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Kreis Olpe, Kreis Olpe, 17. Juli 2015

André Stinka besucht karriere-suedwestfalen.de

SPD-Generalsekretär: Schnelles Internet kommt

André Stinka, Generalsekretär der NRW-SPD, 2. von links, besuchte das Lennestädter Start-up Ontavio. Die Geschäftsführer Felix Berghoff (3. von links) und Dominik Scholz (rechts) sowie der PR-Manager Christoph Reuber sprachen über karriere-suedwestfalen.de und die ländliche Infrastruktur.
André Stinka, Generalsekretär der NRW-SPD, 2. von links, besuchte das Lennestädter Start-up Ontavio. Die Geschäftsführer Felix Berghoff (3. von links) und Dominik Scholz (rechts) sowie der PR-Manager Christoph Reuber sprachen über karriere-suedwestfalen.de und die ländliche Infrastruktur.
Fotos: Matthias Clever
Regional, direkt, einfach: Das Jobportal karriere-suedwestfalen.de bringt Bewerber mit Unternehmen aus Südwestfalen zusammen. André Stinka, Generalsekretär der NRW-SPD, besuchte die Macher des Start-ups Ontavio in Lennestadt-Altenhundem, um sich über die Arbeit des aus seiner Sicht „überaus innovativen Unternehmens“ zu informieren.

Vom kleinen Handwerker bis zum großen Konzern – mehr als 300 Betriebe aus Südwestfalen schalten in der Jobbörse schon Stellenanzeigen. Vor rund drei Jahren entstand die Idee, eine regionale Jobbörse aufzubauen – seit mehr als einem Jahr existiert inzwischen die Ontavio GmbH. „Die Sache ist einfach im Laufe der Zeit immer größer geworden, daher haben wir die GmbH gegründet“, sagt Felix Berghoff, der zusammen mit Pia Bieker, Dominik Scholz und Philipp Thöne Geschäftsführer des Unternehmens ist.
Ontavio-Geschäftsführer Felix Berghoff im Gespräch mit dem Generalsekretär der NRW-SPD.
Die Jobbörse sei nicht nur ein Portal aus der, sondern vor allem für die Region. Fachkräfte müssten vor Ort gehalten beziehungsweise zurückgeholt werden. Junge Menschen verließen oft Südwestfalen für ein Studium und kämen danach nicht zurück. „Viele Leute in der Region wissen gar nicht, was es für Unternehmen auf der anderen Seite des Berges gibt“, sagt Felix Berghoff. Zahlreiche Weltmarktführer seien in den heimischen Kreisen ansässig und böten zahlreiche Stellen. 500 Ausbildungsplätze im Portal Aktuell werden im Portal 1250 Jobs angeboten – davon rund 500 Ausbildungsplätze. „Wir sind aber keine reine Jobschleuder. Wir bieten den Bewerbern und Unternehmen einen Mehrwert“, sagt Felix Berghoff. Während sich Unternehmen in Portraits textlich und fotografisch darstellen können, ist es Bewerbern möglich, anonym Lebensläufe einzustellen oder sich per E-Mail über passende neue Jobs automatisch benachrichtigen zu lassen. Des Weiteren stellt das Team von Karriere Südwestfalen Berufe vor und informiert aus unterschiedlichen Sichtweisen – wie Personalern und Auszubildenden. Vor allem für kleine Betriebe sei es immer wichtiger, für sich zu werben. Durch den demografischen Wandel entstehe ein Wettbewerb um den Nachwuchs und Fachkräfte. „Eine gute Marketingaktion“ „Gute Mitarbeiter fallen nicht von Bäumen. Daher ist es unabdingbar, zu werben. Das Jobportal ist ein beeindruckendes Projekt und eine gute Marketingaktion nicht nur für die Unternehmen, sondern für die ganze Region“, lobt André Stinka. Als „passend“ und „logisch konsequent“ bezeichnet er, dass Ontavio jüngst neben dem Job- nun auch ein Immobilien-Portal betreibt. Bewerber von außerhalb könnten neben einer Stelle direkt nach einer passenden Wohnung oder einem Haus suchen. Die junge Region Südwestfalen werde immer mehr zur Marke und gewinne dadurch auch an Attraktivität für Menschen aus anderen Gebieten.
André Stinka, Generalsekretär der NRW-SPD (links), besuchte das Lennestädter Start-up Ontavio.
Aber nicht nur über das Produkt, sondern auch über die Probleme eines Start-ups im ländlichen Raum sprechen die Gründer und der Politiker. Vor allem die Breitbandverbindung ist für Ontavio ein großes Problem. „Oft können wir hier nicht richtig arbeiten“, sagt Geschäftsführer Dominik Scholz. Immer wieder breche die Verbindung ab und die Geschwindigkeit sei zu langsam. Teilweise arbeiten die Mitarbeiter von Zuhause aus, weil dort eine schnellere Anbindung besteht. Andere wiederum hätten Zuhause überhaupt kein Internet - weil es nicht verfügbar ist.
Dominik Scholz (Geschäftsführer, rechts) und PR-Manager Christoph Reuber.
Berghoff: „Da hat unsere Region einen großen Nachholbedarf. Für Unternehmen wie uns ist Internet die Lebensgrundlage.“ Aber auch im privaten Bereich sei die Datenverbindung ein wichtiges Kriterium bei der Immobilien-Wahl.

André Stinka verwies darauf, dass NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zugesagt habe, bis 2018 für schnellere Verbindungen zu sorgen. „Die Region Südwestfalen wird in Düsseldorf wahrgenommen und ich nehme das jetzt nochmal mit und setze mich ein“, versprach der Generalsekretär der NRW-SPD. Stinka macht zurzeit eine Sommertour durchs Land und besucht Industrie- und IT-Unternehmen, um sich über Erfahrungen und Herausforderungen rund um das Thema Digitalisierung zu informieren und mit Unternehmensvertretern auszutauschen.
Ein Artikel von Matthias Clever

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