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Kreis Olpe, 25. Juni 2017

Sommerausgabe von „Südsauerland“ erscheint im Kreis Olpe

Das Titelbild von „Südsauerland“ zeigt Caspar Freusberg, der von 1817 bis 1836 als erster Landrat an der Spitze der Olper Kreisverwaltung stand.
Das Titelbild von „Südsauerland“ zeigt Caspar Freusberg, der von 1817 bis 1836 als erster Landrat an der Spitze der Olper Kreisverwaltung stand.
Foto: Reproduktion: Stadtarchiv Lennestadt
Kreis Olpe. Der Titelbeitrag zum Jahresthema „200 Jahre Kreis Olpe“ in der Sommerausgabe von „Südsauerland – Heimatstimmen aus dem Kreis Olpe“ widmet sich den ersten fünf Landräten, die von 1817 bis 1926 ausnahmslos der Familie Freusberg entstammten. Günther Becker porträtiert sie in Kurzbiographien und benennt ihre Leistung für den Kreis Olpe.

Über den Krieger- und Landwehrverein in Attendorn berichtet Jürgen Meise. Der erste Teil seines Beitrags beschäftigt sich mit der Geschichte des Vereins seit der Gründung 1868 bis zum Ende der Weimarer Republik 1933. Auch die Aschenbrennerei als vorindustrielles Handwerk ist nahezu in Vergessenheit geraten und wird von Thomas Poggel am Beispiel des Rüsper Waldes vorgestellt. Albert Stahl geht der Frage nach, wie der schlesische Theologe Joseph Wittig im Sauerland zu Ehren kam.

Aus dem Sport stammt die von Ulrich Rauchheld verfasste Biographie von Werner Klaas, einem gebürtigen Meggener (1914 bis 1945), der es bislang einziger Fußballspieler aus dem Kreis Olpe in die deutsche Nationalmannschaft geschafft hat. Dario Wolbeck berichtet über die Verbreitung des seltenen „Weißen Waldvögeleins“, der Orchidee des Jahres, im Kreis Olpe; Roswitha Kirsch-Stracke stellt den Klatsch-Mohn als Blume des Jahres vor. Walter Stupperich enthüllt mit den Schwestern Hedwig und Maria Hille aus Förde die Identität zwei junger Frauen, die dem Bildhauer Franz Belke für ein Marmorrelief, das 2011 vor dem Abriss aus dem „Hotel Biggemann“ in Finnentrop geborgen wurde, Modell gestanden haben.
Zwei Bildhauer sterben 2017Gleich zwei angesehene Bildhauer hat der Kreis Olpe im Jahr 2017 mit Karl Josef Hoffmann und Karl Falk verloren. Monika Löcken erinnert an das künstlerische Schaffen von Karl Josef Hoffmann besonders bei der Gestaltung von Gedenk- und Ehrenplaketten. Peter Bürger würdigt die Verdienste von Karl Falk um die Kunst und besonders um die plattdeutsche Sprache, hebt dabei ebenso sein Wirken als Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus hervor. In diesem Zusammenhang steht auch ein weiterer Artikel Bürgers, in dem er seine Publikation über „Sauerländische Friedensboten“ vorstellt.

Des Weiteren finden sich Berichte von Susanne Falk über die Frühjahrsveranstaltung der Kreisheimatpflegerin zum Thema dörfliche Freiräume und von Roswitha Kirsch-Stracke über die zweite Offene Heimat-Werkstatt. Otto Höffers Funde und Hinweise aus dem Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, die „Heimatchronik“ für das erste Quartal 2017 von Hans-Werner Voß, Buchbesprechungen sowie die Vorstellung von Neuerscheinungen und Veranstaltungshinweise, besonders zum Volksfest auf der Burg Bilstein zum 200-jährigen Kreisjubiläum, ergänzen die aktuelle Folge. Ausgabe unter anderem im Buchhandel erhältlichDie Redaktion von „Südsauerland“ im Stadtarchiv Olpe, j.wermert@olpe.de, Tel. 0 27 61/83 12 93, nimmt weiterhin Text- und Bildbeiträge zur Heimatforschung entgegen. Die Zeitschrift des Kreisheimatbundes Olpe erscheint viermal im Jahr zum Preis von 4 Euro und ist erhältlich im Buchhandel (Altenhundem: Hamm, Attendorn: Frey und Hoffmann, Drolshagen: Buchhandlung Am Markt, Elspe: Görg, Finnentrop: Buchhandlung Am Rathaus, Olpe: Bücherstube Hachmann, Wenden: Zimmermann-Stahl), ebenso in der Geschäftsstelle des KHB im Kreisarchiv Olpe, Westfälische Str. 75, d.clemens@kreis-olpe.de, Tel. 0 27 61/8 15 93. Hier können auch ältere Ausgaben der Heimatstimmen sowie alle Bücher aus der „Schriftenreihe des Kreises Olpe“ bezogen werden.

(LP)

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