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Lennestadt, 06.09.2021

„Danke für das Geschenk der Heimat, die ich hier finden durfte“

Herzlich und mit Wehmut: Abschied von Pastor Christoph Gundermann

Zu den jungen Leuten seiner Gemeinde hatte Pastor Christoph Gundermann einen besonders guten Draht. Dementsprechend schwer fiel der Gruppenleiter-Runde und den Messdienern der Abschied von „ihrem“ Pastor.
Zu den jungen Leuten seiner Gemeinde hatte Pastor Christoph Gundermann einen besonders guten Draht. Dementsprechend schwer fiel der Gruppenleiter-Runde und den Messdienern der Abschied von „ihrem“ Pastor.
Kerstin Sauer
Lennestadt. Nach 18 Jahren verlässt Pastor Christoph Gundermann die St.-Agatha-Gemeinde Altenhundem und damit auch den Pastoralen Raum Lennestadt, den er seit 2013 leitete. Am Sonntag, 5. September, hieß es für zahlreiche Gemeindemitglieder, Weggefährten und Freunde, Abschied zu nehmen von einem Mann, der sie fast zwei Jahrzehnte in ihrem Glauben begleitet hat.

Er ist kein Mann der großen Worte. Und im Mittelpunkt stehen wollte er auch nie. Bei seinem Abschied kam er um beides nicht herum, denn Pfarrgemeinderat, Kirchenvorstand, die Fahnenabordnungen zahlreicher Vereine, Gruppenleiter, Messdiener und viele Gläubige wollten bei diesem Tag mit dabei sein. Und so feierte Christoph Gundermann ein letztes Hochamt in einer voll besetzten St.-Agatha-Kirche, unterstützt von Pater Heinrich Büdenbender.

Persönliche Abschiedsworte am Ende des Hochamtes: „Ich empfinde pure Dankbarkeit.“

Persönlich wurde er dabei erst am Ende des Hochamtes und sagte in seiner ihm eigenen zurückhaltenden Art: „Es ist nicht leicht, die richtigen Worte zu finden. Bei allen Überlegungen lande ich immer wieder bei dem Wort „Danke“ – ich empfinde pure Dankbarkeit.“

Danke für das Miteinander, für Verständnis, für tröstende Worte, ein offenes Ohr, für unzählige gemeinsame Stunden, für jeden Handgriff in der Messe – „und für das Geschenk der Heimat, die ich hier finden durfte“, zählte der 56-Jährige auf und erntete von den Anwesenden langen, herzlichen Beifall.

Für einen persönlichen Abschied waren alle Gemeindemitglieder in die VolksbankArena Sauerlandhalle eingeladen. Die Gelegenheit nahm als erster Oliver Weber, Vorsitzender des Schützenvereins Langenei-Kickenbach, wahr. „Niemals geht man so ganz – ich hoffe, das ist bei Ihnen auch so“, sagte Weber und betonte: „In Langenei, Kickenbach und Stöppel wird es immer eine offene Tür für Sie geben.“

Gruppenleiter und Messdiener sagen „Tschüss“

Nur ungern lässt die Gruppenleiter-Runde (GLR) ihren Pastor ziehen: „Viele Jugendliche haben gar keinen anderen Pastor erlebt“, sagte Christian Thöne stellvertretend für seine Gruppe und die Messdiener. Fast 40 von ihnen, einheitlich gekleidet in den GLR- oder Sternsinger-Shirts, waren schon in der Messe und nachher in der Sauerlandhalle mit dabei, um sich von Christoph Gundermann zu verabschieden.

Immer ein tolles Team: Pastor Christoph Gundermann (r.) und die jungen Leute seiner Gemeinde.

Kinder und junge Leute, die den Pastor besonders mochten, wie Christian Thöne betonte: „Sie waren stets für uns da, haben jedem gegenüber Interesse und Anteilnahme gezeigt.“


Grinsen aus allen Richtungen, als er von den Momenten berichtete, kurz bevor die Messe begann und die Messdiener mit ihrem Pastor in die Kirche eingezogen: Auf einen Witz oder humorvollen Spruch des Pastors konnte man sich immer verlassen.

Und Pastor Gundermann konnte die lobenden Worte nur zurückgeben: „Toll, wie ihr immer mitgezogen habt!“ Ein eigenes Gruppenleiter-Shirt und ein Foto von allen Messdienern und Gruppenleitern werden Christoph Gundermann in die neue Heimat nach Castrop-Rauxel begleiten.

Mit Gesang und Geschenken nahmen die Kinder des St.-Marien-Kindergartens Altenhundem Abschied von Pastor Christoph Gundermann.

Sichtlich schwer fiel der Abschied Heribert Werthmann, Vorsitzender des Kirchenvorstandes, der sich als Letzter in die Gruppe der Redner eingereiht hatte. „Du hast vor 18 Jahren den Mut gehabt, dich zu den sturköppigen Sauerländern zu begeben, um mit uns ein Stück des Weges zu Christus zu gehen“, eröffnete er seine persönlichen, genau auf Christoph Gundermann zugeschnittenen Worte.


Die Zeit hier sei geprägt gewesen von Umgestaltung und der immer wiederkehrenden Aufgabe, neue Wege zu finden: zunächst mit der Gründung des Pastoralverbundes Lennetal mit drei Gemeinden, ab 2013 mit zwölf Gemeinden im Pastoralen Raum Lennestadt. „Du bist nicht müde geworden, uns an die Hand zu nehmen, um uns zu Christus zu führen. Dabei hast du so manche Hürde überwunden und dir als guter Seelsorger einen dauerhaften Platz in vielen Herzen erobert“, hob Werthmann hervor.

Auch in den Herzen der Altenhundemer Schützen, wusste Werthmann augenzwinkernd zu berichten und erinnerte an zahlreiche Schützenmessen und „schmissige Predigten, in denen du die Grundfesten des Schützenwesens und des Glaubens tiefsinnig und humorvoll auf einen Nenner gebracht hast.“

Christoph Gundermann habe sich mit seinen Gemeindemitgliedern auf den Weg gemacht und diesen oftmals erst für sie geebnet. „Du hast uns den Himmel offen gehalten.“ Herzliche Dankesworte des Kirchenvorstands-Vorsitzenden und ein warmherziger Abschied am Ende seiner Rede: „Du bist mit Leib und Seele Priester. Du leistest deinen Beitrag, mit großem Gottvertrauen, viel Empathie, Großzügigkeit und Geduld. Gut, dass es dich gibt!“

Aus zahlreichen Fotos von Gemeindemitgliedern ist ein Mosaikbild der Christusikone entstanden: Heribert Werthmann (r.) überreichte Pastor Gundermann dieses besondere Geschenk zum Abschied.

Als Erinnerung an die „großen und kleinen Sturköppe an der Lenne“ überreichte Werthmann dem scheidenden Pastor Gundermann ein Mosaikbild der Christusikone, bestehend aus etlichen Fotos seiner Gemeindemitglieder, die er 18 Jahre lang begleitet hat.


Die Nachfolge von Pastor Christoph Gundermann tritt zum 1. November Pfarrer Markus Leber an.

Ein Artikel von Kerstin Sauer

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