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Kreis Olpe, 01. März 2017

Eric Jepsen gibt Auskunft zur Erneuerung von Fenstern

Verbraucherzentrale: Faktencheck der Energieberatung

Verbraucherzentrale: Faktencheck der Energieberatung
Symbolfoto: Christine Schmidt
Lennestadt. Neue Fenster können die Energiebilanz eines Hauses wesentlich verbessern, Sonnenlicht und -wärme hereinlassen und den Lärmschutz erhöhen. Dennoch denken viele Menschen beim Stichwort „Fenster austauschen“ zunächst an hohe Kosten oder ein erhöhtes Schimmelrisiko. Dipl.-Ing. Eric Jepsen, Energieberater der Verbraucherzentrale in Lennestadt, hingegen weist darauf hin, wie wichtig moderne Fenster in Sachen Energie- und Kostensparen sind.

„Alle Fenster, die vor 1995 eingesetzt wurden, sind unter Effizienzgesichtspunkten ein Sanierungsfall“, sagt Jepsen. Um Heizkosten zu sparen und das Klima zu schonen, sollten diese also ausgetauscht werden. Denn moderne Fenster ließen weniger Wärme nach draußen und könnten so den Wärmebedarf eines Hauses erheblich senken. Einsparungen von 5 bis 15 Prozent sind laut Jepsen durchaus möglich. Außerdem verbessere sich der Wohnkomfort, denn die neuen Fenster hätten, auch wenn es draußen kalt ist, innen eine höhere Oberflächentemperatur. Neue Fenster sind langfristige InvestitionWas gilt es bei der Fenstererneuerung zu beachten? Neue Fenster seien eine Investition für viele Jahre. Jepsen empfiehlt deshalb, sich bei der Entscheidung von einem unabhängigen Experten beraten zu lassen. „Es sollte sichergestellt werden, dass die Fenster zum Dämmstandard des Hauses passen. Gegebenenfalls sind weitere Sanierungsmaßnahmen nötig“, erläutert der Experte.

Bei ungedämmten Außenwänden empfiehlt er, den Austausch der Fenster mit einer Fassadendämmung zu kombinieren. Auch eine Beratung zu Förderprogrammen sei sinnvoll: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau zum Beispiel fördert laut Jepsen neue Fenster, welche die gesetzlichen Wärmeschutzvorgaben übertreffen.Experte empfiehlt LüftungskonzeptWas viele Hausbesitzer außerdem von der Erneuerung der Fenster abhält: „Manche Verbraucher fürchten ein erhöhtes Schimmelrisiko, wenn sie die Fenster erneuern. Hintergrund ist, dass viele alte Fenster undicht sind und so für eine ständige Lüftung sorgen. Dieser Effekt entfällt bei neuen, dichten Fenstern.“ Damit steigen in den Räumen die Luftfeuchtigkeit und das Schimmelrisiko. Das manuelle Lüften reiche oft nicht aus, um den Luftaustausch auch bei neuen Fenstern zu gewährleisten. Daher sei bei der Planung neuer Fenster ein Lüftungskonzept Pflicht, und der Einbau einer Lüftungsanlage oder anderer Lüftungseinrichtungen sollte geprüft werden.

Auch für Lüftungstechnik gibt es öffentliche Fördermittel von der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Mehr Informationen zur energetischen Sanierung erhalten Eigenheimbesitzer bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale. Die halbstündige Beratung für 5 Euro in der Verbraucherzentrale Lennestadt, Hundemstr. 29, wird unter Tel. 02723 719 570 und lennestadt.energie@verbraucherzentrale.nrw vereinbart.

Termine für den nächsten Beratungstag am Donnerstag, 9. März, sind noch frei. Eine Vor-Ort-Beratung für 60 Euro kann über die Energie-Hotline Tel. 0211 / 33 996 555 vereinbart werden.
(LP)

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