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Kreis Olpe, 30.08.2015

Mäuse und Waschbären

Kleinbären und Nager
Mit vielfältigen Attraktionen wie dem „Fichtenflitzer“, dem Riesentrampolin, Spiel- und Kletterburgen und einer Liegewiese bietet der Panorama Park einen erlebnisreichen Ausflug für die ganze Familie – mitten in die Natur und in unmittelbarer Nähe zu wilden Tieren. Der Wildpark mit Sitz in Kirchhundem stellt jeden Sonntag seine tierischen Bewohner vor.

Im Mäusehaus können Sie die kleinen und flinken Nagetiere mal in aller Ruhe aus der Nähe betrachten. Die Mäuse (Mus) sind eine Nagetiergattung aus der Gruppe der Altweltmäuse (Murinae). Die Gattung umfasst knapp 40 Arten, von denen die Hausmaus die bekannteste und am weitesten verbreitete ist. Die meisten anderen Arten leben in Afrika sowie in Süd- und Südostasien.

Mäuse erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von 4,5 bis 12,5 cm, hinzu kommt ein 3 bis 11 cm langer Schwanz. Das Gewicht, soweit bekannt, liegt zwischen 12 und 35 g. Das Fell ist je nach Art weich, rau oder stachelig, seine Färbung reicht an der Oberseite von hellgrau über verschiedene Grau- und Brauntöne bis schwarzbraun, die Unterseite ist heller. Der Schwanz erscheint unbehaart, ist aber mit feinen Haaren bedeckt.

Die wildlebenden Arten sind überwiegend nachtaktiv, die kulturfolgenden Arten hingegen können zu jeder Tages- und Nachtzeit aktiv sein. Sie sind überwiegend Bodenbewohner, können aber gut klettern sowie – zumindest im Fall der Hausmaus – auch schwimmen. Als Ruheplätze dienen ihnen Felsspalten, selbst gegrabene Erdbaue oder menschengemachte Unterschlupfe. Mäuse ernähren sich von vielerlei pflanzlichen Materialien, etwa Samen, Wurzeln, Blättern und Stängeln. Einige Arten fressen auch Insekten und andere Kleintier – wenn verfügbar. Die kulturfolgenden Arten fressen jedes verfügbare menschliche Nahrungsmittel.

Der Waschbär (Procyon lotor), auch als Nordamerikanischer Waschbär oder altertümlich als Schupp bezeichnet, ist ein in Nordamerika heimisches, mittelgroßes Säugetier. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist er als Neozoon auch auf dem europäischen Festland, dem Kaukasus und Japan vertreten, nachdem er dort aus Gehegen entkommen ist oder ausgesetzt wurde.

Waschbären sind überwiegend nachtaktive Raubtiere und leben bevorzugt in gewässerreichen Laub- und Mischwäldern. Aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit leben sie zunehmend auch in Bergwäldern, Salzwiesen und urbanen Gebieten. Mit einer Körperlänge zwischen 41 und 71 cm und einem Gewicht zwischen 3,6 und 9,0 kg ist der Waschbär der größte Vertreter der Familie der Kleinbären. Typisch für den Waschbären sind das ausgeprägte haptische Wahrnehmungsvermögen der Vorderpfoten und die schwarze Gesichtsmaske. Hervorzuheben ist ferner das gute Gedächtnis der Tiere, die sich in Versuchen auch noch nach drei Jahren an die Lösung einer früher gestellten Aufgabe erinnern konnten.

Waschbären sind Allesfresser und ernähren sich zu ungefähr 40 % von pflanzlicher Kost, zu 33 % von Weichtieren und zu 27 % von Wirbeltieren. In Gefangenschaft gehaltene Waschbären tauchen ihre Nahrung oft unter Wasser, was als „Waschen“ gedeutet wurde. Sehr wahrscheinlich aber ist dies eine Leerlaufhandlung zur Imitation der Nahrungssuche an Fluss- oder Seeufern, wo er, unter Steinen und anderen Verstecken tastend, nach Krebsen oder anderen Nahrungstieren sucht.
panopark.de
(LP)

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