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Kreis Olpe, 21. Oktober 2019

Kreise Si-Wi, Olpe und HSK

„Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz“ nimmt Arbeit auf

Thomas Weber, Jannick Meyer, Dagmar Langenohl und Charlotte Boes (von links) haben mit der Arbeit im „Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz“ begonnen. 
Thomas Weber, Jannick Meyer, Dagmar Langenohl und Charlotte Boes (von links) haben mit der Arbeit im „Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz“ begonnen. 
Foto: privat
Kreis Olpe. Gut vernetzte, transparente und bedarfsgerechte Strukturen, die den schnellen Weg zum richtigen Partner in der persönlichen Pflegesituation bieten – dieses Ziel verfolgen die „Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz“ in Nordrhein-Westfalen, die zum 1. Juli gegründet worden sind (siehe Infokasten). Auch in Südwestfalen ist ein solches Büro entstanden, das für die rund 720.000 Einwohner im Kreis Siegen-Wittgenstein und Olpe sowie dem Hochsauerlandkreis zuständig ist.

Leiterin Charlotte Boes (Krankenschwester und Pflegewissenschaftlerin), Dagmar Langenohl (Fachwirtin in Alt- und Krankenpflege) und Gerontologe Jannik Meyer bilden derzeit das Team, das sich von den neuen Räumlichkeiten an der Eichertstraße in Eiserfeld aus mit den neuen Aufgaben befasst.

„Wir wollen Beratungs- und Unterstützungsstrukturen vor Ort so weiterentwickeln, dass Menschen mit Pflegebedarf auch weiterhin ein selbstbestimmtes und teilhabeorientiertes Leben ermöglicht wird – und das möglichst in den eigenen vier Wänden“, fasst es Charlotte Boes zusammen. Das Regionalbüro sei jedoch keinesfalls als neuer Pflegeberatungsstützpunkt anzusehen, sondern als partnerschaftlicher Kooperationspartner für die Akteure und Anbieter im Bereich der Pflegeinfrastruktur vor Ort. Regionalbüro bietet Kurse für Nachbarschaftshilfe an„Die häusliche Versorgung und mit ihr die ambulanten Angebote sollen ausgebaut werden“, so Thomas Weber, Bereichsleiter beim Caritasverband Siegen-Wittgenstein, der als Träger fungiert. Eine Möglichkeit auf niedrigschwelliger Ebene ist etwa die Nachbarschaftshilfe. Hier bietet das Regionalbüro Kurse an, mit denen sich hilfsbereite Nachbarn so qualifizieren lassen können, dass ihre Unterstützung monetär bei der Krankenkasse geltend gemacht werden kann.

Das Regionalbüro ist zwar eine Weiter- und Fortführung des Demenzservicezentrums, das sich von 2007 bis zum 30. Juni dieses Jahres ausschließlich um das Thema Versorgungssicherheit für Menschen mit Demenz und deren Zugehörigen befasst hat, wird sich aber nun mit noch mehr Zukunftsaufgaben beschäftigen.

Erstens werden für die gewerblichen und ehrenamtlichen Entlastungdienste sowie pflegenden Angehörigen Pflegekurse und Qualifizierungsmaßnahmen, Projekte und Kurse organisiert und durchgeführt, um die ambulanten und häuslichen Strukturen weiterzuentwickeln. „Das Regionalbüro fungiert dabei als Schnittstelle, die sich mit den regionalen Gegebenheiten auskennt“, so Charlotte Boes.
Regionalbüro als Vermittlungsstelle„Wir beraten betroffene Personen allerdings nicht selbst und bieten keine Einzel- oder psychosoziale Beratung an, können aber Hinweise geben, an welchen Stellen sie Hilfe finden können.“ Träger, Kommunen und Dienstleister hingegen können sich im Regionalbüro beraten lassen. Darüber hinaus können die Regionalbüros die Fachkraftbegleitung für anerkannte Dienste oder Einzelkräfte übernehmen, die für die Sicherung der Qualitätsstandards zwingend benötigt wird. „

Der zweite Themenkomplex bezieht sich auf die Unterstützung bei der Weiterentwicklung der Pflegeberatungsstrukturen in den Kreisen. Hier stehen die Pflegekassen sowie kommunale oder trägerorientierte Beratungsstellen im Fokus, die zusammengebracht und vernetzt sowie mit Informationen und Veranstaltungen unterstützt werden sollen. Die Arbeit soll sich dadurch weiterentwickeln, Prozesse sollen optimiert und verbessert werden.

Der letzte Themenbereich bezieht sich darauf, Bedarfe zu entdecken und Lücken zu schließen, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. „Hier steht das gesamte Spektrum von häuslicher bis vollstationärer Pflege im Fokus“, unterstreicht Thomas Weber. Vor allem auch die Herausforderungen, denen sich pflegende Angehörige oder Mitarbeiter von Entlastungdiensten bezüglich der Betreuung von älteren Menschen mit Behinderung oder Migrationshintergrund stellen werden müssen, sollen hier nähere Betrachtung finden.
Hintergrund
Die „Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz in Nordrhein-Westfalen – Eine gemeinsame Initiative der Landesregierung und Pflegekassen NRW“ dienen der Strukturentwicklung indem sie die haupt- und ehrenamtlichen Akteure rund um die Themen Alter, Pflege und Demenz beraten. Landesweit gibt es zwölf Regionalbüros, die die Betreuungs- und Unterstützungsangebote in den Regionen verbessern und vernetzen sollen.

Unterstützt werden sie dabei von einer Fach- und Koordinierungsstelle, die beim Kuratorium Deutsche Altershilfe in Köln angesiedelt ist. Die Initiative wird jährlich mit rund 4,3 Millionen Euro gefördert. Eine Hälfte davon trägt das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales, die andere die Landesverbände der gesetzlichen und privaten Krankenkassen. Träger des Regionalbüros Südwestfalen ist der Caritasverband Siegen-Wittgenstein.

Für Rückfragen und sonstige Anliegen stehen Charlotte Boes (Tel.: 02 71/2 34 17 81 40) und Jannick Meyer (Tel.: 02 71/2 34 17 81 44) sowie per E-Mail: regionalbuero-apd@caritassiegen.de zur Verfügung.
(LP)

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