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Lennestadt, 08. März 2018

Stadt Lennestadt stellt Pläne vor

Drei Großbaustellen in Altenhundem: Sanierung von „Schneidershof“ zum Auftakt

Ingo Wirth, Karsten Schürheck und Peter Quinke (von links) informierten über anstehende Baumaßnahmen in Altenhundem.
Ingo Wirth, Karsten Schürheck und Peter Quinke (von links) informierten über anstehende Baumaßnahmen in Altenhundem.
Fotos: Nils Dinkel
Altenhundem. Die Stadt Lennestadt hat am Donnerstag, 8. März, bei einer Pressekonferenz auf drei Bauprojekte im Altenhundemer Ortszentrum und in der unmittelbaren Nähe hingewiesen. Der Teilbereich „An der Schmiede“ soll für Fußgänger sicherer gestaltet werden. Der Trog, die Unterführung ins Gewerbegebiet Wigey, soll saniert werden - ebenso wie der Parkplatz „Schneidershof“. Diese Baumaßnahme beginnt bereits am kommenden Montag, 12. März, und soll ebenso wie die beiden anderen auch in diesem Jahr fertiggestellt werden.

Der Parkplatz „Schneidershof“, der überwiegend von Dauerparkern genutzt wird, soll von Grund auf erneuert werden. „Die Zufahrt zum Parkplatz wird asphaltiert, der Parkplatz an sich gepflastert“, erklärte Peter Quinke, Leiter der Stadtwerke. Etwa zehn Wochen soll der Platz voll gesperrt sein. Die Parkplatzfläche soll künftig 50 Stellflächen umfassen. Etwa die Hälfte soll nach jetzigem Stand städtischer Parkraum ohne Parkschein-Pflicht, 24 der Plätze dagegen zur neuen „Park & Ride“-Fläche werden.

„Wir haben die Fläche bestmöglich ausgenutzt. Mehr Parkplätze sind dort nicht möglich“, sagte Quinke. Der Straßenbereich, der auf den Parkplatz führt, soll verkehrsberuhigt werden. „Die Baumaßnahme beginnt hinter der Fußgänger-Bahnunterführung zur Olper Straße“, so Quinke.
50 ausgezeichnete Parkplätze sollen hier entstehen.
„Etwa 80 Prozent der Kosten für die „P&R“-Fläche wird durch Fördergelder getragen“, erklärte Karsten Schürheck. Ein Teil der Parkplätze soll behindertengerecht sein. Eine weitere Maßnahme: die Entwässerung, denn: „Aktuell gleicht der Parkplatz eher einer Seenlandschaft“, sagt Ingo Wirth, Leiter des Ordnungsamtes und der Straßenverkehrsbehörde, zur aktuellen Parkplatz-Situation im „Schneidershof". Die Kosten werden aus dem Haushalt 2017 getragen. Neue Laternen sind bereits aufgestellt worden, die Beleuchtung soll jedoch weiter optimiert werden.Baubeginn bewusst im FrühlingAuch Nutzer von Elektroautos hat die Stadt bei der Baumaßnahme im Blick und will eine Ladestation aufstellen lassen. Schürheck: Es ist geplant, eine E-Säule zu errichten. Das hängt auch von der beim Bund beantragten Förderung dazu ab.“ Alternative Parkflächen finden sich in der Zeit der Vollsperrung im „Wigey“ sowie auf dem Schützenplatz, wo jeweils keine Parkscheinpflicht herrscht.

Die Arbeiten in „Schneidershof" hätten noch 2017 begonnen werden können. Dann hätten die Arbeiten im Winter jedoch eingestellt werden müssen, und der Parkplatz wäre länger nicht nutzbar gewesen. „Es war eine bewusste Entscheidung, im Frühjahr 2018 zu beginnen“, so Quinke. Die Bauarbeiten führt das Unternehmen Mees aus.Halbseitige SperrungSpätestens im April sollen dann auch die Arbeiten an der Wigey-Unterführung beginnen. „Der Beton ist stark angegriffen, und die Arbeiten sind dringend erforderlich“, sagte Quinke. Die Arbeiten sollen halbseitig bei einer Bauzeit von zehn bis zwölf Wochen stattfinden. Eine Ampel soll den Verkehrsfluss in dieser Zeit regeln.

Quinke dämpfte seine Prognose jedoch etwas: „Arbeiten am Beton sind sehr wetterabhängig.“ Die Maßnahmen erstrecken sich über das gesamte Bauwerk. Die Beläge sollen nach Quinkes Schätzung dann etwa 30 bis 40 Jahre halten, die Fugen müssten jedoch regelmäßig kontrolliert werden. Für die Bauarbeiten ist das Unternehmen Strabag beauftragt worden. Kosten: etwa eine halbe Millionen Euro.Gehweg-VerbreiterungDie Bauarbeiten „An der Schmiede“ sollen umgehend nach dem Schützenfest im Juli beginnen. Der Gehweg soll von aktuell etwa 90 auf mindestens 150 Zentimeter verbreitert werden. „Das erfordert erhebliche Baumaßnahmen. Wir müssen relativ viel machen“, erklärte Quinke.

Der Einmündungsbereich soll im Wesentlichen optimiert, der Verkehrsfluss verbessert werden. Ein zweiter Bauabschnitt soll sich im weiteren Teil anschließen, der einen gesicherten Fußgängerüberweg beinhalten soll. Laut Bauplan liegt der zweite Bauabschnitt etwa im Bereich der abknickenden Vorfahrtsstraße in Richtung Pfefferinsel. „Eventuell kommt ein provisorischer Überweg. Das ist aber noch nicht entschieden“, sagte Wirth.Umsetzung des Schul-WegeplansSchürheck: „Hintergrund ist die Schulwegsicherheit. Die Grundschule und der Kindergarten sind im Gebiet anliegend. Das Sichtfeld ist schlecht. Das soll verbessert werden.“ Maßgebend sei der sogenannte Schulwege-Plan, der mit Eltern, Polizei, Ordnungsamt, Grundschule vor zwei Jahren erarbeitet wurde. Die Straße soll in Richtung Helmut-Kumpf-Straße „gedrückt“ werden, um für den Gehweg Platz zu gewinnen.

Quinke betonte, dass es in der Vergangenheit zu gefährlichen Situationen zwischen Fußgängern und Fahrzeugen gekommen sei. „Die Situation wurde von den Eltern immer als schwierig eingeschätzt. Das sollte sich jetzt deutlich verbessern“, sagte Wirth. Die Ausführung der Arbeiten „An der Schmiede“ erfolgt durch das Unternehmen Kebben. 220.000 Euro sind für den ersten Bauabschnitt veranschlagt.
Ein Artikel von Nils Dinkel

Bildergalerie: Drei Großbaustellen in Altenhundem: Sanierung von „Schneidershof“ zum Auftakt