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Kreis Olpe, 07. Januar 2017

Gedenkveranstaltung

Waldbauern denken zurück an Orkan „Kyrill“

Waldbauern denken zurück an Orkan „Kyrill“
Symbolfoto: Sven Prillwitz
Kreis Olpe. Vor zehn Jahren fegte der Orkan „Kyrill“ über Europa, der auch in Nordrhein-Westfalen und im Sauerland zahllose Schäden anrichtete. Allein in NRW kamen sechs Menschen ums Leben, große Waldflächen wurden zerstört und der Schaden ging in Milliardenhöhe. Dieser Ereignisse gedenken möchte der Waldbauernverband NRW am Dienstag, 17. Januar, ab 11 Uhr in der Kirche St. Walburga in Meschede.

Ferdinand Funke aus dem Kreis Olpe, stellvertretender Vorsitzender des Waldbauernverbandes NRW, lädt alle Waldbauern aus dem Kreis Olpe zur Teilnahme an dieser Gedenkveranstaltung ein. Anschließend wird um 12 Uhr zur „Waldbauernsuppe“ im Hotel am Hennedamm in Meschede geladen. 

Der Waldbauernverband fasst die Ereignisse von vor zehn wie folgt zusammen: „Wenn es im Januar in unseren Breiten ungewöhnlich warm ist und dann kalte Polarluft dazu strömt, ist Sturm vorprogrammiert. Diese Wetterbedingungen herrschten im Januar 2007, als sich über dem Nordatlantik warme und kalte Luftmassen trafen und gleich zwei Tiefdruckgebiete ausbildeten. Orkanböen halten drei Tage an Am 15.1.07 folgten die ersten Unwetterwarnungen. Allerdings waren zu dieser Stunde weder der genaue Verlauf noch die Schwere der Stürme abzusehen. Das erste Tiefdruckgebiet, Jürgen, erreichte Nordrhein-Westfalen mit ausgiebigen Regenfällen am Mittwoch, den 17.1.07 Es war aber nur der Vorbote für das verheerende Orkantief "Kyrill", das Nordrhein-Westfalen am 18. Januar 2007 erschütterte. Im Laufe der Nachmittags- und Abendstunden zog die Kaltfront "Kyrills" von Nordwest nach Südost und wütete bis zum 19. Januar über ganz Deutschland.

Europa und insbesondere die Mitte Deutschlands hatten fast drei Tage lang unmittelbar mit den Orkanböen zu kämpfen. Brücken und Autobahnen wurden gesperrt, Straßen waren unpassierbar. Flugzeuge blieben am Boden und die Deutsche Bahn stellte auf dem gesamten Streckennetz den Bahnverkehr ein. In vielen Schulen fiel der Unterricht ganz oder teilweise aus. Über eine Millionen Menschen waren zeitweilig ohne Strom.

In Nordrhein-Westfalens Wäldern fielen rund 12 Millionen Festmeter Holz in wenigen Stunden, später kamen erhebliche Mengen durch Aufarbeitung und Folgeschäden hinzu. Existenzgrundlagen wurden vernichtet. Der Sturm forderte europaweit 47 Todesopfer.“
Anmeldung
Der Waldbauernverband bittet als Organisator um Anmeldung unter Tel. 0211/1799835 oder per E-Mail an info@waldbauernverband.de.
(LP)

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