Nachrichten Dies und das
Kreis Olpe, 03. November 2017

Verantwortungsvoller Umgang mit Smartphone und Co.

Medienscouts leisten an zehn Schulen im Kreis Olpe Aufklärungsarbeit

Die Trainerinnen und Trainer der Medienscouts (von links nach rechts): Claudia Wierz, Julia Richter, Lara Zeyßig, Matthias Brunert, Katrin Kühr, Michaela Vierbücher, Michael Hunold, Carmen Decker, Michael Kopsan, Sonja Hennig und  Johannes Wentzel. Es fehlen Frank Böhm und Michael Klein.
Die Trainerinnen und Trainer der Medienscouts (von links nach rechts): Claudia Wierz, Julia Richter, Lara Zeyßig, Matthias Brunert, Katrin Kühr, Michaela Vierbücher, Michael Hunold, Carmen Decker, Michael Kopsan, Sonja Hennig und Johannes Wentzel. Es fehlen Frank Böhm und Michael Klein.
Foto: Kreis Olpe
Kreis Olpe. Zehn Schulen im Kreis Olpe verfügen jetzt über sogenannte „Medienscouts“. Deren Aufgabe: vor allem Mitschüler beraten, wie sich Smartphone, Tablet, Laptop und das Internet verantwortungsvoll nutzen lassen.

Bei fünf Tagesworkshops vermittelten Claudia Wierz (Kontextmedien - Interaktive Bildungskonzepte) und Johannes Wentzel (Nethex – Medienkompetenz für die Bildungsarbeit) von Mai bis Oktober als Referenten der Landesanstalt für Medien die Grundlagen für die Arbeit als Medienscouts. Dazu gehörten sowohl theoretische Einheiten als auch praktisches Arbeiten und Ausprobieren mit Laptop und Handy in Zusammenarbeit mit den unterstützenden Schulsozialarbeitern und Lehrkräften der jeweiligen Schulen. Die Entwicklung erster inhaltlicher Konzepte und Ideen zur Umsetzung der Arbeit in der Schule fanden ebenfalls statt.

Zum Abschluss des Lehrgangs erhielten 40 Schülerinnen und Schüler, 19 Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter sowie zehn Trainer aus den Händen von Lara Zeyßig (Landesanstalt für Medien, Abteilung Förderung Medienkompetenz) und Michael Färber (Fachbereichsleiter Jugend, Gesundheit und Soziales des Kreises Olpe) ihr Zertifikat über die erfolgreiche Absolvierung der Ausbildung. Ausbildung weiterer Scouts in den nächsten Jahren An der Ausbildung von Medienscouts haben sich die Hanseschule Attendorn, die St.-Ursula-Realschule Attendorn, das St.-Ursula-Gymnasium Attendorn, die Bigge-Lenne-Gesamtschule Finnentrop, das Gymnasium Maria Königin Lennestadt, die Max von der Grün-Schule Olpe, die Sekundarschule Olpe-Drolshagen, das Städtische Gymnasium Olpe, das St. Franziskus Gymnasium Olpe und die Gesamtschule Wenden beteiligt.

Auch in Zukunft sollen weiterführende Schulen die Möglichkeit haben, sich an dem Projekt zu beteiligen. „Die in 2017 ausgebildeten Medienscouts haben eine Vorreiterrolle im Kreis Olpe. Mit Hilfe der nun qualifizierten Trainerinnen und Trainer sollen in den folgenden Jahren weitere Medienscouts ausgebildet werden“, erklärt Julia Richter vom Kreisjugendamt. Wunsch: Schulen bilden kreisweites Netzwerk Damit die Arbeit der Medienscouts sich im Kreis Olpe festigen kann, sind regelmäßige Treffen und Aufbauworkshops geplant. „Der Wunsch, alle weiterführenden Schulen in ein kreisweites Netzwerk einzubinden, das den Bereich der Medienerziehung sicherstellt, rückt mit dem ersten Durchlauf ein großes Stück näher. Wir hoffen, dass auch die noch fehlenden Schulen ihr Interesse an der Ausbildung von Medienscouts bekunden werden und die erforderlichen Ressourcen bereitstellen“ ergänzt Katrin Kühr, die für den Bereich Kinder- und Jugendschutz zuständige Mitarbeiterin des Kreises Olpe.

Unterstützung bei der Umsetzung medienpädagogischer Projekte vor Ort erhalten die Medienscouts zukünftig auch von den ausgebildeten Trainern: Frank Böhm (Schulsozialarbeit, Städtisches Gymnasium Olpe), Sonja Hennig (Lehrkraft, Städtisches Gymnasium Olpe), Matthias Brunert (Lorenz-Jaeger-Haus Olpe), Carmen Decker (Aufsuchende Jugendarbeit Attendorn, Jugendzentrum Attendorn), Michael Hunold (Kinder-, Jugend- und Kulturhaus Finnentrop), Michaela Vierbücher (KOT Drolshagen), Michael Klein (Kreispolizeibehörde Olpe), Michael Kopsan (Kreispolizeibehörde Olpe), Julia Richter (Offene und Aufsuchende Jugendarbeit, Kreis Olpe) und Katrin Kühr (Kinder- und Jugendschutz, Kreis Olpe). Sie gelten auch als Ansprechpartner für andere Schulen, die an der Planung und Durchführung medienpädagogischer Projekte interessiert sind. Eltern als „Moderatoren“? Der Bereich der Medienerziehung soll zukünftig zudem im Bereich der Elternarbeit ausgebaut werden. Hier bewirbt sich der Kreis Olpe aktuell um die Teilnahme an dem Projekt „Elterntalk NRW“ (www.elterntalk-nrw.de). Dabei wird eine festgelegte Zahl von Eltern zu sogenannten „Moderatoren“ ausgebildet, die später im privaten Umfeld Gesprächsrunden zu gemeinsam festgelegten Themen mit anderen Eltern halten. Beim Elterntalk steht der Austausch der Eltern untereinander über die Erfahrungen mit Medien in der Erziehung ihrer Kinder im Vordergrund.
(LP)

Bildergalerie: Medienscouts leisten an zehn Schulen im Kreis Olpe Aufklärungsarbeit