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Lennestadt, Lennestadt/Kirchhundem, 1. Juli 2015

Zehn Jugendliche nehmen am „Technik-Camp" teil / Positive Resonanz auf neues Ferien-Angebot

Bis der Roboter läuft

Ferien im „Technik-Camp“
Fotos: Sven Prillwitz
Vom Kabelabzweigkasten über einen Roboter bis hin zur LED-Kurbelleuchte: Zehn Jugendliche aus Lennestadt und Kirchhundem haben am „Technik-Camp“ teilgenommen, das im Informationszentrum der Firma Gustav Hensel in Altenhundem stattfand. An drei Tagen erhielten die Zwölf- bis 14-Jährigen unter fachmännischer Anleitung Einblicke in unterschiedliche technische Berufe – und zwar in Theorie und Praxis.

Das „Technik-Camp“, erstmals in Zusammenarbeit mit einem örtlichen Unternehmen ausgerichtet, war Bestandteil des Ferienspaß-Programms der Stadt (siehe Infokasten). Am Montag, 29. Juni, stand zunächst eine Besichtigung des Unternehmens mit allen Abteilungen auf dem Programm, darunter die Fachbereiche für Konstruktion, Entwicklung und Qualitätskontrolle. Anschließend durften die Jugendlichen erstmals selbst Hand anlegen, als es um Montage, Verdrahtung und Funktionsprüfung von Kabelabzweigkästen ging.
Unter fachmännischer Anleitung fertigten die Jugendlichen am Mittwoch funktionstüchtige LED-Kurbelleuchten an.
Der zweite Tag drehte sich um die Themen Informatik und Robotik: Am Dienstag, 30. Juni, konstruierten die Jugendlichen einen Lego-NXT-Roboter und programmierten diesen selbstständig auf verschiedene Funktionen wie Laufen und Richtungsänderungen. An mehreren Arbeitsstationen, an denen Bohr-, Fräs—und Lötarbeiten vorgenommen wurden, stellten die Zwölf- bis 14 Jährigen schließlich am Mittwoch, 1. Juli, funktionsfähige LED-Kurbelleuchten her.
Das fertige Produkt und die Anleitung: So sahen die LED-Kurbelleuchten hinterher aus.
Die Idee zu dem Angebot hatte Holger Grafe, Personalleiter bei Hensel, gehabt. „Ich finde es wichtig, bei jungen Leuten das Interesse für Technik zu wecken“, sagte Grafe am Mittwoch bei der Vorstellung der Aktion. Mit seinem Vorschlag war er beim Lennestädter Bündnis für Familie auf offene Ohren gestoßen, zumal die Firma Hensel Mitglied des Bündnisses ist. Kooperation von drei Akteuren Als zusätzlichen Kooperationspartner für die Veranstaltung wurde daraufhin auch das „zdi-Netzwerk Technik Mark“ ins Boot geholt. Dabei handelt es sich um einen dezentralen Standort des Vereins Technikförderung Südwestfalen, der jungen Menschen technische Berufe und moderne Technologien näherbringen möchte. Mitarbeiter dieses Netzwerks, Angestellte von Hensel um Personalleiter Holger Grafe und Lehramts-Student Jan-Frederik Heimes für die Stadt Lennestadt betreuten die Jugendlichen.
Die zehn Jugendlichen waren mit Konzentration und Begeisterung am Werk.
„Die Aktion war eine echte Bereicherung für das Ferienprogramm und gleichzeitig eine Win-win-Situation für Kinder, Familien, Kommunen und Unternehmen“, wertete Petra Peschke-Göbel, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Lennestadt, das Projekt als Erfolg. Holger Grafe lobte die Teilnehmer für ihre Begeisterung und zeigte sich zuversichtlich, dass „das sicherlich nicht das letzte Projekt in dieser Richtung“ gewesen sein wird. Angebot zur Orientierung - auch für Mädchen Im August findet ein zweiter Kurs zum Thema Technik statt, für den laut Petra Peschke-Göbel noch ein paar freie Plätze zu vergeben sind. Und die idealerweise auch von Mädchen in Anspruch genommen werden. „Wir möchten generell den Horizont in der Berufswahl erweitern und gerade auch Mädchen die Möglichkeit geben, abseits der gängigen weiblichen Berufe Erfahrungen zu sammeln, auch im technischen Bereich“, erklärte Peschke-Göbel.
Das Ferienspaß-Programm
• Seit 2002 bietet das Lennestädter Bündnis für Familie in den Sommer- und Herbstferien verschiedene Aktionen für Kinder und Jugendliche in Lennestadt und Kirchhundem an.

• Das HANAH-Servicebüro für Familien und Senioren organisiert und koordiniert die Veranstaltungen.

• Für die Sommerferien stehen rund 80 Angebote zur Auswahl, an denen sich unterschiedliche Akteure beteiligen, darunter Feuerwehr und DLRG, Kirchengemeinden und Sportvereine sowie die OT Grevenbrück und Einzelpersonen.

• Von den insgesamt 1250 Teilnehmerplätzen sind noch ein paar zu vergeben. Kontakt und weitere Informationen: Telefon 027 23 / 608 - 220

Ein Artikel von Sven Prillwitz

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