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Kreis Olpe, 02. März 2017

Internationaler Frauentag in der Kurbelkiste Siegen

Internationaler Frauentag in der Kurbelkiste Siegen
Kreis Olpe/Siegen. Anlässlich des Internationalen Frauentages lädt der ver.di-Bezirk Siegen-Olpe gemeinsam mit dem DGB-Kreisverband Siegen-Wittgenstein, der IG Metall Siegen-Wittgenstein, der Gleichstellungsbeauftragten der Uni Siegen sowie mit „wo*men – das  Autonome Feministische Referat der Uni Siegen“ für Donnerstag, 9. März, ab 19 Uhr zu einem Filmabend in die Kurbelkiste im Kulturhaus Lÿz in Siegen ein.

Der Weltfrauentag am Mittwoch, 8. März, erinnert international an den ersten Frauentag 1911, als sich in verschiedenen Ländern Frauen versammelten, um ihr Wahlrecht einzufordern. Bis heute haben sich viele Forderungen der Vergangenheit erfüllt. So ist das Wahlrecht für Frauen heute in Deutschland so selbstverständlich wie die Freiheit der Berufsausübung oder der Erwerb eines Führerscheines – Rechte, um die frühere Frauengenerationen intensiv streiten mussten. Jedoch gebe es, so geht es aus der Pressemitteilung von ver.di hervor, auch im Jahr 2017 noch Handlungsbedarf bei frauen- und gleichstellungsrelevanten Themen.

„Der Zugang zu Führungspositionen in Unternehmen und Organisationen, die Vereinbarkeit von familiären und beruflichen Aufgaben oder auch Fragen der „klassischen“ Rollenverteilung sorgen nach wie vor für angeregte, kontroverse Diskussionen“, heißt es. „Das konnten wir in unserem ver.di-Bezirk Siegen-Olpe anlässlich einer Veranstaltung zum Equal Pay Day unter dem Motto „Unsichtbar – Der Wert unbezahlter Arbeit“ selbst erfahren.“  Dokumentarfilm "Sonita" wird gezeigtUm diese und viele weitere Facetten der Frauenpolitik gehe es auch bei dieser traditionellen Veranstaltung zum Internationalen Frauentag. Der Abend widme sich erneut der Lebensrealität von Frauen und will mit dem Dokumentarfilm „Sonita“ neue Impulse setzen.

„Sonita ist eine Frau, deren Familie mehrmals versuchte, das Mädchen als Braut zu verkaufen. Beim ersten Mal ist sie gerade zehn Jahre alt. Sonita ist Afghanin und lebt mit ihrer Familie im Iran - ohne Geld, ohne Schulbildung, ohne Papiere. Doch sie sperrt sich gegen die Pläne der Familie, rappt gegen Zwangsheiraten und nimmt ein Protestvideo über verkaufte Bräute auf. Erste afghanische Rapperin So wird sie zur ersten afghanischen Rapperin. Ein zierliches und gescheites Mädchen mit einer Mission. Der berührende und preisgekrönte Dokumentarfilm "Sonita" der iranischen Regisseurin Rokhsareh Ghaem Maghamidie ist ein sehr intensives Porträt der mittlerweile knapp 20-jährigen Rapperin und Frauenrechtlerin“, so ver.di.

Karten sind erhältlich an der Abendkasse und ab sofort bei der Kartenvorverkaufsstelle des Lÿz.
(LP)

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