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Lennestadt, 09.02.2021

Zu Besuch auf der Baustelle in Grevenbrück

Janusz-Korczak-Schule: Technisch und medial bald auf dem neuesten Stand

Schulleiterin Christia Busenius beim Rundgang durch ihre Schule: Nach den Weihnachtsferien wurde angefangen, den Altbau aus den 60er-Jahren (Hintergrund) komplett zu sanieren.
Schulleiterin Christia Busenius beim Rundgang durch ihre Schule: Nach den Weihnachtsferien wurde angefangen, den Altbau aus den 60er-Jahren (Hintergrund) komplett zu sanieren.
Kerstin Sauer
Grevenbrück. Die Janusz-Korczak-Schule in Grevenbrück ist derzeit eine riesige Baustelle: Die Förderschule für Lernen sowie emotionale und soziale Entwicklung wird kernsaniert. LokalPlus zu Besuch in einer Schule, die ab Sommer nicht nur komplett neu eingerichtet, sondern auch digital auf dem neuesten Stand sein wird.

Seit August wird an der Grevenbrücker Förderschule gebaut und saniert. Während anfangs der Neubau aus dem Jahr 2000 renoviert wurde, wird seit den Weihnachtsferien der Altbau aus den 60er-Jahren auf links gedreht. Lärm, Schmutz, Staub und Chaos, soweit das Auge reicht – doch Schulleiterin Christa Busenius und ihr Vertreter Matthias Stucke freuen sich: „Das wird nachher richtig toll!“

Sicherheitsmängel mussten beseitigt werden

Die Sanierung, so heben die beiden hervor, sei dringend notwendig gewesen: „Seit ich hier 2010 Schulleiterin geworden bin, kämpfe ich für eine Renovierung“, betont Christa Busenius. Und dabei ging es ihr nicht nur um eine Modernisierung: „Es gab Sicherheitsmängel. Da musste dringend was getan werden.“

Und das wird es jetzt endlich: Noch vor den Weihnachtsferien räumten Kollegium und Schüler den Altbau komplett aus. „Alle haben mit angepackt“, lobt Matthias Stucke vor allem auch das Engagement der Schüler. Akten wurden in den Verwaltungstrakt geschafft, Materialien gesichtet und größtenteils entsorgt. „Vieles war so alt, dass es einfach nicht mehr zu gebrauchen war“, weiß der stellvertretende Schulleiter.

Fachräume werden kernsaniert

In dem dreistöckigen Altbau sind größtenteils die Fachräume – Werkraum, naturwissenschaftlicher Raum, Computer-Raum, Kunst- und Musikraum sowie die Küche – untergebracht. Davon ist im Moment nichts zu sehen: Das Gebäude ist ein Rohbau. Mauern liegen brach, nackte Betonböden überall, Nischen wurden zugemauert, Türen und Fenster herausgerissen. Zumindest letztere sind inzwischen fast alle wieder eingesetzt, wie Christa Busenius beim Gang durch das Gebäude zeigt: „Die Schönheitsarbeiten kommen dann später.“

Elektrik, Decken, Böden, Heizung, eine behindertengerechte Toilette mit Dusche: Die vorwiegend heimischen Betriebe sanieren jeden Zentimeter des Altbaus und bringen alles auf den neuesten Stand. Der stellvertretende Schulleiter freut sich: „Technisch und medial ist die Schule dann super ausgestattet“, verspricht Matthias Stucke.


Vor allem mit Blick auf die Fachräume war eine Sanierung dringend notwendig. Denn, so erklärt Christa Busenius, als sie beim Rundgang den riesigen Werkraum zeigt: „Handwerkliche Arbeiten sind für unsere Schüler sehr, sehr wichtig.“ Mit den Händen etwas schaffen, anpacken, bauen und werkeln: Darauf wird in der Grevenbrücker Förderschule großer Wert gelegt. Matthias Stucke erklärt: „Viele Schüler müssen hier das Lernen erstmal lernen. Das Handwerk liegt ihnen oft viel mehr als die Theorie.“

Die Janusz-Korczak-Schule richtet sich vor allem an Schüler mit einem erhöhten Förderbedarf im Bereich Lernen sowie emotionale und soziale Entwicklung. Aufgenommen werden Schüler der Klassen eins bis zehn, die meisten kommen zwischen dem sechsten und dem achten Schuljahr nach Grevenbrück.

„Die Unterrichtsformen der Regelschulen entsprechen nicht jedem Kind. Vor allem das Lernen in der weiterführenden Schule bedeutet ein hohes Maß an Selbstständigkeit“, weiß Schulleiterin Christa Busenius. Denn: Der Unterricht findet nicht mehr überwiegend im Klassenverband statt, viele Fachlehrer unterrichten die Schüler.


Anders an der Grevenbrücker Förderschule: Durch kleine Klassen mit höchstens 16 Schülern, die bis zur 10. Klasse nach dem Klassenlehrer-Prinzip unterrichtet werden, sowie der Einrichtung spezieller Lerngruppen kann den Schülern mehr individuelle Förderung angeboten werden. „Schulisches Lernen und lebenspraktische Projekte sind bei uns eng miteinander verzahnt“, führt Matthias Stucke aus.

Christa Busenius und Matthias Stucke zeigen den Werkraum der Schule, für die Schüler ein wichtiger Unterrichtsraum.

„Das hier“, beim Rundgang durch den Altbau sind wir im Untergeschoss angekommen, „ist der Ankerplatz. Schüler, deren Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung über das übliche Maß hinaus geht, können hier ankommen, bevor sie die eigentliche Lerngruppe besuchen“, erklärt Christa Busenius. Es ist ein großer, lichtdurchfluteter Raum mit hoher Decke und einer abgetrennten, großen und modernen Küchenzeile. Eine Terrassentür führt nach draußen. Auch wenn hier ebenfalls absoluter Ausnahmezustand herrscht, lässt sich doch erahnen, wie dieser „Platz zum Ankommen“ einmal aussehen wird.

Ein Vorteil des derzeitigen Lockdowns: Wenn die Schüler in die Schule zurückkehren, sind die gröbsten Arbeiten erledigt. Im Juni sollen die Bauarbeiten im Altbau abgeschlossen sein. „Wir liegen gut in der Zeit“, freut sich Matthias Stucke.


Direkt im Anschluss ist dann der Verwaltungstrakt an der Reihe. Mit einem festen Ziel vor Augen: „Am 30. September möchte ich die Einweihung zusammen mit unserem 50-jährigen Jubiläum feiern.“

Hintergrund

Die Janusz-Korczak-Schule arbeitet nach dem Leitsatz, der durch den Namensgeber geprägt wurde: „Wir nehmen jedes Kind an, wie es ist.“

Weitere Infos gibt es unter Tel. 02721/609460, Fax: 02721/6094618 oder per E-Mail jks-lennestadt@kreis-olpe.de.

Ein Artikel von Kerstin Sauer

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