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Lennestadt, 06. Juli 2017

Einzelhändler teilweise unzufrieden

Altenhundem: Bauarbeiten „In den Höfen“ dauern bis Dezember

In Altenhundem wird der Platz „In den Höfen“ umgestaltet. Die Bauarbeiten sollen noch bis Dezember andauern.
In Altenhundem wird der Platz „In den Höfen“ umgestaltet. Die Bauarbeiten sollen noch bis Dezember andauern.
Foto: Christine Schmidt
Altenhundem. Vor rund drei Wochen hat sich der Platz „In den Höfen“ im Kern von Altenhundem in eine Baustelle verwandelt. Die Stadt Lennestadt teilt auf Nachfrage mit, dass die Bauarbeiten bis zum 15. Dezember abgeschlossen sein sollen. Die anliegenden Einzelhändler sind gespalten: Die einen beklagen bereits Umsatzeinbußen, während die anderen mit der Situation eher gelassen umgehen.

Der komplette Platz soll neu gestaltet werden, erklärte Peter Quinke von den Stadtwerken Lennestadt. Bislang war es möglich, mit dem Pkw durch den Bereich zu fahren. Das soll nun geändert werden, so Quinke weiter. „In den Höfen“ soll ein verkehrsberuhigter Bereich entstehen. Mit dem Auto soll es dann nicht mehr möglich sein, den Platz wie bislang üblich zu umrunden. Stattdessen soll hier eine Art Sackgasse entstehen. Bis zur Pizzeria „Mini Capri“ können Fahrzeuge fahren.

In Zukunft komme den Fußgängern „In den Höfen“ eine höhere Berechtigung zu, so Quinke. Außerdem soll ein Spielbereich entstehen, in dem Bänke unter den Bäumen zum Verweilen einladen. Aus dem Bebauungsplan geht hervor, dass in Zukunft nur noch neun Parkplätze in dem Bereich zur Verfügung stehen werden. Die erhöht liegende Geschäftszeile bleibt über eine Treppe mit dem tiefer liegenden Platz verbunden; allerdings sollen die Stufen künftig über den Großteil der kompletten Zeile nach unten reichen. Neuer SpielbereichAuf die Einzelhändler und Gastronomen und deren Umsatz wirkt sich die Baustelle unterschiedlich aus. Das "In den Höfen" beliebte Schlendern oder Sitzen mit einem Eis in der Hand fällt seit Baustellenbeginn auf jeden Fall weg. Dass die Kunden wegbleiben, merkt auch Peter G. Beuth von „Hello-Toys“. Er sagt, dass ihm schon einige Käufer fehlen, „bestimmt 20 Prozent“. Ganz zufrieden sei er mit der ganzen Situation daher nicht. Zwar sei sein Geschäft durch zwei Eingänge gut erreichbar, aber Beuth fühlt sich von der Stadt Lennestadt etwas allein gelassen. Er würde sich von der Verwaltung Hilfe wünschen, beispielsweise in Form von Beschilderungen und Weghinweise.

Stephanie Tewes von „Betten:Meyer“ hingegen sieht in der Baustelle kein Problem. „Wir haben immer noch gut zu tun“, so Tewes. Für sie sei die Situation nicht schlimm, auch wenn es zwischendurch mal lauter werde. „Man kann sich über alles ärgern, aber ich sehe das positiv. Am Ende wird der Platz auch schön aussehen“, sagt Tewes.
Das Haarstudio Mert sieht die Situation nicht ganz so locker: Der Frisörmeister will kommende Woche eröffnen und glaubt, dass es wegen der Baustelle schwer werden könnte, neue Kunden auf sein Geschäft aufmerksam zu machen. Sechs Monate Baustelle seien einfach zu viel, so Mert.

Baki Gashi, Besitzer der Pizzeria „Mini Capri“, erklärt lachend, dass die Stammkunden ihren Weg in das Restaurant schon finden würden. „Das Projekt muss fertig werden, und die Arbeiter geben schon ihr Bestes. Man sollte nicht immer soviel meckern“, meint Gashi.

Anders sieht es da beim Schlüsseldienst von Peter Kremer aus. „Die Kunden bleiben weg, das ist klar. Wenn die Leute nicht direkt vor der Tür parken können, kommen sie auch nicht“, erklärt Kremer. Dennoch hat der Einzelhändler aber Verständnis dafür, dass die Arbeit gemacht werden muss.
Ein Artikel von Christine Schmidt

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