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Lennestadt, 23. September 2017

Was ist am MK eigentlich so besonders? LP hat nachgefragt

50 Jahre Maria Königin: Schüler, Lehrer und Ehemalige im Gespräch

Das Gymnasium Maria Königin feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Höhepunkt im Jubiläumsjahr ist das große Schulfest am Sonntag, 24. September, das um 10 Uhr mit einem Gottesdienst beginnt.
Das Gymnasium Maria Königin feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Höhepunkt im Jubiläumsjahr ist das große Schulfest am Sonntag, 24. September, das um 10 Uhr mit einem Gottesdienst beginnt.
Symbolfoto: Nils Dinkel
Altenhundem. 50 Jahre Gymnasium Maria Königin - 50 Jahre „Lernen – Leben – Glauben – Helfen“. Grund genug für LokalPlus, bei Schülern, Lehrern und Ehemaligen einmal nachzufragen: Was ist für Euch und für Sie eigentlich das Besondere am Maria Königin?

Die FünftklässlerinSina Funke, Cobbenrode, Klasse 5: Ich wollte schon immer auf diese Schule, weil ich oft gehört habe, dass sie sehr gut sein soll und die Lehrer und Schüler hier sehr nett sind. Am Tag der offenen Tür hat es mir richtig gut gefallen.

Die ersten Wochen waren bisher sehr schön. Ich hatte erst etwas Angst, aber dann hat es mir hier immer besser gefallen. Ich habe gemerkt, dass die Schule supertoll ist. Ich habe auch schon viele Freunde gefunden. Es gibt hier um die Schule herum auch sehr viel Platz, wo man sich in den Pausen aufhalten kann.
Sina Funke aus der Klasse 5a.
Mir gefällt, dass die Lehrer so nett sind und dass man hier so viel Platz zum Lernen hat. Es gibt auch eine Bäckerei hier. Sehr schön ist auch der Selbstlernbereich in der Mediothek und dass die Schule eine eigene Kirche hat. Mir gefällt nicht so gut, dass wir schon acht Stunden haben. Aber sonst ist hier alles super.

Der AbiturientLukas Hellermann, Abitur 2017: Meine Zeit am Gymnasium Maria Königin dauerte als Seiteneinsteiger nur drei Jahre. Dennoch kann ich sagen, dass diese Zeit mich sehr geprägt hat. Es ist nicht alles gradlinig und ohne Ärger verlaufen, doch im Gesamten betrachtet war es eine sehr schöne Zeit, an die ich mich mit einem Lächeln im Gesicht zurückerinnere. 

Durch das Abitur haben wir gute und spezielle Werkzeuge in die Hand gelegt bekommen, um unsere eigenen Ziele zu verfolgen. Für mich stand schon seit der Kindheit fest, dass ich Medizin studieren möchte. Diesbezüglich war das Abitur ein weiterer und wichtiger Schritt auf meinem Weg in Richtung Studium. Ich fühle mich gut vorbereitet und bin voller Enthusiasmus im Blick auf meine Zukunft.
Abiturient Lukas Hellermann.
Was ich am Maria Königin wirklich zu schätzen wusste, war bei einigen Lehrern die individuelle Unterstützung und Bereitschaft, nicht immer stur nach dem Lehrplan zu unterrichten.  Dies weckte Interesse und half einem beim weiteren Verstehen. Zudem hat Maria Königin eine persönliche Atmosphäre, die nahezu familiär wirkt. Ebenso habe ich immer die Gewissheit gehabt, bei Sorgen und Nöten ein offenes Ohr zu finden, auch unabhängig vom Lernstoff.

Alles in Allem lässt sich letzten Endes nur sagen: Ich bin ich stolz, mein Abitur am MK erworben zu haben. 

Die LehrerinMiriam Wirtz, Lehrerin für Mathematik und Religion seit 2011: Das Maria Königin zeichnet sich besonders durch ein sehr gutes Miteinander der Lehrer untereinander und vor allem zwischen Lehrern und Schülern aus. Deshalb passt auch das Schulfestmotto: „Lernen – Leben – Glauben – Helfen“ perfekt. Die vier Bereiche werden miteinander erlebt:
  • Lernen ist klar, wir sind ja eine Schule.
  • Helfen, weil man Hilfe bekommen kann, wenn man sie braucht. Ich weiß, dass ich mich, wenn Schwierigkeiten oder Probleme auftauchen, auf meine Kollegen verlassen kann.
  • Glauben ist ein zentraler Punkt. Auch ohne die Anwesenheit der Patres im Klostertrakt sind wir eine katholische Schule, mit Morgengebet, regelmäßigen Gottesdiensten und dem Anspruch, das christliche Prinzip der Nächstenliebe umzusetzen.
  • Leben – das ist schon schwieriger zu beschreiben. Ich glaube für viele Kollegen sind die Schule und das Schulleben eine Herzensangelegenheit. So kommt es, dass zum einen die Schüler im und neben dem Unterricht viele Möglichkeiten haben miteinander Spaß zu haben, und zum anderen auch die Lehrer gerne gemeinsame Aktivitäten planen und durchführen. Viele Kollegen sind eben nicht nur Kollegen, sondern Freunde geworden.
Lehrerin Miriam Wirtz.
Die EhemaligePetra Hennemann, Abitur 2006: Das Gymnasium Maria Königin hat einen ganz besonderen Spirit, den ich als sehr familiär und beschützend empfand. Interessanterweise sind auch viele der ehemaligen Schüler ähnlich durch die Schule und diesen besonderen „MK-Spirit“ geprägt worden. Das konnte man auf der Ehemaligenfete dieses Jahr sehr gut erleben: Man kam mit vielen Ehemaligen direkt ins Gespräch.

Ich persönlich habe an Maria Königin sehr viele Erfahrungen und Erinnerungen sammeln können, an die ich noch gerne zurückdenke. So habe ich bei diversen Musikveranstaltungen mitgewirkt, unter anderem bei dem Musicial „Band in Palace“. Ein absolutes Highlight war für mich die Fahrt nach Brasilien mit insgesamt zehn Schülern und unserem Lehrer Werner Liesmann. Dort haben wir vor Ort Entwicklungshilfe geleistet und bekamen hautnah mit, wo die Spenden von Servir konkret landen.
Petra Hennemann, ehemals Schülerin am MK, heute Geschäftsführerin von LokalPlus.
Für mein weiteres Leben nach der Schule hat mich die Schule auf jeden Fall vorbereitet. Vielleicht nicht unbedingt auf Basis von konkretem Lernmaterial, weil dies weitestgehend auch auf anderen Schulen gleich ist, aber vielmehr persönlich und sozial.
Ein Artikel von Kerstin Sauer

Bildergalerie: 50 Jahre Maria Königin: Schüler, Lehrer und Ehemalige im Gespräch