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Lennestadt, Lennestadt-Altenhundem, 17. Januar 2016

Ernste Töne bei der Generalversammlung des Schützenvereins Altenhundem

"Gefährliche Entwicklung: Sind auf Veranstaltungen angewiesen"

Einstimmig wiedergewählt wurde der 1. Vorsitzende Christoph Brüggemann.
Einstimmig wiedergewählt wurde der 1. Vorsitzende Christoph Brüggemann.
Fotos: Kerstin Sauer
Ernste Töne bei der Generalversammlung des Schützenvereins Altenhundem: Die "Volksbankarena Sauerlandhalle" hat ein Drittel ihrer Wirtschaftskraft eingebüßt. "Eine gefährliche Entwicklung", warnte Kassierer Peter Dommes.

Altweiberball, Rosenmontags-Disco, Sauerland-Party - viele Veranstaltungen, die früher hunderte Besucher in die Sauerlandhalle lockten, gibt es heute nicht mehr. Das Oktoberfest der Schützen war mit knapp 120 - statt der erwarteten 400 - Besuchern zu schlecht frequentiert, das Konzert der Kölner Kult-Band "De Höhner" musste sogar wegen zu geringem Kartenverkauf abgesagt werden. "Runter vom Sofa" Geld aus Vermietungen, das den Altenhundemer Schützen fehlt. Daher der Appell des Kassierers an die knapp 170 anwesenden Schützen: "Runter vom Sofa, unternehmt etwas. Wir sind auf solche Veranstaltungen angewiesen."

Auch Geschäftsführer Helmut Lindemann kritisierte in seinem Bericht, dass die Veranstaltungen in der Volksbankarena Sauerlandhalle nachlassen. Gleichzeitig hob er die erfolgreichen Termine hervor: "Kinderschützenfest, Cola-Ball, "Tanz-in-den-Mai"-Party, das Konzert des Tambourkorps zum 135. Geburtstag, Meisterchor-Wettbewerb und Hospizkonzert - das waren alles tolle Veranstaltungen." Putz- und Renovierungstag Um die Volksbankarena Sauerlandhalle auch optisch wieder auf Vordermann zu bringen, lädt der Vorstand alle freiwilligen Schützen ein, am Samstag, 2. April, bei einem Putz- und Renovierungstag zu helfen. Dann geht es Verschmutzungen, Verwitterungen und gerissenen Fliesen an den Kragen. Vorsitzender Christoph Brüggemann: "Dabei brauchen wir Hilfe. Das geht uns alle an."

Einstimmig in ihren Ämtern bestätigt wurden bei den Wahlen Christoph Brüggemann (Vorsitzender), Helmut Lindemann (Geschäftsführer), Jochen Dolle (Schriftführer), Ralf Hesse, Dirk Pokolm und Uli Steinbach (Beirat) sowie im Offizierskorps Jürgen Börger, Jens Friedrichs, Martin Münker und Michael Ohm.
Die Jungschützen um ihren Sprecher Jan Dommes (l.) dankten Thomas Wesener (2.v.l.) für die gespendete Erbsensuppe.
Kontrovers diskutiert wurde gegen Ende der Veranstaltung das Thema "Beerdigungen": Laut Vorstand sollten Beisetzungen von verstorbenen Schützenbrüdern von nun an nicht mehr von einer
Offiziers-Abordnung begleitet werden. Es sei immer schwieriger, dafür Leute zusammen zu bekommen.

Aus der Versammlung kamen Kritik und ein Vorschlag: Das letzte Geleit dürfe nicht einfach verschwinden - warum nicht Offiziere durch Schützenbrüder ersetzen, die sich mit Schützenkappe und Fahne von dem Verstorbenen verabschieden? Der Vorschlag stieß auf Zustimmung - bleibt zu hoffen, dass sich genug Schützenbrüder freiwillig melden.
Die Jubilare
60 Jahre: Paul Blöink, Klaus Borgards, Heinz Cordes, Walter Cordes, Günther Frohne, Karl-Heinz Müller, Werner Rusteberg, Heribert Schneider, Werner Schumacher und Gerhard Wittemund.
50 Jahre: Klaus Decker.
40 Jahre: Dietmar Baumhoff, Lothar Felten, Michael Gehrig, Peter Hebbeker, Helmar Heidschötter, Hartmut Hesse, Rüdiger Sandberg, Markus Schneider, Klaus Steinbach und Jürgen Woite.
25 Jahre: Klaus-Dieter Alfes, Joachim Barchet, Eckhard Beckmann, Holger Bette, Thomas Delboi, Elmar Erwes, Udo Freitag, Jens Friedrichs, Martin Grobbel, Andreas Hanfland, Thomas Homringhaus, Andreas Kieserling, Michael Kipke, Bernd Köhler, Alexander Kremer, Michael Kurzeja, Holger Lindemann, Frank Meeser, Arno Mennecken, Torsten Patt, Dirk Pokolm, Hartmut Schweinsberg, Axel Sobbeck, Martin Wenzel und Werner Winterhoff.
Die anwesenden Jubilare wurden für ihre jahrelange Treue ausgezeichnet.

Ein Artikel von Kerstin Sauer

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