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Kreis Olpe, Kreis Olpe, 7. Dezember 2015

Schulen erhalten überarbeitete Notfallordner

Vorbereitung auf das "Unvorstellbare"

Der Notfallordner umfasst 370 Seiten und gibt Tipps zur Prävention sowie Bewältigung von Krisen in Schulen.
Der Notfallordner umfasst 370 Seiten und gibt Tipps zur Prävention sowie Bewältigung von Krisen in Schulen.
Symbolfoto: © Syda Productions / Fotolia
Die neu aufgelegten Notfallordner für die Schulen in Nordrhein-Westfalen liegen jetzt auch im Kreis Olpe vor. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung erhielten Vertreter aller Schulen im Kreis-gebiet den orangefarbenen Ordner des NRW-Schulministeriums.

Unter dem Stichwort „Hinsehen und Handeln“ werden dort auf 370 Seiten Handlungsempfehlungen zur Krisenprävention und zur Krisenintervention gegeben.

Der Notfallordner bietet umfassende Handlungsanweisungen für annähernd alle potentiellen Krisenereignisse in Schulen. Außerdem konkretisiert er die Handlungsschritte und Maßnahmen insbesondere für Schulleitungen und die Schulteams für Gewaltprävention und Krisenintervention. Wichtigstes Element: Auflistung Wesentliches Element des Notfallordners ist die Auflistung verschiedener Krisenereignisse, die in drei Gefährdungsstufen eingeteilt werden. Zu jedem Ereignis werden die notwendigen Handlungsschritte am Tag des Krisenereignisses sowie den darauf folgenden Tagen beschrieben. Ziel ist es, die Handlungsfähigkeit der verantwortlichen Personen im akuten Krisenfall zu stärken.

Darüber hinaus widmet sich der Notfallordner auch dem Thema Prävention von Krisenereignissen. So sollen beispielsweise durch die Stärkung der Schulgemeinschaft und den Aufbau sozialer Kompetenzen Situationen wie Gewaltanwendung, Bedrohung oder Mobbing verhindert werden. Schulinterne Krisenteams Die Initiative des Ministeriums unterstützt damit die bereits seit Jahren laufenden Bemühungen eines landesweiten Notfallnetzwerkes, das sich mit der Vorbereitung auf Krisensituationen an Schulen beschäftigt. Mitglied für den Kreis Olpe ist die Schulpsychologin Monika Huesmann von der Regionalen Schulberatungsstelle. Diese hat auch schulinterne Krisenteams ausgebildet, die es in allen Schulformen innerhalb des Kreises Olpe gibt.

„Wir wollen vorbereitet sein, wenn das Unvorstellbare passiert, damit Schulen auch größere Unfälle oder Krisen besser bewältigen können“, erklärt Monika Huesmann das Ziel der gemeinsamen Arbeit. (LP)

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