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Kreis Olpe, 29. November 2017

14 Ehrenamtliche beginnen praktischen Dienst

Notfallseelsorge im Kreis Olpe stellt sich neu auf

Textvorschlag zur Bildzeile:
Die 14 neuen Notfallseelsorger im Kreis Olpe sind: Agnes Baron (Lennestadt), Regina Bongers (Wenden), Sabine Falke-Jürgens (Serkenrode), Hans-Joachim Keßler (Grevenbrück), Hermann Klement (Römershagen), Elisabeth Lazzaro (Kirchhundem), Björn Picker (Attendorn), Patrick Schulte (Kirchhundem), Hubertus Sieler (Elben), Susanne Soemer (Elspe), Sebastian Springob (Attendorn), Marion Steiner (Attendorn), Kirstin Wesener (Kirchhundem) und Ludger Wollweber (Meggen). Ab nun trifft sich das Notfallseelsorger-Team  einmal im Monat zu Absprachen, Einsatz- und Fallbesprechungen.
Textvorschlag zur Bildzeile: Die 14 neuen Notfallseelsorger im Kreis Olpe sind: Agnes Baron (Lennestadt), Regina Bongers (Wenden), Sabine Falke-Jürgens (Serkenrode), Hans-Joachim Keßler (Grevenbrück), Hermann Klement (Römershagen), Elisabeth Lazzaro (Kirchhundem), Björn Picker (Attendorn), Patrick Schulte (Kirchhundem), Hubertus Sieler (Elben), Susanne Soemer (Elspe), Sebastian Springob (Attendorn), Marion Steiner (Attendorn), Kirstin Wesener (Kirchhundem) und Ludger Wollweber (Meggen). Ab nun trifft sich das Notfallseelsorger-Team einmal im Monat zu Absprachen, Einsatz- und Fallbesprechungen.
Foto: privat
Kreis Olpe. Nach mehr als sechs Monaten haben 14 Ehrenamtliche aus dem Kreis Olpe einen Kurz in der Notfallseelsorge absolviert und können nun den praktischen Dienst übernehmen. Die Zahl der Notfallseelsorger war zuvor kontinuierlich gesunken.

Im März dieses Jahres startete die evangelische Kirche im Kreis Olpe und das katholische Dekanat Südsauerland eine gemeinsame, ökumenische Initiative zur Gewinnung neuer ehrenamtlicher Mitarbeiter in der Notfallseelsorge. Bis dahin wurde die Notfallseelsorge von immer weniger hauptamtlichen Pfarrern, Diakonen und Religionspädagogen wahrgenommen, so dass eine ausreichende, flächendeckende Einsatzbereitschaft im Kreis Olpe auf Dauer nicht mehr garantiert und sichergestellt werden konnte.

Im April begann erstmalig in Olpe ein Ausbildungskurs „Notfallseelsorge und Krisenintervention“ unter der Leitung von Pfarrer Peter Rutz, der für die Evangelische Kirche von Westfalen in der Aus- und Fortbildung im Bereich Notfallseelsorge beruflich tätig ist. Nach über sechs Monaten beendeten nun 14 Frauen und Männer aus dem Kreis Olpe diesen Ausbildungskurs. Ökumenischer SegnungsgottesdienstIn einem ökumenischen Segnungsgottesdienst in der Heilig Geist Kirche Olpe wurden den Kursteilnehmern die Zertifikate überreicht durch die Superintendenten Klaus Majoress (Evangelischer Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg), Peter-Thomas Stuberg (Evangelischer Kirchenkreis Siegen) und Dechant Andreas Neuser (Dekanat Südsauerland).

Mit der Übergabe der Zertifikate ist der theoretische Teil der Notfallseelsorge-Ausbildung abgeschlossen. Für ihren nun beginnenden aktiven, praktischen Dienst wurden die „neuen“ ehrenamtlichen Notfallseelsorger persönlich gesegnet. Dazu bestärkte Pfarrer und Ausbildungsleiter Peter Rutz im Gottesdienst die neuen Notfallseelsorger mit den Worten: 

„Ihr werdet in Eurer zukünftigen Tätigkeit die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei unterstützen, indem Ihr Menschen beisteht, die durch Unglücksfälle und plötzlichen Tod nahestehende Menschen verloren haben. Ihr werdet diesen Menschen Zeit, Mitgefühl, Gehör und Unterstützung in der Belastung und in der Trauer schenken. Ihr werdet Möglichkeiten zum Abschiednehmen von Verstorbenen anbieten und Ihr werdet den Kontakt zu weiteren Hilfsangeboten für betroffene Menschen vermitteln. Was Euch dabei anvertraut wird, unterliegt der seelsorglichen Schweigepflicht. Dabei seid Ihr auch immer Teil eines Teams, in dem Ihr Euch gegenseitig unterstützt.“

Allen gemeinsam sei die Motivation, Menschen in extremen Krisen- und Ausnahmesituationen beizustehen. Dies zeigte sich eindrucksvoll im Gottesdienst auch in der Teilnahme von Vertretern und Mitarbeitern der Rettungsdienste, der Feuerwehren und der Polizei aus dem Kreis Olpe. Ziel: Menschen in extremen Situationen beistehenDechant Andreas Neuser dankte am Ende seiner Predigt den neuen Notfallseelsorgern auch im Namen der Superintendenten Majoress und Stuberg sowie aller Seelsorger im Kreis Olpe für die Bereitschaft zur Übernahme eines so wichtigen Seelsorgeauftrags der Kirchen: „Sie leisten erste Hilfe für die Seele. Wo Notfallseelsorge Hand in Hand mit allen anderen Einsatzkräften zum Wohle der Menschen wirkt, da ist sie gut gerüstet und auf einem guten Weg.“

Das dieser neue, gute Weg begonnen hat, wird auch daran deutlich, dass Anfang November mittlerweile ein zweiter neuer Ausbildungskurs in Olpe mit 20 Frauen und Männern aus dem gesamten Kreisgebiet angefangen hat, der im März 2018 seinen Abschluss finden soll.
Ansprechpartner:
Für Menschen, die an der Notfallseelsorge interessiert sind, stehen Pfarrer Ludger Wollweber in Meggen (Tel.: 027 21/8 00 60) und Dekanatsreferent Manfred Viedenz im Dekanatsbüro Südsauerland in Olpe (Tel.: 0 27 61/94 16 50) als Ansprechpartner zur Verfügung.
(LP)

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