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Kreis Olpe, 03. Februar 2018

17 Pflegefachkräfte bereiten sich auf zukünftige Führungsaufgaben vor

Kreis Olpe: Fortbildungsgang ILQP erfolgreich absolviert

Wolfgang Fischbach (links) freut sich mit den Absolventen des ILQP-Kurses.
Wolfgang Fischbach (links) freut sich mit den Absolventen des ILQP-Kurses.
Foto: KHS
Kreis Olpe. Der Fachkräftemangel ist branchenübergreifend in aller Munde. Führungs- und Leitungskräfte sind in der pflegerischen Versorgung Mangelware. Einen wichtigen Beitrag zur Führungskräfteentwicklung in der Pflege leistet die sog. integrierte Leitungsqualifikation für Pflegefachkräfte, kurz ILQP. Die Weiterbildung wird von der Fortbildungsakademie für Gesundheitshilfe in Olpe, dem Katholischen Bildungswerk Hagen und dem Diözesan-Caritasverband Paderborn gemeinschaftlich angeboten. 17 berufserfahrene Pflegefachkräfte aus Einrichtungen der ambulanten Pflege, der stationären Altenhilfe und aus Krankenhäusern in Südwestfalen und dem Ruhrgebiet absolvierten jetzt erfolgreich die zweijährige Fortbildung.

Bereits 2012 rüttelte die Beratungsgesellschaft PwC mit einer breitangelegten Studie zum Fachkräftemangel in Medizin und Pflege wach. Dramatisches Fazit: Ohne eine entschlossene Kursänderung werden im Jahr 2030 mindestens 400.000 Vollzeitkräfte fehlen, davon annähernd 330.000 in der Kranken- und Altenpflege. Wolfgang Fischbach, Leiter der Fortbildungsakademie für Gesundheitshilfe in Rhode erläuterte bei der feierlichen Verabschiedung der Absolventen, wie die Weiterbildungsmaßnahme ILQP dem Fachkräftemangel begegnet:

„Wir gehen im ILQP jetzt bereits ins zwölfte Jahr und haben insgesamt mehr als 160 Pflegekräfte für Führungspositionen qualifiziert. Häufig nehmen lang verdiente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Qualifikation teil. Sie erweitern ihren Wissensschatz, werden aber eben auch für die Führung von Mitarbeitern befähigt. Das ist enorm wichtig für die Attraktivität eines Arbeitgebers.“ Für den Schulleiter stehen Führungskräfte in der Verantwortung die Rahmenbedingungen für Mitarbeiter positiv zu gestalten. Dazu gehöre im Wesentlichen Führungsqualität, die sich positiv auf die Belastung von Mitarbeitern, deren Wertschätzung und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie auswirke.
 Doppelbelastung über zwei JahreWertschätzung erfuhren die Absolventen des ILQP in einer Feierstunde in den Räumen der Martinus-Höfe. Sämtliche Trägervertreter ließen es sich nicht nehmen, ihren neuqualifizierten Führungskräften persönlich zu gratulieren. Wolfgang Fischbach überreichte zusammen mit Eva-Maria Müller, Prüfungsvorsitzende und Vertreterin des Diözesan- Caritasverbandes Paderborn sowie Ricarda Richter-Kessler vom Katholischen Bildungswerk Hagen die begehrten Abschlusszeugnisse.

Des Weiteren konnten sich die anwesenden Gäste einen kurzen Überblick über die Projektarbeiten der Absolventen verschaffen. Für den Abschluss musste ordentlich gebüffelt und neben der täglichen Arbeit ein außergewöhnliches Leistungspensum abgerufen werden. Die berufsbegleitende Weiterbildung dauert immerhin zwölf Jahre und umfasst insgesamt 736 Stunden. Hinzu kommen zwölf Studientage, zu absolvierende Hospitationen und das Schreiben einer Facharbeit. 

Interessierte erhalten weitere Informationen bei der Fortbildungsakademie für Gesundheitshilfe in Olpe unter der Telefonnummer 0 27 61/94 32 08 oder auf der Homepage.
 Die Absolventen:Den Fortbildungskurs erfolgreich abgeschlossen haben: Nicole Banasiak (Hagen), Sabine Brüggemann-Kebben (Lennestadt), Claudia Fischer (Wenden), Sarah Fischer (Attendorn), Dagmar Gerwig (Dortmund), Dennis Grundmann (Iserlohn), Sandra Hans (Kirchhundem), Inka Heinemann (Dortmund-Brackel), Jenny Hülsmann (Attendorn), Mark Alexander Kircher (Menden), André Knabe (Iserlohn), Jana Marx (Hagen), Janine Ninse (Attendorn), Katja Yvonne Schaub (Schmallenberg), Wiebke Waskowiak (Dortmund), Lisa Weiskirch (Kreuztal) und Enza-Stephanie Wilpert-Schrottke (Drolshagen).
(LP)

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