Spam-Mails sorgen im Kreis Olpe für Verwirrung

Tipp: Anhänge bloß nicht öffnen


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 von Symbol Nils Dinkel
© Symbol Nils Dinkel

Kreis Olpe/Drolshagen. Eine E-Mail im Postfach von LokalPlus hat am Dienstagmorgen, 6. November, für Verwirrung gesorgt. Absender:  die Holzgroßhandlung Dransfeld in Drolshagen. Betreff: Rechnung. Anhang: eine Word-Datei. Eine Spam-Mail, verschickt im Namen der Drolshagener Firma.


„Es gab vor zwei Monaten schon einmal so eine Welle, während derer auch E-Mails in unserem Namen verschickt wurden“, berichtet Michael Lütticke, Mitarbeiter der Holzgroßhandlung Dransfeld in Drolshagen, auf Nachfrage von LokalPlus. Dann sei einige Wochen lang Ruhe gewesen, bis LP die Firma auf eine erneute Spam-Mail aufmerksam machte.
Rechnungen selten per Mail
„Im Moment scheint das wieder größere Ausmaße anzunehmen“, erzählt Michael Lütticke weiter und verweist auf Spam-Mails, die Dransfeld selbst erhalten habe. Beispielsweise von der Firma Remondis mit genau demselben Inhalt wie die, die auch scheinbar von Dransfeld bei LokalPlus gelandet ist. Wichtig, so betont Lütticke: „Wir verschicken so gut wie nie unsere Rechnungen per E-Mail. Und wenn doch einmal, dann als pdf-Datei.“ Sein Tipp: „Den Anhang solcher Mails bloß nicht öffnen und am besten sofort löschen.“

Dem schließt sich die IT-Abteilung von Remondis aus Köln (Hauptniederlassung Region Rheinland) an: „In diesen Anhängen finden sich beispielsweise Verlinkungen auf Internetseiten. Auf diesem Weg werden Viren verbreitet oder es entstehen Kosten.“ Remondis selbst wusste bisher nicht, dass aktuell wieder E-Mails in ihrem Namen verschickt werden. Und warnt: „Auch bei pdf-Dateien muss man aufpassen: Wenn die Datei auf pdf.zip endet, könnte sich auch dort ein Virus verstecken.“
Seltsamer Absender
Der Tipp der IT-Experten: „Achten Sie auf die Absender. Oft sind in der Adresse seltsame Hieroglyphen zu finden. Öffnen Sie Anhänge nur, wenn Sie den Absender kennen.“

Ob im Kreis Olpe weitere Firmennamen für Spam-Mails missbraucht werden, konnte Michael Klein, Pressesprecher der Polizei, nicht bestätigen. Aber: „Es kommt immer mal wieder vor.“
Handwerkskammer warnt auch vor Fake-Mails

In einer Pressemitteilung hat die Handwerkskammer Südwestfalen am Dienstag, 6. November, vor "kriminellen Mails" gewarnt. Die Mitteilung im Wortlaut:

"Mit gefälschten Absenderangaben versandte E-Mails landen derzeit in den Postfächern von Handwerksbetrieben. Vorgeblich stammen sie von Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern der Handwerkskammer. Im Anhang befindet sich eine Datei mit dem Namen „Rechnung“.

Die Handwerkskammer Südwestfalen weist ausdrücklich darauf hin, das von ihr keine Rechnungen oder Bescheide per E-Mail verschickt werden.

Bei den Dateien handelt es sich mutmaßlich um Schadsoftware. Wer die Datei anklickt muss davon ausgehen, seinen Rechner und/oder sein Netzwerk mit gefährlicher Schadsoftware zu infizieren.

Die Handwerkskammer Südwestfalen rät allen betroffenen Betriebe, solche E-Mails sofort und endgültig zu löschen. Klicken Sie auf keinen Fall den Anhang an.

Weitere Hilfestellung und Informationen zum Umgang mit infizierten Computern bietet das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) unter www.bsi-fuer-buerger.de "
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