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Lennestadt, Lennestadt-Altenhundem, 12. Mai 2016

Bürgermeister Hundt stattet Fahrradwerkstatt einen Besuch ab und lobt Ehrenamtler

Ein echtes Erfolgsmodell

Bürgermeister besucht erfolgreiche Fahrradwerkstatt
Fotos: Stadt Lennestadt
Der Lennestädter Bürgermeister Stefan Hundt und der Beigeordnete Karsten Schürheck besuchten kürzlich die Lennestädter Fahrradwerkstatt im ehemaligen Tobürenhaus bei St. Georg. Hier reparieren ehrenamtliche Helfer, organisiert und unterstützt durch die Ehrenamtsbörse EiL, gemeinsam mit interessierten Asylbewerbern gespendete Fahrräder. Die wieder instandgesetzten Fahrräder werden anschließend gegen einen geringen Kostenbeitrag an Asylbewerber und Bedürftige abgegeben.

Lediglich knapp zehn Prozent der abgegeben Fahrräder seien bei Abgabe vollständig funktionstüchtig und könnten so weitergegeben werden; der Rest werde fachmännisch repariert und dann abgegeben, teilten die Werkstatt-Mitarbeiter den Besuchern mit. Nicht mehr zu gebrauchende Räder würden dagegen als Ersatzteilspender genutzt. Mittlerweile sei schon ein kleines Lager mit Ersatzteilen entstanden, und auch das Werkzeug sei mit der Zeit immer professioneller geworden.

Für Kinder und Erwachsenen sei ein Fahrrad ein wichtiger Baustein ihrer Mobilität. Auch loben die Ehrenamtlichen die Zusammenarbeit mit den heimischen Fahrradwerkstätten. Seit Beginn der Fahrradwerkstatt vor gut einem halben Jahr habe sich diese zu einem echten Erfolgsmodell entwickelt. Fahrräder heiß begehrt Über 150 reparierte Fahrräder wurden seither bereits an Asylbewerber und Bedürftige abgegeben. Erklärungen sind in zehn verschiedenen Sprachen verfasst und gut sichtbar an den einzelnen Rädern angebracht. Zeitweise musste die Fahrradwerkstatt Ende des vergangenen Jahres schon einmal vorübergehend geschlossen werden, da der Andrang zu groß wurde.

Bürgermeister Hundt zeigte sich beeindruckt von einem solchen ehrenamtlichen Engagement und so viel Begeisterung der handelnden Personen. Auch dankte er den Helfern der Fahrradwerkstatt im Speziellen sowie allen Ehrenamtlichen im Allgemeinen für die Unterstützung, die Asylbewerbern und Flüchtlingen in den vergangen Monaten zu Teil geworden ist. Ebenso dankte er dem Sozialwerk St. Georg für die Zurverfügungstellung der Räumlichkeiten in einem Teil des Kellers. Der Leiter des Treffs in Lennestadt, Alexander Weiland, freute sich, damit helfen zu können, und auch darüber, dass das Angebot so gut angenommen werde.
Weitere Fahrräder gesucht
Jeden Dienstag und Donnerstag ist die Fahrradwerkstatt geöffnet; an jedem 1. und 3. Dienstag im Monat findet die Ausgabe der Fahrräder statt. Bei der Fahrradwerkstatt sind die Helfer auf Spenden in Form von „ausgedienten“ Fahrrädern angewiesen. Da die „Vorräte“ an Fahrrädern langsam zu Ende gehen, bitten die Ehrenamtlichen um weitere Spenden von Fahrrädern. Sofern es keine Möglichkeit gibt, diese zu bringen, ist es vereinzelt auch möglich, dass die Fahrräder abgeholt werden. Weitere Informationen gibt es hierzu auch im Hanah-Servicebüro unter Tel. 02723/608-220.
(LP)

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