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Lennestadt, 28. November 2017

Online-Voting läuft

Anne Grebe bewirbt sich für Schlittenhunde-Tour durch die Arktis

Aktivurlaub statt Pauschalreisen mit All-Inclusive-Service: Anne Grebe ist gern in der Natur unterwegs, nahm im Juni sogar an einer 24-Stunden-Wanderung in Bayern teil.
Aktivurlaub statt Pauschalreisen mit All-Inclusive-Service: Anne Grebe ist gern in der Natur unterwegs, nahm im Juni sogar an einer 24-Stunden-Wanderung in Bayern teil.
Foto: privat
Altenhundem. Fünf Tage mit Schlittenhunden durch 300 Kilometer arktische Wildnis – und das bei Temperaturen im zweistelligen Minusbereich: Auf dieses Abenteuer am Polarkreis hofft Anne Grebe. Dafür braucht die 34-Jährige aus Altenhundem aber noch jede Menge Klicks.

Ihr Bruder Manuel war ein Auslöser für ihre Idee. Im vergangenen Jahr hatte er sich über die Homepage des schwedischen Outdoor-Ausrüsters „Fjällräven“, der die Tour organisiert und sponsert, für die Expedition beworben – mit Erfolg: Beim Online-Voting erhielt er deutschlandweit die meisten Stimmen und durfte an den Polarkreis reisen (LokalPlus berichtete). Nach seiner Rückkehr habe ihr Bruder „total begeistert“ davon erzählt, von einem „einmaligen Erlebnis“ gesprochenund von den Polarlichtern geschwärmt, sagt Anne Grebe. 

Seine Erzählungen hätten sie an ihre Kindheit erinnert – und an einen früheren Auslöser. „Als ich nachts nicht schlafen konnte, habe ich ein Buch gelesen, in dem es um Schnee und Schlittenhunde ging. Damals habe ich mir dann gedacht, dass ich auch mal gerne mit einem Hundeschlitten durch eine Winterwunderlandschaft fahren möchte“, sagt die 34-Jährige. Diesen Gedanken von damals möchte sie jetzt, genauer gesagt im April 2018, wahr werden lassen. Abstimmung läuft bis zum 14. Dezember Dafür braucht die Fachfrau für Versicherungen und Finanzlagen allerdings noch reichlich Unterstützung – und zwar in Form von Mausklicks: Wie in den Vorjahren auch müssen sich Interessenten für das Arktis-Abenteuer bewerben, indem sie auf einer Homepage des Outdoor-Ausrüsters ein Profil anlegen, in dem sie sich mit Bild und Text kurz vorstellen und erklären, warum sie den Ausflug zum Polarkreis gewinnen sollten. Hunderte Personen aus aller Welt haben sich beworben. Die Profile sind öffentlich einsehbar, die Kandidaten können gezielt gesucht werden. Wer für einen der Kandidaten abstimmen will, kann das einmalig tun. Voraussetzung dafür ist ein Facebook-Account.
Ihren Hund Puschkin bezeichnet Anne Grebe liebevoll als weißes Plüschmonster. Obwohl Samojeden als Schlittenhunde-Rasse gelten, wird sie ihren siebenjährigen Vierbeiner im Erfolgsfall aber nicht mit zum Polarkreis nehmen.
„Fjällräven“ hat zehn Bewerber- bzw. Landesgruppen definiert, in denen jeweils zwei Plätze vergeben werden : Der Bewerber mit den meisten Stimmen hat sein Ticket für die Expedition automatisch sicher. Und: Je einen weitere Kandidaten wählt eine Jury anhand der Profile aus. Anne Grebe belegt derzeit mit 495 Stimmen Platz elf in der „Region GAS“ (Stand: 28. November, 16.45 Uhr), in der Deutschland, Österreich und die Schweiz zusammengefasst sind. Das Online-Voting läuft bereits und endet am 14. Dezember. Castingshow in der Arktis? Auf ihrem Profil bezeichnet sich Anne Grebe in englischer Sprache als Bewunderin „der Schönheit und der Wunder der Natur – des Platzes, an dem ich mich frei fühle und Inspiration finde, um stärker zu werden“. Außerdem stellt sich die 34-Jährige als humorvolle Person und gute Zuhörerin vor, die ein offenes Ohr für ihre Mitmenschen hat. Und einen Vorschlag, wie man Abwechslung in eiskalte Nächte in der Arktis bringt, hat Anne Grebe auch: eine Castingshow für das größte Gesangstalent am Polarkreis. Als Sängerin der Tanzband „Bubis Brass Band Heid“ bringt sie die erforderlichen Qualifikationen und Kenntnisse dafür gleich mit.
Ein Artikel von Sven Prillwitz

Bildergalerie: Anne Grebe bewirbt sich für Schlittenhunde-Tour durch die Arktis