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Kreis Olpe, Finnentrop-Heggen/Attendorn-Ennest, 28. Mai 2016

Feuerwehren proben in Schweißerei den Ernstfall

Simulierter Ernstfall

Simulation in der Schweißerei: Feuer und Menschenrettung
Fotos: Barbara Sander-Graetz
„Brand in der Schweißerei der Firma Brüser“: So lautetet die Alarmmeldung, die am Freitagabend, 27. Mai, die Freiwillige Feuerwehr Heggen zum Gelände des Unternehmens ausrücken ließ. Noch auf dem Weg dorthin forderten die Brandbekämpfer Unterstützung aus Ennest an. Bei dem Einsatz handelte es sich um eine gemeinsame Übung der benachbarten Wehreinheiten - Menschenrettung inklusive.

Beim Eintreffen wurden die Rettungskräfte mit einem umfangreichen Szenario konfrontiert, das nicht nur einen Brand beinhaltete, sondern auch mehrere verletzte Personen. Eine davon war zuvor in heller Panik unter einen Stahlcoil in der Verladehalle geraten und musste befreit werden. Mitglieder der Jugendfeuerwehr mimten die Verletzten und Hilfsbedürftigen.

Die Menschenrettung und Brandbekämpfung in der Schweißerei übernahm die Löschgruppe Heggen. Für beide Wehren galt es bei der Übung auch, dass Problem der ausreichenden Wasserversorgung für die Löscharbeiten zu bewältigen: Der Wasservorrat von 1600 Litern des HLF und von 2400 Litern des TLF wurden zunächst im Bereich der verletzten Personen eingesetzt, um eine schnelle Menschenrettung zu gewährleisten. Das weitere Löschwasser zapfte der Löschzug Ennest aus firmeneigenen Behältern für Löschwasser ab, das für einen Außenangriff auf den inszenierten Brand in der Schweißerei genutzt wurde. Hintergrund: Im Bereich der Firma Brüser liefern die Wasserleitungen der Gemeinde der Feuerwehr im Ernstfall keine ausreichenden Wassermengen. Gleichzeitig setzte der Löschzug Ennest sein technisches Equipment ein, um mit der Menschenrettung der verunfallten Person unter dem Coil mittels eines Hebekissens zu beginnen. Nach einer guten Stunde waren die Szenarien abgearbeitet, und von allen Übungsabschnitten kam die Meldung: „Feuer aus und Menschen gerettet!“

Bei der Abschlussbesprechung bedankte sich die Führungsmannschaft bei allen Mitwirkenden für ihren Einsatz. 15 Personen der Löschgruppe Heggen und rund 20 Einsatzkräfte des Löschzugs Ennest waren im Einsatz.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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