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Lennestadt, 08.09.2021

Vorläufiger Kompromiss gefunden

Genervte Anlieger versperren Schadholz-Lkw in Langenei den Weg

Polizei, Ordnungsamt, Forstbetrieb und Anlieger sprechen über einen Kompromiss.
Polizei, Ordnungsamt, Forstbetrieb und Anlieger sprechen über einen Kompromiss.
Nils Dinkel
Langenei. Lkw täglich von früh morgens bis spät abends, Staub, Lärm und Dreck auf der einen, Versprechungen, die nicht eingehalten werden, auf der anderen Seite. Die Anwohner der Straßen Stöppelweg, Bremerichstraße und Mälo in Langenei sind bedient. Seit fast zwei Jahren nehmen sie Kompromisse zur Beseitigung von Schadholz im nahegelegenen Wald in Kauf. Jetzt machten sie die Straße für die 40-Tonner dicht – und prompt fand sich ein Kompromiss.

Anwohner Manfred Born und weitere Anwohner hatten ihre Autos am Mittwochmorgen, 8. September, so geparkt, dass die beladenen Schwergewichte den Stöppelweg nicht mehr passieren konnten. Zudem luden sie Ingo Wirth vom Lennestädter Ordnungsamt, die Polizei sowie Thomasz Nedjedlik vom zuständigen Forstbetrieb ein.

Manfred Born ist unmittelbar betroffener Anwohner. Nur wenige Meter von seinem Haus entfernt befindet sich ein Verladeplatz für die geschlagenen Stämme, die durch den Borkenkäfer nicht mehr zu retten waren. Ebenfalls Einschränkungen nehmen die Bewohner von vier direkt umliegenden Häusern sowie die Bewohner von 16 Häusern in der Bremerichstraße hin.

Anwohner wehren sich gegen leere Versprechungen

„Wir wussten uns nicht mehr anders zu helfen und mussten durchgreifen. Wir können so nicht mehr weitermachen“, berichtet der Anlieger. Er zeigt auf die Straße, die dreckig ist, sowie auf die Fassade seines Hauses, die unter der Situation zunehmend leidet. „Keine Frage, die Bäume müssen weg. Aber sie müssen doch nicht mitten im Wohngebiet verladen werden“, sagt Manfred Born. Vor Monaten seien Versprechungen gemacht worden. So sollte unter anderem vom Forstbetrieb regelmäßig für die Reinigung der Straße gesorgt werden.

Beim Lennestädter Ordnungsamt stieß man am Mittwochmorgen grundsätzlich auf Verständnis. Das Problem in Langenei sei kein Einzelfall. Immer wieder gebe es Probleme bei Verladeplätzen für Schadholz.


„Das ist ein seit Monaten anhaltender Zustand und er soll bis 2024 so bleiben. Das zu lösen wird schwierig. Dafür gibt es mit Disponent, Fahrer, Forstbetrieb und Waldbesitzer zu viele Beteiligte“, so Ingo Wirth. Und das Schadholz müsse weg.

Verladeplatz schlecht gewählt

Im Endeffekt mache hier jeder nur seinen Job. „Der Verladeplatz muss weg. Das ist scheiße“, brachte es der Leiter des Ordnungsamtes auf den Punkt. Aber genau hier liege ein Kern des Problems: Bei der Schaffung alternativer Flächen. Diese suche die Stadt schon seit Wochen.

Auch die meisten Fahrer, für die es am Mittwochmorgen, 8. September, weder vor noch zurück ging, brachten grundsätzlich Einsicht mit. Nach einer Aussprache mit Polizei, Ordnungsamt sowie dem Forstbetrieb räumten die Anlieger die Straße frei und ließen die Lkw passieren.


Der Kompromiss, den die Anlieger dankend annahmen: „Der Platz wird leergeräumt und in den nächsten 14 Tagen nicht genutzt. Wir versuchen noch einmal, eine Alternative zu finden“, so Ingo Wirth nach einem Gespräch mit dem Forstbetrieb. Zudem solle die Straßenreinigung, die schwierig zu bekommen sei, spätestens in der kommenden Woche tätig werden.

Wunsch nach mehr Kommunikation

Ingo Wirth sagte jedoch, dass natürlich trotzdem weiterhin Lastwagen aus dem Wald kämen, was den Anliegern bewusst sei. Manfred Born und seine Nachbarn wünschen sich für die Zukunft mehr Kommunikation der Beteiligten.

Und sollten die Versprechungen wieder nicht eingehalten werden? „Dann kommen wir wieder!“, versprach der Anlieger.

Ein Artikel von Nils Dinkel

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