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Kreis Olpe, Kreis Olpe, 18. Februar 2016

Polizei registriert 407 Delikte mehr als 2014 / Vier Verkehrstote

Zahl der Verkehrsunfälle nimmt zu

Zahl der Verkehrsunfälle gestiegen
Symbolfoto: Sven Prillwitz
Auf den Straßen im Kreis Olpe hat es im vergangenen Jahr häufiger gekracht als noch 2014: Die Polizei registrierte 4358 Verkehrsunfälle, was eine Steigerung von 407 Delikten (10,3 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Das geht aus dem Bericht zur Verkehrsunfallentwicklung hervor, den die Kreispolizeibehörde jetzt veröffentlicht hat.

Unfälle, bei denen Personen verletzt wurden, stiegen von 379 Fällen auf 419 und nahmen damit um 10,55 Prozent zu; die Anzahl der Sachschäden infolge von Unfällen erhöhte sich um 10,94 Prozent auf insgesamt 3104. Im vergangenen Jahr kamen insgesamt vier Menschen und damit doppelt so viele wie im Vorjahr bei Verkehrsunfällen ums Leben.

Ein Fahrer eines Leichtkraftrads, ein Fußgänger und zwei Motoradfahrer verstarben im Jahr 2015. Insgesamt konstatierte die Polizei auch in der Kategorie „Verunglückte“, in der Tote sowie Schwer- und Leichtverletzte geführt werden, einen Anstieg um 32 auf insgesamt 524 Personen. Das entspricht einer Steigerung von 6,5 Prozent im Vergleich zu 2014, als 492 Menschen bei Verkehrsunfällen verletzt wurden oder starben. Insgesamt bewegt sich die Zahl der Verkehrstoten im Kreis weiter auf einem niedrigen Niveau. Der letzte Höchstwert stammt aus dem Jahr 2007, als 15 Verkehrsteilnehmer ihr Leben ließen. Zahl der Unfallfluchten nimmt zu Einen Anstieg verzeichnete die Polizei auch bei Unfallfluchten. In 785 Fällen (+ 6,8 Prozent) entfernten sich Verursacher unerlaubt vom Unfallort. Während die Ordnungshüter knapp drei Viertel aller Unfallfluchten, bei denen Personen zu Schaden kamen, im Jahr 2015 aufklärten (72,5 Prozent), liegt die Quote bei Sachschäden deutlich geringer: In jedem zweiten Fall (49,04 Prozent) ermittelten die Beamten den Verursacher.

Weitere Zahlen

Kradfahrer: Die Anzahl der Schwerverletzten stieg im Vergleich zum Vorjahr um vier, die der Leichtverletzten um 6 Personen. Dazu kommen zwei Verkehrstote. Damit erhöhte sich die Zahl der Verkehrsunfälle, bei den Fahrer von Motorrädern oder Mofarollern verletzt oder getötet wurden, von 61 auf 73.

Kinder: Insgesamt 30 Kinder verletzten sich 2015 auf den Straßen im Kreis Olpe als aktive und passive Verkehrsteilnehmer, drei davon schwer. 2014 hatte die Polizei 44 verletzte Kinder registriert.

Junge Erwachsene (18 bis 24 Jahre): In der sogenannten „Problemgruppe“ nahm die Zahl der Leichtverletzten zu (von 67 auf 91) bzw. bei den Schwerverletzten ab (von 26 auf 20). Insgesamt erhöhte sich die Zahl der Verunglückten auf 111, nachdem es 2014 93 gewesen waren. Unfallursache Nummer eins war in 23 Fällen überhöhte Geschwindigkeit, gefolgt von zu geringem Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug (20 Fälle).

Begleitetes Fahren: Insgesamt 984 Führerscheine wurden im vergangenen Jahr an 17-jährige Fahranfänger ausgestellt. Ein Fahranfänger dieser Rubrik verursachte einen Verkehrsunfall mit einem Leichtverletzten; in zwei Fällen handelte es sich um sogenannte „Bagatellunfälle“.

Vergleich der Kommunen: Die meisten Unfälle mit Personenschaden wurden in Attendorn registriert (112). Dreistellig ist die Anzahl auch in der Kreisstadt Olpe (108). Knapp darunter liegt Lennestadt (91). Es folgen Wenden (75), Finnentrop (68) und Kirchhundem (45). Die wenigsten Unfälle, bei denen Personen zu Schaden kamen, ereigneten sich in Drolshagen (25).
Ein Artikel von Sven Prillwitz

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