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Kreis Olpe, 10.01.2021

Zu Besuch bei der Autobahnmeisterei Freudenberg

Winterdienst: Die Mischung macht’s - fundierte Wetterdaten plus Bauchgefühl

Oftmals lebenswichtig: Der Winterdienst auf den Autobahnen.
Oftmals lebenswichtig: Der Winterdienst auf den Autobahnen.
Autobahn Westfalen
Kreis Olpe/Freudenberg. Es ist kurz vor 16 Uhr und der Blick aus dem Fenster ist kaum hilfreich. Bereits seit dem frühen Nachmittag soll Schnee fallen - das sagen zumindest die Wetterprognosen. Und auch für den frühen Abend ist Niederschlag vorhergesagt. Doch noch ist es ruhig. Christoph Heer, Betriebsdienstleiter bei der Autobahnmeisterei Freudenberg, muss eine Entscheidung fällen - es wird nicht die letzte an diesem Tag gewesen sein.

Die Organisation des Winterdienstes gehört von Mitte Oktober bis Ende März zum täglichen Geschäft der 18 Autobahnmeistereien der Autobahn Westfalen. „Keine Frage, man muss ganz schön flexibel sein, wenn man angemessen auf die Wetterlage reagieren will und gleichzeitig die Arbeits- und Ruhezeiten der Kollegen im Blick behalten muss“, erzählt Heer.

Für die Zeit außerhalb der regulären Arbeitszeiten gibt es Bereitschaftspläne. Die wurden schon im Sommer erstellt. Jeder Mitarbeiter weiß, wann es ihn treffen kann. Für insgesamt 1370 Kilometer Autobahn ist die Niederlassung Westfalen der neu gegründeten Autobahn GmbH des Bundes zuständig. Die Autobahnmeisterei Freudenberg kümmert sich mit fünf Streufahrzeugen und insgesamt 24 Mitarbeitern um 70 Kilometer Fahrstrecke - zwischen Drolshagen bis Haiger-Burbach (A45) und Krombach bis Eckenhagen (A4) sind Heer und sein Team zuständig.

440 Straßenwärter sind rund um die Uhr im Einsatz

Bereits im Sommer wurden die Salzvorräte im Einzugsbereich der Autobahn Westfalen aufgefüllt. Insgesamt lagern 33.000 Tonnen in 47 Salzhallen und fünf Silos. Rund 440 Mitarbeiter sind 24 Stunden im Winterdienst-Einsatz, um die Autobahnen von Schnee und Eis zu befreien.


„Unsere Mitarbeiter sorgen mit großem Engagement und persönlichem Einsatz rund um die Uhr für freie Fahrt auf den Autobahnen - und das vom niedersächsischen Emsland über das Ruhrgebiet bis hinunter ins nördliche Hessen“, so Niederlassungsleiterin Elfriede Sauerwein-Braksiek.

Sie habe größten Respekt vor der Leistung der Straßenwärter. „Gerade bei schlechten Witterungsverhältnissen ist der Job sehr anstrengend und gefährlich“. Deshalb appelliert sie an die Verkehrsteilnehmer: „Fahren Sie vorsichtig, bilden Sie eine Gasse für die Räumfahrzeuge und halten Sie immer Abstand“.

Wettersonden liefern zahlreiche Parameter

Die Winterdienst-Zentrale in Hamm ist zuständig für die komplette Autobahn Westfalen. Die Mitarbeiter dort haben die Wetterlage rund um die Uhr im Blick und informieren die Autobahnmeistereien, wenn Glätte oder Schnee absehbar sind.

Neben einem Programm des Deutschen Wetterdienstes greifen sie auf Daten zahlreicher Wettersonden zu, die entlang der Autobahnen verteilt sind. Belagstemperatur, Taupunkt, Niederschlag, Straßenzustand und Lufttemperatur - das alles sind Parameter, die Aufschluss über den Zustand der Autobahnen draußen vor Ort geben und Entscheidungshilfen sind.

Daten des Deutschen Wetterdienstes geben wichtige Hinweise beim Einsatz von Streufahrzeugen.

„Gerade entlang der A45 sind diese Messwerte extrem wichtig, denn wir haben es hier mit einer außergewöhnlichen Topografie zu tun“, weißt Christoph Heer. Zwischen Drolshagen und Haiger-Burbach liegen zahlreiche Höhenmeter. Hinzu kommen besondere Tallagen und viele Brücken, auf die ein besonderer Blick geworfen werden muss. Die höchsten Punkte im Gebiet der Autobahn Westfalen sind die Talbrücke Sichter bei Meinerzhagen (530 Meter über NN) und die Kalteiche bei Haiger Burbach (504 Meter über NN).


In Sachen Wetterprognose vertraut Christoph Heer aber auch auf sein Bauchgefühl. Lange Jahre hat der 41-Jährige als gelernter Straßenwärter selbst „auf dem Bock“ gesessen und kann auf einige Berufsjahre zurückblicken. Heer: „Es kommt tatsächlich selten vor, dass eine falsche Entscheidung getroffen wird, zumal wir uns ja mit unserer Winterdienst-Zentrale absprechen“.

Winterdienst-Zentrale in Hamm informiert die Nachtbereitschaft

Zurück in Freudenberg. Es ist mittlerweile 16.30 Uhr. Christoph Heer belässt die Mitarbeiter im Tagdienst, die eigentlich jetzt Feierabend haben. Sicher ist sicher. Das sieht auch die Winterdienst-Zentrale in Hamm so. Christoph Herr lässt die Pflüge aufziehen; gegen 19.30 Uhr ist immer noch nichts von der weißen Pracht zu sehen und so entscheidet der 41-Jährige, den Tagdienst nun endgültig nach Hause zu schicken.

Um 1.45 Uhr wird dann Pedro Daub von der Nachtbereitschaft aus dem Schlaf gerissen. Er ist heute der so genannte „Handyman“ - also der Bereitschaftsführer. Die Winterdienst-Zentrale meldet Reifglätte auf der „Königin der Autobahnen“. Der 56-jährige Straßenwärter ruft vier weitere Kollegen der Nachtbereitschaft an und nur eine halbe Stunde später heißt es: „Rein in die Streufahrzeuge und ab auf die Autobahn“. Bis zum Beginn des Tagdienstes sorgen die fünf nun dafür, dass die Menschen sicher durch die Nacht kommen.

(LP)

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