Ruhrverband bittet Hundebesitzer um Rücksicht auf Kitze

Freilaufende Hunde können für neugeborene Rehe lebensgefährlich sein


 von Ruhrverband
© Ruhrverband

Nach dem Orkan Kyrill bieten die Flächen durch den jungen Bestand an Gräsern, Büschen und Bäumen mittlerweile vielen Tierarten wieder einen Lebensraum. Besonders das Reh fühlt sich hier aufgrund des vielfältigen Nahrungsangebotes wohl und hat sich in den vergangenen Jahren stark vermehrt. Die Kitze sind nun aber in Gefahr.


Im Frühjahr bekommen die Rehe ihre Kitze, die sich instinktiv im hohen Gras oder Unterholz verstecken, wenn die Mutter auf Nahrungssuche geht. „Die Zeit, in der das Kitz der Ricke noch nicht folgen kann, ist die gefährlichste Phase im Leben eines jungen Rehs“, sagt Berit Hanf, Forstrevierleiterin beim Ruhrverband. „Es muss sich ganz auf seine Tarnung verlassen können, um nicht zur Beute von Raubtieren zu werden.“ Und auch der beste Freund des Menschen ist ein solches Raubtier, warnt die Expertin.
Kitz kann Jagdinstinkt wecken
„Selbst wenn ein Hund normalerweise aufs Wort gehorcht, kann das am Spazierweg liegende Kitz seinen Jagdinstinkt wecken. Deshalb bitten wir alle Hundebesitzer, gerade jetzt im Frühjahr besonders gut auf ihre Vierbeiner aufzupassen und sie nach Möglichkeit an der Leine zu führen.“ Übrigens: Abseits der Wege müssen Hunde im Wald ohnehin angeleint werden – das ist im nordrhein-westfälischen Landesforstgesetz festgeschrieben. Auf dem Waldweg können Hunde zwar auch frei laufen, aber es muss jederzeit gewährleistet sein, dass sie sich im Einwirkungsbereich ihres Halters befinden. „Und wenn dann plötzlich das Rehkitz lockt, ist der Hund womöglich schneller verschwunden, als Herrchen schauen kann“, sagt Berit Hanf. „Im Frühjahr gilt also: Hunde besser an die Leine.“ (mc)
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