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Kreis Olpe, Kreis Olpe, 16. September 2015

Amtshilfegesuch der Regierungspräsidentin / Zwei Standorte angedacht

Kreis sucht nach Platz für 400 Flüchtlinge - bis Freitag

Der Kreis Olpe sucht kurzfristig nach Unterbringungsmöglichkeiten für 400 Flüchtlinge.
Der Kreis Olpe sucht kurzfristig nach Unterbringungsmöglichkeiten für 400 Flüchtlinge.
Foto: Matthias Clever.
400 weitere Flüchtlinge sollen bis Freitagnachmittag, 18. September, 16 Uhr, im Kreis Olpe untergebracht werden. Die Kreisverwaltung überlege derzeit, die Menschen „in größeren Einheiten und vielleicht an zwei Standorten“ unterzubringen, sagte Kreispressesprecher Hans-Werner Voß auf Anfrage von LokalPlus.

Am Dienstag hatte die neue Regierungspräsidentin der Bezirksregierung Arnsberg, Diana Ewert, dem Kreis Olpe die Zuweisung von 400 weiteren Flüchtlingen mitgeteilt. Zwar seien die einzelnen Kommunen und nicht der Kreis für die Unterbringung der Asylsuchenden zuständig. Der Kreis solle in diesem besonderen Falle aber die Koordinierung übernehmen, was Ewert per Amtshilfegesuch, einer verpflichtenden Hilfsleistung unter Behörden, gefordert habe, sagte Voß.

In einer Sondersitzung am Mittwochmorgen, an der unter anderem Landrat Frank Beckehoff und Kreisdirektor Theo Melcher teilnahmen, sei es zunächst darum gegangen, Optionen für die Unterbringung der 400 Personen zu finden. Die Flüchtlinge sollen nicht auf jede der sieben Kommunen, sondern nach Möglichkeit auf zwei Standorte verteilt werden. Nähere Informationen könne und wolle der Kreis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht mitteilen, sagte Voß.
Ein Artikel von Sven Prillwitz

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