tätigkeit verliehen. Geprägt und geleitet „Inge Heide hat fast 35 Jahre lang die Krankenhaushilfe im St.-Josefs-Hospital geprägt und geleitet. Sie erfüllte ihren ehrenamtlichen Dienst mit sehr hohem Engagement und großem persönlichen Einsatz. Die Bedürfnisse der Kranken waren immer die Motivation ihres Handelns“, begründete Brigitte Lutter die Vergabe des Ehrenzeichens.

Durch ihre Verbundenheit mit der Region sowie ihrer Bodenständigkeit habe sie viele Menschen begleitet und soziale Problemstellungen ausgleichen können. Inge Heide sei darüber hinaus als evangelische Christin immer auch ein Beispiel für gelebte Ökumene gewesen.

Für ihren aufopferungsvollen Dienst dankten ihr auch Pflegedienstleiter Matthias Menke und Verwaltungsleiter Christof Blume vom St.-Josefs-Hospital, mit denen Inge Heide in den vergangenen Jahrzehnten immer eng zusammen gearbeitet hatte. (LP)

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