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Lennestadt, Lennestadt-Burbecke, 9. September 2015

Wohnhaus mit Stallung steht in Flammen / 70 Brandbekämpfer im Einsatz

Feuerwehr löscht Großbrand

Über die Drehleiter löschte die Feuerwehr einen Teil des Brandes aus der Höhe.
Über die Drehleiter löschte die Feuerwehr einen Teil des Brandes aus der Höhe.
Fotos: Sven Prillwitz
Großbrand in Burbecke: Mit einem Aufgebot von rund 70 Einsatzkräften hat die Feuerwehr am Mittwochmorgen einen Brand in einem Wohnhaus mit Stallung an der Antoniusstraße unter Kontrolle gebracht und gelöscht. Zu retten war der Gebäudekomplex allerdings nicht mehr. Die Ursache des Brandes ist bislang ungeklärt, die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Verletzt wurde niemand.

Was der Kreisleitstelle gegen 9.30 Uhr zunächst als Dachstuhlbrand gemeldet worden war, erwies sich beim Eintreffen der ersten Feuerwehrleute als Gebäudebrand. Diese forderten umgehend weiteres Personal an. Weil sich weder Menschen noch Tiere in dem Fachwerkgebäude befunden hätten, konzentrierten sich die Rettungskräfte nach Angaben des Pressesprechers der Freiwilligen Feuerwehr, Steffen Budel, umgehend darauf, den Brand zu bekämpfen und ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude zu verhindern.
Weil sich die Versorgung mit Löschwasser anfangs als schwierig erwiesen habe - das Wasser stammte aus dem örtlichen Hochbehälter -, pumpten die Brandbekämpfer zusätzlich Wasser aus einem nahegelegenen Bach und in die Schläuche, um die Flammen zu löschen. Dafür wurden laut Budel nicht nur mehrere Strahlrohre verwendet, sondern darüber hinaus die Drehleiter, mit der der Brand aus der Höhe bekämpft wurde. Es kam zu massiver Rauchentwicklung.
Zur Unterstützung forderte die Feuerwehr einen Bagger an. Dieser sollte einzelne Teile des Gebäudes einreißen, die infolge des Brandes einsturzgefährdet waren.

Das Wohnhaus ist nicht mehr bewohnbar. Die Schadenshöhe liegt nach Angaben der Feuerwehr bei 200.000 Euro. Personen kamen bei dem Brand nicht zu Schaden. Die geschädigte Familie kommt vorübergehend in der Nachbarschaft unter. An einem Nachbarhaus entstanden durch die große Hitzeentwicklung leichte Sachschäden an Fenstern und der Außenfassade.
Rund 70 Feuerwehrleute aus Elspe, Oedingen, Halberbracht, Meggen, Oberelspe und Grevenbrück waren im Einsatz. Alarmiert worden waren auch die Rettungskräfte aus Kickenbach, die für die Dauer des Großeinsatzes den Grundschutz für das Elspetal übernahmen. Neben der Feuerwehr waren auch Polizei, Rettungsdienst und der stellvertretende Kreisbrandmeister Paul-Gerhard Hofacker in Burbecke anwesend.
Ein Artikel von Sven Prillwitz

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