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Kreis Olpe, Kreis Olpe, 16. Juni 2015

Mitglieder des DLRG-Bezirks Süd-Sauerland nehmen an Lehrgang teil

Rettung binnen 90 Sekunden

Fortbildung an der Ostsee
„Brandungsrettung mit dem IRB“ lautete der Titel einer Fortbildung für Bootsführer und Bootsmannschaften der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft. 30 Teilnehmer des DLRG Bezirks Süd-Sauerland haben kürzlich an dem Wochenend-Kurs in Scharbeutz an der Ostsee teilgenommen.

Auf dem Programm stand zunächst ein theoretischer Teil. Hierbei ging es um die Sicherheit an Bord, einsatztaktische Grundlagen und Revierkunde. Danach ging es an den Strand und zum praktischen Teil. Bei einem „IRB“ (englisch für Inflatable Rescue Boat) handelt sich es um ein kleines, knapp 3,50 Meter langes Schlauchboot, welches mit einem 30 PS Außenbordmotor angetrieben wird. Damit sind diese Boote leicht, schnell und flexibel - und ideal für Rettungseinsätze im strandnahen Bereich.

Die DLRG hat sich zum Ziel gesetzt, eine im Wasser in Not geratene Person im strandnahen Bereich (400 Meter im Umkreis um die Wachstation) innerhalb von 90 Sekunden aus dem Wasser gerettet zu haben. Für die Rettungsschwimmer bedeutet das: Erkennen der Situation, Sprint zum Boot, Boot zu Wasser lassen, Anfahrt zur Person in Not, Rettung auf dem Wasser, Rückfahrt an den Strand und Einleitung von Erste-Hilfe-Maßnahmen durchführen. "Anbeachen" kostet Überwindung Insbesondere das Anlegen mit dem Schlauchboot am Strand kostete manchen Bootsführer sehr viel Überwindung. Kein Wunder: Das auch als "Anbeachen" bezeichnete Vorgehen mit IRB bedeutet, unter Vollgas auf den Strand zu fahren, bis das Boot aufgesetzt hat. Das funktioniert bei dem schönen Sandstrand an der Ostsee ohne Schäden am Boot zu verursachen und ist die schnellste und schonendste Möglichkeit um einen Patienten an Land zu bringen.
Da die Bootsführer der sauerländischen DLRG-Ortsgruppen allerdings bisher nur an den steinigen Ufern des Biggesees anlegen mussten, gab es hier vor dem ersten Versuch doch reichlich skeptische Gesichter. Nach ein paar Versuchen war die anfängliche Skepsis aber beseitigt.

Die DLRG-Mitglieder des Bezirks Süd-Sauerland, die im Sommer ihren Dienst an den Stränden der Nord- und Ostsee verrichten werden, sind nun gut auf Ihre Aufgaben vorbereitet. (LP)
Der DLRG-Bezirk Süd-Sauerland
Im DLRG-Bezirk Süd-Sauerland gibt es insgesamt sieben Ortsgruppen, die in Attendorn, Drolshagen, Lennestadt, Oberhundem, Olpe, Welschen Ennest und Wenden stationiert sind.

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