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Lennestadt, 17. September 2020

kfd stellt „Klara von Assisi Weg“ vor

Einmalig in Deutschland: Ein Pilgerweg für Frauen in Elspe

Barbara Sonntag, Birgit Halbe, Birgit Geuecke, Dorothea Happe, Pia Wipper und Elisabeth Schmittgens (v.l.) von der Projektgruppe an der Stele, die den Anfang des Pilgerwegs unterhalb der örtlichen Pfarrkirche markiert.
Barbara Sonntag, Birgit Halbe, Birgit Geuecke, Dorothea Happe, Pia Wipper und Elisabeth Schmittgens (v.l.) von der Projektgruppe an der Stele, die den Anfang des Pilgerwegs unterhalb der örtlichen Pfarrkirche markiert.
Foto: Kerstin Sauer
Elspe. Einzigartig im Sauerland, einmalig in Deutschland: Eine Projektgruppe der kfd Elspe hat mit dem „Klara von Assisi Weg“ den wohl ersten Pilgerweg für Frauen geschaffen. Acht Kilometer rund um Elspe, immer mit Blick auf die örtliche Pfarrkirche, lädt der Weg bald zum Pilgern, Verweilen und vor allem zum Nachdenken ein.

Klara von Assisi – wer ist das denn? Verwandt mit dem Heiligen Franziskus von Assisi? Birgit Halbe lacht und schüttelt den Kopf: „Das fragen viele – aber nein, die beiden kannten sich nur.“ Fleißige Projektgruppe Sie und ihre Mitstreiterinnen aus der Projektgruppe – Birgit Geuecke, Dorothea Happe, Elisabeth Schmittgens, Pia Wipper und Barbara Sonntag – haben zum Pressegespräch eingeladen, um etwas ganz Besonderes vorzustellen: den ersten Pilger- und Glaubensweg für Frauen. Der Stolz und die Freude über das Ergebnis monatelanger Vorarbeit stehen den Damen ins Gesicht geschrieben.
„Klara von Assisi würde gut in die heutige Zeit passen“, berichtet Birgit Halbe über eine Frau, die schon im Mittelalter eine Vorreiterrolle spielte. Geboren 1193 als Tochter einer adeligen Familie, ging sie schon als junge Frau mutig und entschlossen ihren eigenen Weg: Sie wehrte sich gegen eine Heirat und verließ mit 18 Jahren ihr Elternhaus, um später – inspiriert von dem wenige Jahre älteren Franziskus von Assisi – in radikaler Armut in dem kleinen Kloster San Damiano zu leben. „Nach und nach folgten ihr einige Frauen“, weiß Birgit Halbe, die selbst schon öfter in Assisi war, zu berichten.

Demnach eine beeindruckende Frau – aber warum ist gerade sie die Namensgeberin für den Elsper Pilgerweg? „Wir haben in vielen Punkten Parallelen zu uns und unserer Arbeit als kfd gefunden“, erzählt Birgit Geuecke. Inspiration und Vorbild für Frauen Der Mut und die Entschlossenheit, den eigenen Weg konsequent zu verfolgen, „kann eine Inspiration für die Frauen in der heutigen Zeit sein“, hoffen die Damen. So zum Beispiel auch in der katholischen Kirche: „Klara hat einen weiblichen Aufbruch in der Kirche des Mittelalters geschafft", erklärt Birgit Halbe und verweist auf heutige Aktionen wie Maria 2.0.

Durchsetzungsvermögen, Willensstärke und ein offenes Ohr für die Belange der Frauen – in vielen Eigenschaften Klara von Assisis finden sich die Damen der kfd Elspe wieder. „Viele Parallelen haben uns bestärkt, ihr in Elspe einen Weg zu widmen“, sagt Elisabeth Schmittgens. Nicht zuletzt die „kritische Solidarität Klaras in Bezug auf die Kirche: Das können wir von uns auch sagen", wissen die Damen und betonen: „Solidarität, nicht Distanz: Wir gehören zur Kirche, setzen uns aber kritisch mit einigen Aspekten auseinander.“ Perfekte Zusammenarbeit - wie ein Zahnrad Fast zwei Jahre ist es nun her, dass Birgit Halbe die ersten Gedanken für einen „Klara von Assisi Weg“ hegte und in Elisabeth Schmittgens sofort eine begeisterte Unterstützerin fand. Ebenso im damaligen Vorstand: Die Idee schlug ein und fand sofort fleißige Helfer, die sich zur Projektgruppe „Klara-Weg-Team“ zusammenschlossen. Hand in Hand wurden die Ideen gesammelt, ausgearbeitet und umgesetzt. „Wir waren wir ein Zahnrad: Jeder hat sich mit eingebracht“, berichten die Damen lachend.
Die Start-Stele in der Gellestadt.
So schlug Barbara Sonntag einen acht Kilometer langen Rundweg in Elspe vor, der auch Teile des Prozessionsweges beinhaltet. Start ist auf der „Gellestatt“ unterhalb der Kirche, eine Stele markiert diesen Punkt.

Drei Stationen während es Weges animieren zum Innehalten und Nachdenken. Auf großen Steinen sind Symbole aus dem Leben der Hl. Klara dargestellt: ein Gewand für die Armut, ein Bildnis der Heiligen mit einer Monstranz für Gottvertrauen und ein Spiegel - Klara wollte ein Spiegel und Beispiel für die Menschen sein. Auf den daneben stehenden Stelen wird das Symbol mit einem meditativen Text und dem biografischen Hintergrund erklärt.Die Ideen zu den Stationen stammen von den Damen der kfd – umgesetzt wurden sie ausnahmslos von heimischen Handwerkern und Firmen. „Selbst sie waren begeistert“, weiß Dorothea Happe zu berichten. Ebenso wie das Erzbistum und das Land NRW, „die sämtliche Förderanträge innerhalb kürzester Zeit genehmigten“, freut sich Pia Wipper. Eröffnung unter Corona-Bedingungen Am Samstag, 26. September, wird der Weg unter Corona-Bedingungen eröffnet und eingeweiht: Nach einer kleinen Andacht wird er zum ersten Mal offiziell gegangen. Infos dazu gibt es im Internet (siehe Link) und in den Flyern, die kürzlich in der Elsper Kirche und im Tourismusbüro Lennestadt ausgelegt werden.

Die sechs Damen der Projektgruppe freuen sich, wenn „ihr“ Weg endlich für die Öffentlichkeit zugänglich ist. „Der Weg soll vor allem Frauen ermutigen, nicht zu resignieren, sondern mit Mut und Gottvertrauen neue Wege zu gehen“, betonen sie. Und erklären unisono mit einem Lachen: „Klara ist ein gutes Vorbild für uns – würde sie heute leben, wäre sie auch ein kfd-Mitglied.“
Die kfd Elspe:
  • 450 Mitglieder gehören der kfd Elspe an.
  • Alleine 2019 konnte die kfd 13 Neuaufnahmen verzeichnen.
  • Als kirchlicher Verband legt die kfd Elspe vor allem Wert auf religiös geprägte Angebote.
  • Schon seit 2007 bietet die kfd Pilgerwanderungen an.
  • Für 2020 war eigentlich eine Pilgerreise nach Assisi geplant: Alle Plätze waren ausgebucht. Aufgrund von Corona musste die Reise verschoben werden und findet nun, so hoffen die Frauen, 2021 statt.
Ein Artikel von Kerstin Sauer

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