Nachrichten Dies und das
Kreis Olpe, 24. September 2017

Neue Verordnung zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen

Für den Umgang mit wassergefährdenden Stoffen ist eine neue Verordnung in Kraft getreten.
Für den Umgang mit wassergefährdenden Stoffen ist eine neue Verordnung in Kraft getreten.
Symbolfoto: © Gerhard Seybert/Fotolia
Kreis Olpe. Am 1. August ist die bundeseinheitliche Verordnung zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) in Kraft getreten. Betroffen von den teils neuen Anforderungen und Prüffristen zur Verbesserung des Umweltschutzes sind Betreiber von Heizöllagertanks (auch privater Haushalte), Tankstellen, zahlreichen Industrieanlagen sowie Anlagen zur Lagerung von Jauche oder Gülle.

Die folgende Aufstellung gibt einen Überblick über die wichtigsten Änderungen:

  • Für oberirdische Heizölverbraucheranlagen mit mehr als 1000 Litern in Schutzgebieten (Wasserschutzgebiete; Überschwemmungsgebiete) wurden Prüffristen verschärft. 
  • Weiterhin gilt, das alle unterirdischen Anlagen sowie alle oberirdischen Heizölverbraucheranlagen mit mehr als 1000 Litern auch außerhalb von Schutzgebieten vor Inbetriebnahme durch einen amtlich zugelassenen Sachverständigen zu prüfen sind. Diese Prüfpflicht gilt auch für bestehende Anlagen. Es handelt sich hierbei um eine Pflichtaufgabe des Betreibers.
  • Nach erfolgter mängelfreier Prüfung versieht der Sachverständige die Anlage mit einer Prüfplakette (ähnlich wie bei der HU am KFZ).
  • Arbeiten an den Anlagen dürfen nur noch von wasserrechtlich zugelassenen Fachbetrieben durchgeführt werden.
  • Für Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen in der Landwirtschaft (Jauche-Gülle-Silagesickersaft) gelten erweiterte Prüffristen.  
  • Die Errichtung oder wesentliche Änderung einer Anlage ist der Unteren Wasserbehörde sechs Wochen vorher schriftlich anzuzeigen.
  • Erdwärmesonden in Industrie und Gewerbe sowie im Bereich öffentlicher Einrichtungen, die mit wassergefährdenden Stoffen (Basis Ethylen-/Propylenglycole) betrieben werden, sind vor Inbetriebnahme und darüber hinaus wiederkehrend durch Sachverständige zu prüfen.
Interessierte finden die neue Verordnung im Internet. Fragen beantworten gerne auch die Mitarbeiter der Unteren Wasserbehör­de des Kreises Olpe.
Ansprechpartner:
Industrie und Gewerbe:

Ralf Ellrich: 0 27 61/8 12 69;
Andreas Hasenau: 0 27 61/8 13 06

Landwirtschaft:

Magnus Rinscheid: 0 27 61/8 12 06

Ansprechpartner Heizölverbraucheranlagen;

Dorothee Stracke: 0 27 61/8 12 66;

Gunter Matejka: 0 27 61/8 14 63
(LP)

Bildergalerie: Neue Verordnung zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen