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Kreis Olpe, Kreis Olpe/Brüssel, 23. März 2016

Liese sieht Nachholbedarf im Kampf gegen den Terrorismus

Dr. Peter Liese.
Dr. Peter Liese.
Foto: Rochlitzer
„Meine Gedanken sind bei den unschuldigen Opfern und ihren Angehörigen", sagte der südwestfälische Europa-Abgeordnete Dr. Peter Liese (CDU) nach den Terroranschlägen, die am Dienstag, 22. März, in Brüssel verübt worden waren. Auf dem Flughafen und in der Metrostation „Maelbeek“, die nahe des EU-Parlaments liegt, war es am Morgen zu Explosionen gekommen. Nach übereinstimmenden Medienberichten kamen dabei 34 Menschen ums Leben, mehr als 200 Personen wurden verletzt.

Der Christdemokrat befand sich zum Zeitpunkt der Explosion in der U-Bahn-Station in einer Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Gesundheit und Lebensmittelsicherheit des Europäischen Parlamentes. „Der Vorsitzende hat entschieden, die Sitzung nicht abzusagen, damit nicht der Eindruck entsteht, wir lassen uns von den Terroristen einschüchtern. Aber nach der Abstimmung hat sich der Sitzungssaal schnell geleert, da viele Kollegen verständlicherweise so schnell wie möglich nach Hause wollten“, erzählte Liese. Er sei so wie vier weitere Angeordnete bis zum Schluss im Sitzungssaal geblieben.

Der Europa-Abgeordnete forderte eine präzise Aufarbeitung der Vorfälle und warnte gleichzeitig davor, voreilige Schlüsse zu ziehen. Liese plädierte dafür, die Zusammenarbeit gegen Terrorismus auf nationaler und auf europäischer Ebene zu stärken; Handlungsbedarf sieht er unter anderem bei der Speicherung und Überwachung der Daten von Fluggästen. Über Maßnahmen werde das Europäische Parlament in Kürze abstimmen, sagte Liese. Die Anschläge in Brüssel hätten in jedem Falle verdeutlicht, dass EU-weit mehr passieren müsse, um „den Terroristen das Handwerk zu legen“.
Ein Artikel von Sven Prillwitz

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