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Lennestadt, Lennestadt-Elspe, 9. November 2015

Löschzug bittet Bevölkerung um Unterstützung / Zehnjährigen aus Baumstamm gerettet

"Feuerwehrteam des Jahres": Jetzt für Elsper Kameraden abstimmen

Die Kameraden aus Elspe hoffen auf viele Stimmen, um
Die Kameraden aus Elspe hoffen auf viele Stimmen, um "Feuerwehrteam des Jahres 2015" zu werden.
Symbolfoto
Drama in Theten: Im April 2015 war ein zehnjähriger Junge beim Spielen in den hohlen Stamm eines alten Baumes gerutscht. Mehr als 90 Minuten dauerte der Einsatz der Löschgruppe Elspe – am Ende konnte der Junge gerettet werden. Ein außergewöhnlicher, nervenaufreibender und letztlich erfolgreicher Einsatz, mit dem sich die Elsper Kameraden nun beim Wettbewerb „Feuerwehrteam des Jahres 2015“ beworben haben. Jetzt ist die Hilfe der Bevölkerung gefragt.

Die Kameraden erinnern sich an den Einsatz, als sei er gestern gewesen. Der Zehnjährige war beim Spielen mit seinen Freunden auf eine etwa 300 Jahre alte Linde geklettert. Plötzlich rutschte er in einen rund 50 Zentimeter breiten, hohlen Spalt und steckte in einer Höhe von ca. 2,50 Metern fest. Seien linke Schulter und der Arm ragten seitlich aus dem Hohlraum heraus. Der Junge war unverletzt, konnte sich aber nicht selbst befreien. Der Baum muss weg Hier kam der Löschzug Elspe ins Spiel. Ein als Rettungssanitäter ausgebildeter Familienvater betreute von einem Ast aus den eingeklemmten Jungen, sprach ihm Mut zu, beruhigte ihn während der gesamten Rettungsaktion. Verschiedene Maßnahmen stellten sich als zu riskant dar. Daraufhin entschieden die Einsatzkräfte: Der Baum um den Jungen herum muss entfernt werden.

Zuerst wurden DLK und Rüstwagen RW der Feuerwehr Lennestadt nachgefordert. Zusätzlich wurde vorsorglich ein Notarzt gerufen, da nicht sicher war, ob der Junge während der gesamten Zeit ruhig bleibt. Der Baum wurde nach und nach von den Ästen befreit, der Hohlraum mit Rüsthölzern gesichert, um zu vermeiden, dass sich dieser schließen konnte. Disziplinierter Einsatz Die Rettungsmaßnahmen dauerten bis zu diesem Zeitpunkt bereits 70 Minuten. Der eingeklemmte Junge und sein Vater, der während der gesamten Zeit nicht von der Seite seines Sohnes wich, wurden zusehends ängstlicher und nervöser. Die gesamte Situation verlangte den Einsatzkräften ein hohes Maß an Disziplin ab.

Mit einem Luftheber wurde der Baum auseinandergedrückt, anschließend ein Rettungszylinder eingesetzt. Der Spalt konnte so weit geöffnet werden, dass der Junge nach rund 90 Minuten seitlich aus seinem „Gefängnis“ klettern konnte. Unter dem Applaus der Einsatzkräfte schloss ihn sein Vater in die Arme. Der gerettete Junge ist mittlerweile Mitglied der Jugendfeuerwehr. Arbeit wird honoriert Mit diesem Einsatz hat sich die Elsper Feuerwehr nun beim Wettbewerb „Feuerwehrteam des Jahres 2015“ beworben. Mit der Auszeichnung honoriert die Magirus GmbH die herausragenden Leistungen, die Feuerwehrteams im Bundesgebiet sieben Tage die Woche rund um die Uhr leisten. Der Preis wird inzwischen zum vierten Mal verliehen.

Eine Fachjury hat entschieden: Zehn Feuerwehrteams aus Nordrhein-Westfalen, Bayern, Hessen, Niedersachsen und Baden-Württemberg haben es in die Online-Abstimmung und damit in das Finale um den Titel „Feuerwehrteam des Jahres 2015“ geschafft. Mit dabei: Die Elsper Kameraden. Jetzt abstimmen Und die brauchen jetzt beim Online-Voting die Hilfe der Bevölkerung. „Wir brauchen Ihre Stimme“, betonen die Kameraden und verweisen auf die Online-Abstimmung, die über folgende Internetseite zu erreichen ist:

Die Abstimmung läuft bis Sonntag, 13. Dezember. Im Rahmen einer Gala wird der Sieger am Freitag, 22. Januar 2016 gebührend gefeiert. Der Sieger reist nach New York zur größten städtischen Feuerwehr der Welt.(LP)

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