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Lennestadt, Lennestadt, 10. Mai 2015

Der neue IGEL-Vorsitzende Mathias P. Negele im Interview

Gemeinsam für den Einzelhandel

Filmemacher und neuer 1. Vorsitzender der IGEL: Mathias P. Negele.
Filmemacher und neuer 1. Vorsitzender der IGEL: Mathias P. Negele.
Die „Interessengemeinschaft Grevenbrück-Elspe-Lennestadt“ hat sich an der Spitze neu aufgestellt: Mathias P. Negele als 1. Vorsitzender und sein Stellvertreter Thomas Hesse führen die IGEL seit rund anderthalb Wochen an. Das Duo hat viel vor, sagt Negele im Interview mit LokalPLus, der die Bereitschaft zum freiwilligen Engagement unter anderem durch ein neues Gemeinschaftsgefühl fördern und stärken will.

Herr Negele, wann haben Sie den Entschluss gefasst, sich für das Amt des 1. Vorsitzenden zur Wahl zu stellen?
Im letzten Jahr bin ich Kassierer geworden. Dann war es so, dass wir in einer Vorstandssitzung auch über die personelle Zukunft des Vereins diskutiert haben. Als ich gefragt worden bin, ob ich mir vorstellen könnte, den Vorsitz zu übernehmen, habe ich gesagt, dass ich dazu bereit wäre, wenn ein Team längerfristig zur Verfügung steht. Das hat Thomas Hesse zugesagt und einige andere auch, und damit habe ich dann ja gesagt.
Wie schafft man es als vielbeschäftiger Filmemacher und Journalist, auch noch 1. Vorsitzender zu sein?
Indem man sehr gut organisiert ist. (lacht) Viele denken, dass das Engagement in einem Verein das ganze Leben durcheinanderbringt. Tatsächlich braucht man die richtigen Leute, die verstehen, dass jeder eine Funktion hat und seinen Aufgaben nachkommen muss, dann funktioniert das auch. Und wir sind uns alle bewusst, dass wir uns gemeinsam für den Einzelhandel engagieren müssen.
Nach 2014 ist der Spargelmarkt auch in diesem Jahr ausgefallen. Von mangelndem Engagement war die Rede. Hat die IGEL ein Motivationsproblem? Oder zu wenig Zeit?
Nein. Es gab mehrere Treffen, um den Spargelmarkt für dieses Jahr noch anzuschieben, aber leider fielen alle angedachten Tage auf ungünstige Termine. Der Vorstand hätte die Veranstaltung gerne durchgezogen, aber die Unterstützung und Begeisterung der Basis fehlte leider. Und man darf nicht vergessen, dass die Spargelzeit am 19. April noch nicht richtig begonnen hat.
Ganz konkret: Welche Ziele und Ideen hat die Igel mit Ihnen als 1. Vorsitzenden?
Die Frage kommt etwas früh, weil wir demnächst die erste konstituierende Vorstandssitzung haben. Auf jeden Fall sollen Mitglieder aber persönlich vom Vorstand aufgesucht werden. Anhand eines Fragebogens sollen sie dann erklären, was sie von der IGEL erwarten, wie sie sich die Kommunikation künftig vorstellen und welche Ideen sie haben. Die Auswertung der Befragung soll in ein neues Konzept münden.
… das dann was vorsehen könnte?
Hintergrund der IGEL ist die Interessenvertretung der Einzelhändler und Gewerbetreibenden. Wir müssen den Einzelhandel selbst und damit die Orte Grevenbrück und Elspe attraktiv halten und gestalten. Es heißt nicht umsonst: Zuerst stirbt der Einzelhandel und dann die ganze Stadt. Als Vorstand ist es uns wichtig, dass Mitglieder und Leute auf uns zukommen und uns ansprechen, damit wir uns auch für sie einsetzen können.
Bei der Mitgliederversammlung wurden Kooperationen mit Vereinen und anderen Werbegemeinschaften angeregt. Inwieweit halten Sie das für realistisch?
Es muss unser Ziel sein, enger mit anderen Werbegemeinschaften und den ARGEN vor Ort zusammenzuarbeiten. Das war auch ein Ergebnis unserer Diskussion bei der Jahreshauptversammlung. Generell lässt sich sagen: Die Zusammenarbeit muss besser funktionieren, denn es geht um die Stadt Lennestadt. Das sollte niemand vergessen.
Der IGEL-Vorstand
1. Vorsitzender: Mathias P. Negele;
2. Vorsitzender: Thomas Hesse;
Geschäftsführerin: Susanne Stender;
Kassierer (kommissarisch): Karl-Hermann Gilsbach;
Beirat: Juliane Hilchenbach, Rolf Schauerte, Klaus Fronz, Werner Vetter
(LP)

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