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Kreis Olpe, 04. April 2018

"Earfold": ein kleiner Schnitt für angelegte Ohren

Olper HNO-Arzt praktiziert neue Behandlungsmethode

Dr. Christoph Murrenhoff simuliert an seiner Mitarbeiterin Lisa Pott, wie das Ergebnis bereits vor dem Eingriff geplant werden kann. In der Hand hält er die Spange, die mittels kleinem Schnitt in das Ohr eingesetzt wird.
Dr. Christoph Murrenhoff simuliert an seiner Mitarbeiterin Lisa Pott, wie das Ergebnis bereits vor dem Eingriff geplant werden kann. In der Hand hält er die Spange, die mittels kleinem Schnitt in das Ohr eingesetzt wird.
Foto: privat
Kreis Olpe. Wenn man sich das menschliche Ohr anschaut, sieht man mehrere Falten und Rundungen. Die sogenannte Anthelixfalte, die unsere Ohrmuschel umschließt und unser Ohr charakteristisch erscheinen lässt, ist zugleich eine der häufigsten Gründe für abstehende Ohren. Nämlich dann, wenn sie fehlt. Eine neue Behandlungsmethode sorgt für ein schnelles Anlegen und schont den Patienten. Der Olper HNO-Arzt Dr. Christoph Murrenhoff hat sich auf die Earfold-Methode spezialisiert.

Schätzungen zufolge sind rund 5 % der Deutschen von abstehenden Ohren betroffen. In 73 % der Fälle ist das Fehlen der Anthelixfalte die Hauptursache für abstehende Ohren.

Die neue Behandlungsmethode trägt den Namen Earfold. Über einen winzigen Hautschnitt wird eine kleine vergoldete Metallspange unter die Haut der Ohrmuschel implantiert. Die Spange ist nahezu unsichtbar und bildet genau die Falte in der Ohrmuschel (Anthelixfalte), die bei abstehenden Ohrmuscheln fehlt oder nicht ausreichend ausgeprägt ist. In Deutschland wird das neue Verfahren seit 2016 erfolgreich praktiziert. In der hiesigen Region hat sich der Olper HNO- Arzt Dr. Christoph Murrenhoff auf die Earfold-Methode spezialisiert. Ambulante Operation„Es handelt sich bei dem Eingriff um eine kurze ambulante Operation von 15-20 Minuten. Der Patient kann am nächsten Tag wieder arbeiten und duschen, es bedarf keines auffälligen Verbandes und keiner Vollnarkose“, erklärt Dr. Murrenhoff die Vorteile der Methode. Ob die Methode für Patienten in Frage kommt, könne in einem Arzt-Patientengespräch herausgefunden werden.

„In dem Gespräch schauen wir, ob sich durch eine herkömmliche Ohrmuscheloperation oder die Earfold-Operation das beste Resultat erreichen lässt. Weiterer Vorteil für das Earfold-Verfahren: bereits vor dem Eingriff kann das zu erwartende Ergebnis bereits perfekt simuliert werden“, so Dr. Murrenhoff weiter. Wie bei anderen kosmetischen Operationen sei auch das Earfold-Verfahren keine Leistung der Krankenkassen. Die Methode komme für Jugendliche und Erwachsene in Betracht.
(LP)

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