Nachrichten Dies und das
Kreis Olpe, 09.08.2015

Scheu und selten zu sehen: der Hirsch

Drei Wildarten
Mit vielfältigen Attraktionen wie dem „Fichtenflitzer“, dem Riesentrampolin, Spiel- und Kletterburgen und einer Liegewiese bietet der Panorama Park einen erlebnisreichen Ausflug für die ganze Familie – mitten in die Natur und in unmittelbarer Nähe zu wilden Tieren. Der Wildpark mit Sitz in Kirchhundem stellt jeden Sonntag seine tierischen Bewohner vor.

Eigentlich sehr scheu und in freier Wildbahn nur sehr selten zu sehen: die Hirsche. Im Panorama Park Sauerland Wildpark haben Sie aber die einmalige Gelegenheit, gleich über 50 Tiere aus der Familie der Hirsche zu beobachten. Denn Sika, Rot-, und Damwild ist in unseren großzügigen Gehegen zu Hause.

Rotwild
Der Rothirsch (Cervus elaphus) ist eine Art der Echten Hirsche. Unter den Hirscharten zeichnet sich der Rothirsch durch ein besonders großes und weitverzweigtes Geweih aus. Dieses als Jagdtrophäe begehrte Geweih wird nur von männlichen Tieren entwickelt. Im mitteleuropäischen Raum ist der Rothirsch eines der größten freilebenden Wildtiere. Er kommt hier fast nur noch in Waldbiotopen vor. Ursprünglich handelte es sich beim Rothirsch jedoch um eine Tierart offener und halboffener Landschaften.
Rothirsche sind in mehreren Unterarten in Eurasien verbreitet. Die im Norden Ostasiens und Nordamerika lebenden Hirsche werden heute als Wapiti als eigenständige Art geführt. Lange wurden die Wapiti und die zentralasiatischen Rothirsche gemeinsam mit dem Rothirsch einer Art zugerechnet.

Sikawild
Die Sikahirsche sind deutlich kleiner als ein Rothirsch und entsprechen in ihrer Größe etwa dem Damhirsch. Sie erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge zwischen 95 und 140 cm. Die Schülterhöhe beträgt 64 bis 100 cm, der Schwanz wird 7,5 bis 13 cm lang. Sie wiegen bis zu 80 kg.

Damwild
Der Damhirsch (Dama dama) ist ein mittelgroßer, vor allem in Mittel- und Südeuropa sowie in Vorderasien verbreiteter Hirsch. Charakteristisch ist das Schaufelgeweih der männlichen Tiere und das gefleckte Sommerfell. Damhirsche sind tagaktiv und leben bevorzugt in offenen Landschaften, in denen sich kleine Waldpartien mit landwirtschaftlichen Flächen abwechseln. In Mitteleuropa setzt die Damwildbrunft erst ein, wenn die des Rothirschs abklingt, und endet gewöhnlich Anfang November. Damhirsche besetzen häufig feste, über Jahrzehnte bestehende Brunftplätze, auf denen sie sich alljährlich einfinden.
Ursprünglich war der Damhirsch wahrscheinlich auf Klein- und Vorderasien beschränkt. Er wurde aber bereits durch die Römer in anderen Regionen eingeführt.
In vielen Regionen Europas ist er heute beheimatet, weil er vor allem während der Zeit des Absolutismus von Landesherren als weiteres jagdbares Hochwild eingeführt wurde. Die größten Bestände an Damhirschen gibt es heute in Großbritannien. Nach wie vor wird der Damhirsch in einigen Regionen in großen Gattern gehegt. Das Damwild kommt mittlerweile auch außerhalb Eurasiens vor und spielt auch in der Wildtierhaltung zur Fleischerzeugung eine große Rolle.
panopark.de
(LP)

Bildergalerie: Scheu und selten zu sehen: der Hirsch