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Lennestadt, 07. Oktober 2016

Kölsche Nacht:

Drei musikalische Höhepunkte

Die Brings treten bei der Kölschen Nacht auf.
Die Brings treten bei der Kölschen Nacht auf.
Archiv-Foto: Nils Dinkel
Altenhundem. Domstürmer, Kasalla und Brings – diese drei Bands aus dem Rheinland treten am Freitag, 7. Oktober, bei der „Kölsche Nacht“ in der Sauerlandhalle in Altenhundem auf.
Bei der „Kölsche Nacht“ am Freitag, 7. Oktober, geben sich Kasalla, die Domstürmer und Brings die Ehre. Rockige Töne im Karnevalsflair sollen zum Schunkeln und Feiern einladen. Vorgesehen ist, dass Kasalla ab 20 Uhr die Besucher unterhält. Kasalla besteht aus Basti Campmann, Flo Peil, Ena Schwiers, Nils Plum und Sebi Wagner, die 2011 unter dem Motto „Alles kann – Kölsch muss“ zu einer gemeinsamen musikalischen Reise starteten. Nur vier Monate nach dem ersten Konzert wurde im Januar 2012 mit „Et jitt Kasalla“ die erste Platte veröffentlicht. Das Debüt-Album loben Kritiker als „das beste, was seit Jahren an kölscher Musik auf eine CD gepresst worden ist“ „Pirate“ wird zum meistgespielten Song des Jahres und schafft es bis Platz 56 in den deutschen Single-Charts. Die ersten restlos ausverkauften Frühjahrskonzerte.

Ab 22.15 Uhr sollen dann die Domstürmer die Bühne betreten. Die Band liebt die Nähe zum Publikum und spielt im Rahmen  ihrer „DOMSTüRMER Live Konzerte“ ihre Lust am Improvisieren und die Freiheit, sich auf verschiedene musikalische Genres einzulassen -kurz: ihre musikalische Vielseitigkeit- voll aus.

Mal energisch wie beim Titel „Minge Wääch“, der dazu anstachelt, seinen eigenen Weg zu gehen, und wie ein Mantra in den Köpfen hängen bleibt. Mal werden melancholische Saiten angeschlagen: „Op De Jode Ahle Zigg“ und „Verjess Nie“ hinterlassen einen bittersüßen Nachklang und haben schon so manche Träne auf dem Gewissen – die vor, aber auch auf der Bühne geflossen ist.

Der finale Abschluss wird ab 23.45 Uhr mit den Musikern von Brings gefeiert. Die von den Brüdern Peter und Stephan Brings gegründete Band hat in den zwei zurückliegenden Jahrzehnten schon so ziemlich alle Hochs und Tiefs erlebt, die man als Musiker erleben kann. Ende der 1990er hatte die Band mit den berühmten Vätern (neben Rolly Brings sind das Gesangslegende Tommy Engel  und der Politiker Norbert Blüm) ihre besten Jahre schon vermeintlich hinter sich. Dann gelang ihnen im Jahr 2000 mit „Superjeilezick“ das, was man gut und gerne als Sechser im Lotto bezeichnen kann. Diese zündende Powerpolka ist mit jedem Jahr bekannter geworden und gehört mittlerweile weit über den Karneval hinaus zu den populärsten Songs Kölscher Mundart überhaupt. Dank „Superjeilezick“ öffneten sich für Brings Tür und Tor in der närrischen Hochburg Köln. Für die Band begann eine neue Zeitrechnung samt einem rundum gelungenen Imagewandel. 2016 feiert die Band ihr 25 Jähriges erneut im RheinEngergieSTADION. (LP) 
Tickets sind im Vorverkauf für 28 Euro oder für 36 Euro an der Abendkasse erhältlich.

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