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Lennestadt, 12. Mai 2019

Gemüsekollektiv

Hobby-Gärtner packen in Langenei gemeinsam an

Umweltpädagogin Anita Jung (links) und Theresa Scholz, die regelmäßig im Gemüsekollektiv Langenei mitwirkt.
Umweltpädagogin Anita Jung (links) und Theresa Scholz, die regelmäßig im Gemüsekollektiv Langenei mitwirkt.
Foto: Nils Dinkel
Langenei. Gärtnern ist seit eh und je ein beliebtes Hobby. Auch in Langenei weiß man das: Hier besteht im dritten Jahr ein Gartenkollektiv. Acht Personen packen gemeinsam an - und pflanzen das ganze Jahr saisonales Gemüse.

Das Projekt steht unter dem Leitgedanken „Anders denken, anders handeln, Gemeinschaft leben.“ Diplom-Agrar-Ingenieurin Anita Jung erklärt dazu: „Wir müssen wieder vom Ich zum Wir kommen. Es ist wichtig, in Gemeinschaft zu arbeiten.“ Alle packen also mit an.

Der Kern des Kollektivs ist mindestens zwei Mal wöchentlich vor Ort. Die Mitglieder beobachten den Wachstumsprozess verschiedener Pflanzen. Von der Saat bis zur Ernte. Zum Gießen nutzen die Hobby-Gärtner Grundwasser. Gartenkollektiv baut unter anderem Tomaten, Gurken und Möhren anDerzeit widmet sich das Kollektiv den Jungpflanzen. In diesen Tagen werden Kartoffeln auf dem Außengelände eingepflanzt. Ansonsten baut das Gartenkollektiv Salat, Tomaten, Gurken, Paprika, Chilli, Möhren und weitere Gemüsesorten sowie Blumen an. Zwei Mal wöchentlich öffnet der Verkauf. Kunden werden durch das Kollektiv geführt und dürfen Kräuter und Co. probieren.
Der Winterpostelein ist auch als Tellerkraut bekannt und galt bei den amerikanischen Ureinwohnern als beliebtes Heilkraut. Sie enthalten wenig bis kein Nitrat, jedoch Vitamin C, Magnesium, Kalzium und Eisen.
Die Projektidee hatte Anita Jung, die die Fläche an der Karlshütte in Langenei angemietet hat und die finanzielle Verantwortung übernimmt. Die Gruppe teilt sich meist auf die Wochentage auf. Der eine verbringt hier mehr, der andere weniger Zeit. Die Gemeinschaft steht im Vordergrund Warum das Projekt so erfolgreich ist? Zum einen mache Gärtnern in einer Gruppe mehr Spaß. Zum anderen hätten viele keinen oder nur einen kleinen Garten. Außerdem, so sagt Anita Jung: „Wir sind in einer Zeit angekommen, wo die Menschen merken, dass es so nicht geht. Konsum führt in eine Sackgasse. Hier geht es um etwas anderes und nicht um Kommerz.“

Den Erfolg misst das Kollektiv jedoch nicht im wirtschaftlichen Sinne. „Erfolg ist die Freude, die wir und unsere Besucher mit nach Hause nehmen“, so die Umweltpädagogin. Der alten Gärtnerei hat Anita Jung neues Leben eingehaucht. Sie ist die Mieterin der Fläche, kauft etwa Saatgut und Bio-Erde. „Wir verwenden ausschließlich Demeter-Saatgut, ein Bio-Saatgut mit strengen Richtlinien und einem genialen Geschmack“, erklärt die Fachfrau. Die Aussaat erfolgt nach der Maria Thun-Ideologie. Demnach sorgen Umkreiskräfte für besser gelingende Pflanzen und einem intensiveren Geschmack, wie Anita Jung erklärt. „Gesät wird an Wurzeltagen, während wir beispielsweise Kohl an Blatttagen aussähen.“ 2018 verlangt Gärtnern einiges abDas Hitzejahr 2018 hat dem Langeneier Gartenkollektiv einiges abverlangt. „Das Jahr war sehr schwierig. Wir haben Kohlweißlinge zwei Mal täglich auf Schädlinge abgesucht. Alles händisch“, sagt Jung. 2018 sei ein Fruchtjahr gewesen und die Tomaten seien sehr gut geworden. Blattpflanzen hätten jedoch massiv unter der Dürre gelitten.

Auch 2019 habe schwierig begonnen. „Die Temperaturen schossen auf bis zu 27 Grad Celsius hoch und kurz darauf gab es wieder Frost. Aufgrund dieses Wetters sind die Pflanzen sehr gestresst“, so Jung. Trotz schwieriger Bedingungen: Das Gartenkollektiv in Langenei verzichtet auf den Einsatz von Giften zur Schädlingsbekämpfung. Es werden natürliche Mittel und die Hände eingesetzt. Wohnzimmer mit Vorträgen und KonzertenAuch sonst herrscht reger Betrieb im Gartenkollektiv. Im Gewächshaus ist ein kleines Wohnzimmer eingerichtet. Hier finden regelmäßig Vorträge und Konzerte statt. „Es soll nicht nur ein Ort der Gemeinschaft, sondern auch ein Bildungsort sein“, so die Fachfrau. Einmal monatlich erntet und kocht die Gruppe gemeinsam. „Die Gartenarbeit ist eine Seelenarbeit“, so Anita Jung abschließend.
Ein Artikel von Nils Dinkel

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