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Kreis Olpe, 13. Februar 2018

Kreis Olpe: Mehr Partizipation von Menschen mit Behinderungen wagen

Die Teilnehmer.
Die Teilnehmer.
Foto: LAG
Kreis Olpe. „Mit der Teilnahme der Bürgermeister an diesem Workshop wurde deutlich, dass die drei Kommunen Olpe, Drolshagen und Wenden großes Interesse haben, die Handlungsempfehlungen aus dem Inklusionsplanungsprojekt des Kreises Olpe umzusetzen und die Beteiligung von Menschen mit Behinderungen vor Ort voranzutreiben“, zog Michael Färber das Fazit, nach Abschluss eines Zukunftsworkshops zur politischen Beteiligung von Menschen mit Behinderungen.

Färber ist Fachbereichsleiter Jugend, Gesundheit und Soziales des Kreises Olpe und Koordinator der Umsetzung der Handlungsempfehlungen, die in der Verantwortung und Zuständigkeit der Städte und Gemeinden liegen. Anfang Februar trafen sich Politiker, Verwaltungsmitarbeiter sowie Menschen mit Behinderungen aus Olpe, Drolshagen und Wenden zu einem gemeinsamen Zukunftsworkshop im Kreishaus Olpe. Dabei ging es um das Thema: Wie ist der Stand der politischen Beteiligung von Menschen mit Behinderungen in den drei Kommunen und was soll verbessert werden? 

In Arbeitsgruppen legten die Teilnehmer jeweils für Ihre Kommune einen Fahrplan fest, um eine kommunale Satzung zur Wahrung der Belange von Menschen mit Behinderungen auf dem Weg zu bringen. Diese soll regeln, wie sich Menschen mit Behinderungen beteiligen können und wie ihre Interessen in die politischen Entscheidungsprozesse mit einfließen können.Bilanz der BürgermeisterAuch die Bürgermeister der drei Kommunen zogen eine positive Bilanz: Ulrich Berghof, Bürgermeister von Drolshagen: „Mein Bewusstsein und Verständnis für den Örtlichen Unterstützerkreises für die Belange der Menschen mit Behinderungen (ÖUK) ist mit der Veranstaltung größer geworden.“

Peter Weber, Bürgermeister von Olpe: „Unterschiedliche Sichtweisen kann man nur ausräumen, wenn man sich unterhält. Dafür war der Workshop heute gut.“ Bernd Clemens, Bürgermeister von Wenden: „Ich nehme mit, dass wir unbedingt den ÖUK bekannter machen müssen. Ich war erschrocken darüber, dass der Gemeinderat teilweise nicht wusste und weiß, was der ÖUK ist und was er macht. Da müssen wir unbedingt dran arbeiten. 

Daniela Eschkotte von der Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE NRW (LAG) und Matthias Kempf vom Zentrum für Planung und Evaluation sozialer Dienste der Universität Siegen (ZPE) führten durch den Workshop. Sie unterstützten die Teilnehmenden in der Formulierung ihrer Einschätzungen und Wünsche. „Mehr Partizipation wagen!“Der Workshop zur Verbesserung der politischen Beteiligung von Menschen mit Behinderungen ist eingebettet in das dreijährige Projekt „Mehr Partizipation wagen!“ der LAG, das vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW gefördert wird und im Aktionsplan der Landesregierung NRW verankert ist. Das ZPE begleitet das Projekt wissenschaftlich u.a. durch zwei kurze Befragungen der Teilnehmer am Veranstaltungstag und nach sechs Monaten.

Ziel des Projektes ist es, die Beteiligungsmöglichkeiten von Menschen mit Behinderungen zu stärken und den Kommunen in NRW mit kostenlosen Zukunftsworkshops einen ersten Impuls zur (Weiter-) Entwicklung von Beteiligungsstrukturen zu geben und dafür Verabredungen innerhalb der Workshops zu treffen.
(LP)

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