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Kreis Olpe, 22. Juni 2017

Appell an Bürger: „Bei Entdeckung eines Feuers sofort reagieren“

Warnung vor erhöhter Waldbrandgefahr im Kreis Olpe

Ferdinand Funke, Vorsitzender der Olper Waldbauern, erklärt, wie man sich im Wald zu verhalten hat.
Ferdinand Funke, Vorsitzender der Olper Waldbauern, erklärt, wie man sich im Wald zu verhalten hat.
Foto: Luetke Hockenbeck Bernadette
Kreis Olpe. Nachdem durch die anhaltende Trockenheit im Kreis Olpe die Waldbrandgefahr deutlich gestiegen ist, warnen die Waldbesitzer vor fahrlässigem Verhalten. Ferdinand Funke, Vorsitzender der Olper Waldbauern: „Angesichts anhaltender Trockenheit und hoher Temperaturen sollten Waldbesucher besonders vorsichtig sein.“

Funke weiter: „Waldbrände gefährden sowohl Menschenleben wie auch die Existenz von Waldbauern und Forstbetrieben.“ Funke weist  darauf hin, dass ein Wald, der durch einen Brand beschädigt oder vernichtet wurde, nicht zu ersetzen sei: „Wälder wachsen über Generationen. Daher braucht es viele Jahrzehnte, bis ein zerstörter Wald wieder nachgewachsen ist.“

Ein großer Teil der Waldbrände sei auf leichtsinniges Verhalten oder sogar Brandstiftung zurückzuführen. So weisen die Waldbauern  darauf hin, in Tagen anhaltender Trockenheit besondere Vorsicht und Aufmerksamkeit walten zu lassen. So solle darauf geachtet werden, beim Spaziergang durch den Wald selbst keinen Brand zu verursachen und etwa Zigaretten zuhause zu lassen. Grillfeuer nur an offiziellen Plätzen Der Waldbauernverband macht bei dieser Gelegenheit deutlich, dass auch im Wald Gesetze und Regeln gelten. Dazu zähle, dass man ein Grillfeuer nur an offiziellen, fest eingerichteten Feuerstellen entzünden darf und danach das Feuer ständig kontrollieren muss.

Bei offenem Feuer außerhalb des Waldes muss man einen Mindestabstand von 100 Metern zum Waldrand einhalten. Und ganz wichtig: Zwischen dem 1. März und dem 31. Oktober gilt bundesweit in allen Wäldern absolutes Rauchverbot. Zeihe: „Wer sich an diese Regeln hält, riskiert keinen Waldbrand.“ Feuerwehr alamieren Außerdem solle man in diesen Tagen besonders aufmerksam sein und sofort reagieren, wenn der Ansatz eines Brandes entdeckt wird. Dann müsse sofort die Feuerwehr alarmiert werden.

Alexander Zeihe nennt die Punkte, die die Feuerwehr zur Einschätzung der Lage unbedingt wissen muss: „Nach dem 112-Wählen kommt es auf präzise Antworten auf vier Fragen an: Wo brennt es? Brennen Böden oder Bäume? Sind Menschen oder Gebäude in Gefahr? Von welcher Stelle aus wird angerufen?“ Ist die Feuerwehr an der Brandstelle angekommen, werde sie von ortskundigem Forstpersonal unterstützt.
(LP)

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