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Lennestadt, 25. Juni 2017

Siebter Künstler- und Hobbymarkt in Meggen

50 Aussteller präsentieren Selbstgemachtes im Galileo-Park

Hobbyschmied René Schrinner zeigte im Galileo-Park sein Können.
Hobbyschmied René Schrinner zeigte im Galileo-Park sein Können.
Foto: Ina Hoffmann
Meggen. Der siebte Künstler- und Hobbymarkt im Galileo-Park am Sonntag, 25. Juni, war trotz durchwachsenen Wetters ein voller Erfolg. Zahlreiche Besucher erkundeten die liebevoll gestalteten Stände, die auf den Wegen und Plätzen rund um die Sauerland-Pyramiden zum Stöbern einluden.

Gut 50 Hobbykünstler sind gekommen, um ihre selbstgemachten Kunstwerke im Galileo-Park zu präsentieren. „Die Resonanz ist wirklich toll. Die Aussteller kommen nicht nur aus dem Kreis Olpe, sondern auch aus dem Märkischen und dem Hochsauerlandkreis. Es kamen so viele Anfragen, dass wir gar nicht allen Künstlern zusagen konnten“, so Yvonne Hennecke, Werbeleiterin des Parks.

Honig, Marmeladen, Taschen, Florales, Schmuck, Holzarbeiten und vieles mehr: Alles, was an den liebevoll gestalteten Verkauffständen angeboten wird, ist selbstgemacht. So, wie die Dekoartikel, die Heidi Beul aus Naturschiefer und Eichenholz anfertigt. Alles begann mit einem Herz: „Mein Mann ist Zimmermann und arbeitet auch oft mit Schiefer. Eines Tages hat er mir ein Herz geschenkt. Das fand ich so toll, dass ich ihn bat, noch mehr davon zu machen. Irgendwann wurde ihm das zu viel und er meinte, ich könnte das selbst lernen“, erinnert sich die Drolshagenerin.

So nahm sie vor zwei Jahren zum ersten Mal den Schieferhammer in die Hand und lernte, wie sie die Platten mit Hammer und Haubrücke so bearbeitet, dass Formen daraus entstehen. Inzwischen stellt die Hobbykünstlerin in ihrer Freizeit Hausnummern, Figuren und Dekoartikel her und präsentiert diese inzwischen schon zum zweiten Mal auf dem Markt im Galileo-Park.
Heidi Beul fertigt Dekoartikel aus Naturschiefer.
Auch Beate Schulte aus Fretter bietet zum zweiten Mal ihre selbstgemachten Waren beim Künstler- und Hobbymarkt an. An ihrem Stand finden sich Näh-, Häkel- und Holzarbeiten. Vor fünf Jahren begann die gelernte Damenschneiderin Taschen, Portmonees, Schlüsselanhänger, Kissen und vieles mehr nicht nur für sich selbst zu nähen.

„Lange Zeit galt Nähen als unmodern - etwas, das nur alte Leute machen. Aber als es dann immer mehr Stoffe mit modernen Mustern gab und Selbstgemachtes wieder zum Trend wurde, fragten mich viele Bekannte, wo ich meine Kissen oder ähnliches gekauft hätte. Da fing ich an, auch für andere zu nähen“, erinnert Beate Schulte sich zurück.Aus Baustahl werden NägelIm Schatten der Pyramiden zeigt Hobby-Schmied René Schrinner sein Können: Auf dem transportablen Schmiedefeuer erhitzt er Baustahl und fertigt daraus vor seinen interessierten Zuschauern Nägel. Im wahren Leben ist er Bohrpilot für Spezial-Bohrmaschinen. Doch schon seit seiner Jugend schmiedet der Niedermarper in seiner Freizeit Kerzenleuchter, Ofenbestecke und vieles mehr.

„Bei meinem Großvater in der Werkstatt habe ich vor 35 Jahren zum ersten Mal etwas selbst geschmiedet. Und das hat mir gleich großen Spaß gemacht“, erinnert er sich. Inzwischen zeigt er schon zum siebten Mal im Galileo-Park sein Hobby und tauscht sich mit seinen Zuschauern aus.
Während die Eltern durch den Park schlendern und die Waren in Augenschein nehmen, gibt es auch für die Kinder einiges zu erleben: Die Nasenbären und Kattas werden gefüttert, die Alpakas der Laki-Ranch werden von den kleinen Besuchern eine Runde durch den Park geführt und im Paläontologischen Abenteuerspielplatz werden sie zu Archäologen: „Hier können die Kinder mit Schaufel und Eimer in einem großen Sandkasten die Knochen eines Iguanodons  finden. Dann gilt es den Fundort zu beschreiben und die richtige Stelle im Skelett an der Schautafel zu finden“, erklärt Yvonne Hennecke.
Ein Artikel von Ina Hoffmann

Bildergalerie: 50 Aussteller präsentieren Selbstgemachtes im Galileo-Park