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Kreis Olpe, Kreis Olpe, 24. April 2016

EU-Abgeordneter Dr. Liese weist auf Effizienz-Label für elektronische Geräte hin

Vorteile für Geldbeutel und Umwelt

Liese warnt vor Stromfressern
Symbolfoto: © Gina Sanders / Fotolia
Beim Neukauf von Fernseher, Waschmaschinen, Staubsauger und Beleuchtung sollte man auf die EU-Energieeffizienz-Kennzeichnung, kurz: EU-Label, achten, rät der heimische EU-Abgeordnete Dr. Peter Liese. Das Label gebe Verbrauchern Aufschluss über den durchschnittlichen Stromverbrauch des Geräts.

Anhand der unterschiedlichen Farben lasse sich zudem schnell erkennen, ob es sich um ein sparsames Gerät handle oder einen „Stromfresser“. Das EU-Label sei in sieben Energieeffizienzklassen (A bis G) unterteilt. Oberhalb der Skala A (sehr effizient) können bei entsprechendem technischem Stand eines Gerätes noch drei weitere Klassen (A+, A++, A+++) hinzugefügt werden. Mit einem entsprechenden Gerät könnten Verbraucher viel Energie und Geld sparen – und eventuelle Mehrkosten bei der Anschaffung mittelfristig kompensieren. Auch bei bereits angeschafften Geräten lohne es sich, deren Stromverbrauch mit entsprechenden Messgeräten zu überprüfen.
Dr. Peter Liese.
„Bei der Energiewende reden wir meistens nur über erneuerbare Energien, vergessen aber dabei, dass wir große Einsparpotentiale unter anderem in den privaten Haushalten haben. Beispielsweise indem wir Stromfresser weniger nutzen oder, noch besser, durch moderne Geräte austauschen. Die Energiewende ist mehr als nur ein Wechsel von fossiler zu erneuerbarer Energie. Sie bringt auch viele gesellschaftliche Probleme wie Proteste gegen Stromtrassen oder Windenergie mit sich“, sagt Leise. Der Christdemokrat fordert, mehr auf Energieeffizienz bei Produktion und Produkten zu achten. „Für Strom, der nicht gebraucht wird, werden auch weder Erzeuger noch Trassen benötigt, zudem entstehen weniger CO2-Emissionen und damit wird das Klima geschützt", so Liese weiter.

Das Europaparlament berät zurzeit die Novellierung des EU-Effizienzlabels. Denn wer heute ein Gerät der Klasse A kauft, wählt laut Liese nicht mehr unbedingt das effizienteste Produkt. Der Unterschied zwischen A und A+++ könne jedoch sehr groß sein: Wer zum Beispiel eine Wasch¬maschine mit der Energieklassifizierung A kauft, bekomme eher veraltete Technik. In Zukunft sollen die Zusatzklassen (A+, A++, A+++) vermieden werden, um Verwirrung beim Verbraucher zu vermeiden. (LP)

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