Nachrichten Dies und das
Lennestadt, Lennestadt-Altenhundem, 5. April 2016

Stockender Verkehr und Parkplatz-Probleme an Gemeinschaftspraxis

Chaos an fünf Tagen die Woche

Patienten, die mit dem Auto zur Gemeinschaftspraxis oder zur Physiotherapie fahren, müssen sich auf diese Parkplätze beschränken. Alternativen, außer das Fahrzeug auf der Straße abzustellen, gibt es nicht.
Patienten, die mit dem Auto zur Gemeinschaftspraxis oder zur Physiotherapie fahren, müssen sich auf diese Parkplätze beschränken. Alternativen, außer das Fahrzeug auf der Straße abzustellen, gibt es nicht.
Fotos: Nils Dinkel
Tag für Tag dieselbe Prozedur am Ärztehaus an der Altenhundemer Hundemstraße, wo sich eine Praxis mit mehreren Ärzten und eine Physiopraxis befinden: Patienten kommen und gehen. Die meisten davon mit dem Auto. Es gibt jedoch zu wenig Parkplätze. Auch der ein oder andere Anwohner wird zwischenzeitlich zugeparkt. Das Problem ist der Stadt bekannt, deren Handhabe allerdings ist begrenzt.

Ein Problem, das seit Jahren besteht. Nachbarn haben Pöller aufgestellt, um das Parken auf privaten Flächen zu unterbinden. Seitens der Stadt wurde kürzlich an der Hauptstraße ein absolutes Halteverbotsschild aufgestellt, was zur Entschärfung der allgemeinen Problematik an der Straße führen sollte. Doch weiterhin parken jeden Tag Patienten inmitten des Halteverbots. Die Problematik verärgert Patienten und Anwohner zugleich. Die Anwohner, weil die Problematik seit Jahren unverändert bleibt: Sie werden förmlich eingekesselt. Die Patienten sind verärgert, weil Nachbarn auf Konfrontation gehen oder weil die Parkplatzsuche aussichtlos ist. Auch die Autofahrer, die die Hundemstraße befahren, sollten vorsichtig sein: Die Sicht wird durch die parkenden Autos an der Straße behindert. In der Vergangenheit ist es an dieser Stelle der Hundemstraße laut Anwohnern schon mehrfach zu Unfällen gekommen. Ordnungsamt schreibt zahllose "Knöllchen" Immer wieder stockt der Verkehr, weil zeitweise bis zu fünf Autos im Halteverbot stehen. Pkw kommen und fahren im Minutentakt. Kaum wird einer der Parkplätze frei, ist dieser auch schon wieder belegt. „Die Verkehrskommission hat kurzfristig ein absolutes Halteverbotsschild an der Hundemstraße angebracht“, sagt Karten Schürheck, Beigeordneter der Stadt, auf Anfrage von LokalPlus. Das habe aber in erster Linie nichts mit dem Ärztehaus zu tun. „Die Fahrer, die von der Kolpingstraße auf die Hundemstraße fahren wollen, sind in ihrer Sicht behindert, wenn die Bundesstraße zugeparkt ist. Man müsste sich mit den Parteien zusammensetzen und schauen, welche Möglichkeiten es gibt.“ Das Halteverbotsschild diene der Verkehrssicherheit. Deswegen habe die Kommission die Stelle an der Hundemstraße als gefährlich eingestuft.

Seit der Aufstellung des Halteverbotsschildes sei schon eine Vielzahl an Verwarnungen für Parksünder geschrieben worden, teilt Ingo Wirth, Ordnungsamt Lennestadt, mit. Patienten hätten teilweise bis an die Einmündung zur Hundemstraße geparkt. „Am Standort sind ja einige Parkplätze vorhanden. Bei der Vielzahl an Patienten ist es natürlich schwierig. Es könnte auf Parkflächen am Hundem-Lenne-Center oder auf dem Parkplatz beim Tiergeschäft geparkt werden.“ Dort seien ausreichend Parkplätze vorhanden, wo Patienten zwei Stunden lang kostenlos parken können. „Wir können keine weiteren Parkplätze schaffen. Die umliegenden Flächen grenzen in allen Richtungen an Privatflächen an“, sagt Wirth.
Ein Artikel von Nils Dinkel

Bildergalerie: Chaos an fünf Tagen die Woche