„Fahrt, Richtung, Zukunft“ - die Ruhr-Sieg-Strecke und der Wandel der Mobilität

Dauerausstellung in Grevenbrück


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Dr. Katharina Hülscher (Geschichtsmanufaktur), Antonia Kriehl und Martin Steinberg (beide Stadt Lennestadt, von links) gewähren Einblicke in die Dauerausstellung „Fahrt, Richtung, Zukunft“. von Nicole Voss
Dr. Katharina Hülscher (Geschichtsmanufaktur), Antonia Kriehl und Martin Steinberg (beide Stadt Lennestadt, von links) gewähren Einblicke in die Dauerausstellung „Fahrt, Richtung, Zukunft“. © Nicole Voss

Grevenbrück. Informativ, imposant und interaktiv – so lässt sich mit drei Worten die Dauerausstellung im Grevenbrücker Kultur-Bahnhof beschreiben, die am Freitag, 23. Oktober, um 18.30 Uhr eröffnet wird.


Das Motto „Fahrt, Richtung, Zukunft“ ist dabei Programm. Es geht um die Ruhr-Sieg-Strecke, die 1861 eröffnet wurde und der Region wirtschaftlichen Aufschwung brachte sowie den Wandel der Mobilität. Der offizielle Eingang und Start durch die Ausstellung ist im Dachgeschoss. Ein übersichtliches Wegeleitsystem führt die Besucher durch die Ausstellung.

Das Rad der Zeit wird kräftig zurück gedreht und die Gäste werden mitgenommen auf eine Zeitreise, die anhand von Schautafeln im Jahr 1800 mit Schlüsen und Chausseen beginnt und mit dem Bau der Bahnstrecke von 1845 bis 1861 fortgesetzt wird. Auch die Schattenseiten der Geschichte, die beiden Weltkriege, sind thematisiert. Während die Geschichte im Dachgeschoss theoretisch erlebbar wird, hält im Obergeschoss die Digitalisierung Einzug.
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„Fahrt, Richtung, Zukunft“ - die Ruhr-Sieg-Strecke und der Wandel der Mobilität
„Der Bahnhof der Ideen“ lädt neben einer Videoinstallation mit digitalen Arbeitsstationen zum Mitmachen ein. Wünsche und Ideen zum Thema Mobilität können direkt an die Stadt Lennestadt weitergeleitet werden und so in zukünftige Projekte einfließen. Im Erdgeschoss werden die Bahnhöfe  der Ruhr-Sieg-Strecke (Altenhundem, Meggen, Grevenbrück, Finnentrop)  thematisiert.

Vom ersten Grobkonzept von Dieter Pfau und Stephan Nies im Jahr 2013, als der Bahnhof saniert wurde, über die Kontaktaufnahme mit der konzipierenden Geschichtsmanufaktur (2017), dem Workshop zu den inhaltlichen und räumlichen Erfordernissen einer zukünftigen Dauerausstellung (2018, 2019) bis zum Förderbescheid aus dem Landesprogramm „Heimat-Zeugnis“ (Oktober 2019) und dem Start der Umsetzung im März 2020 vergingen einige Jahre.
 von Nicole Voss
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Martin Steinberg, Bereichsleiter Öffentlichkeitsarbeit und Kultur bei der Stadt Lennestadt, machte deutlich, dass es eine große Herausforderung gewesen sei, in dem großen Gebäude alles unter einen Hut zu bringen. Der Bahnhof, der sich als beliebter Ort für Gastronomie, Trauungen, Sonderveranstaltungen, Lesungen, Kabarett und Konzerte etabliert habe, erfährt mit der Dauerausstellung ebenso eine Aufwertung wie der Kulturort Grevenbrück.

„Die Ausstellung soll dynamisch sein. Die Besucher können Statements hinterlassen“, brachte Dr. Katharina Hülscher, eines der Highlights auf den Punkt. Die Ausstellung wurde von den Historikerinnen Christina Steuer und Dr. Katharina Hülscher konzipiert, denen es auch wichtig ist, einen Blick in die Zukunft zu richten.
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Bei der Ausstellungseröffnung, die von Christian Behrens am Steinway-Flügel musikalisch umrandet wird, können nur 25 Personen dabei sein. Weitere Anmeldungen werden nicht entgegengenommen. Danach sind bis zum 20. November Führungen in kleinen Gruppen geplant. 

Die Kosten der Ausstellung in Höhe von rund 200.000 Euro werden zu 60 Prozent aus dem Landes-Förderprogramm „Heimat-Zeugnis“ subventioniert und der Rest von der Stadt Lennestadt übernommen.
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