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Kreis Olpe, Kreis Olpe, 22. Mai 2015

In Südwestfalen setzten sich elf der zwölf beteiligten Regionen mit ihren Bewerbungen durch

Fünf Kommunen aus dem Kreis Olpe erhalten Leader-Förderung

5 Kommunen erhalten Leader-Förderung
© darkframe / Fotolia
Innovatives LandLeben: Fünf Kommunen aus dem Kreis OIpe erhalten finanzielle Unterstützung, um ihre Ideen und Strategien zu entwickeln. Die beiden Regionen „BiggeLand – Echt. Zukunft“ sowie „LenneSchiene“ werden gefördert. . „Es ist beeindruckend, mit wie viel Engagement und Leidenschaft die Regionen an den Wettbewerbsbeiträgen gearbeitet haben“, lobte NRW-Umweltminister Johannes Remmel die Qualität der Bewerbungen.

Insgesamt sind 28 Zusammenschlüsse aus Dörfern und Gemeinden der ländlichen Regionen in NRW für eine Förderung des Leader-Programms ausgewählt. Den Regionen, die sich im Rahmen eines Förderwettbewerbs mit insgesamt 43 Teilnehmern durchgesetzt haben, stehen nun bis zum Jahr 2020 zusammen rund 75 Millionen Euro zur Verfügung, um ihre Ideen und Strategien für die Entwicklung ihrer Region zu realisieren. „Schon heute ist klar, dass unser Heimatland NRW vielfältig und bunt ist und mit vielen engagierten Menschen, einer starken Wirtschaftskraft und einer hohen Lebensqualität gute Zukunftsperspektiven für die ländlichen Räume bietet. Zielsetzung von Leader ist es, gerade diese Attribute zu stärken, und zwar gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern“, sagte Remmel.
NRW-Umweltminister Johannes Remmel.
„Ich gratuliere den neuen Leader-Regionen zu ihrem Erfolg im Auswahlverfahren und der damit verbundenen Möglichkeit diese Zielsetzung mit innovativen Projektideen anzugehen und so die Zukunft der eigenen Region selbst in die Hand zu nehmen.“ Freude bei Südwestfalen Agentur Große Freude herrscht auch bei der Südwestfalen Agentur in Olpe. Elf der zwölf beteiligten Regionen in Südwestfalen setzten sich mit ihrer Bewerbung um eine Förderung im Rahmen des Leader-Programms durch. Hubertus Winterberg, Geschäftsführer der den Prozess begleitenden Südwestfalen Agentur: „Das Jury-Votum ist ein starkes Signal und Beleg für die Qualität des Miteinanders in Südwestfalen. Damit können in der Fortsetzung der Regionale 2013 fast flächendeckend die Chancen des Leader-Programms genutzt werden.“ „Engagement wird gestärkt“ Gerade im Hinblick auf den Schwerpunkt „Ländliche Entwicklung“ sieht die Agentur großes Potenzial: „Mit der Arbeit in den Leader-Regionen wird das bürgerschaftliche Engagement und die Zusammenarbeit in den Städten und Dörfern gestärkt. Es werden neue Ideen und Initiativen umgesetzt, die jedoch nicht allein stehen. Vieles wurde aus einem südwestfälischen Gedanken entwickelt und wird wichtige Impulse für unsere aktive Region insgesamt setzen“, sagte LandLeben-Projektmanagerin Dr. Stephanie Arens. Die Prozesse, die jetzt in den elf ausgewählten Regionen in Gang gesetzt werden, wird die Agentur im Aufgabenbereich „Regionale Entwicklung“ aktiv begleiten. Lösungsansätze für alltägliche Probleme Die ausgewählten Entwicklungsstrategien zeigen dabei Lösungsansätze für ganz alltägliche Probleme auf, die zum Beispiel entstehen, wenn das letzte Geschäft im Dorf geschlossen wurde. Es werden aber auch Strategien entwickelt, um zum Beispiel Fachkräfte für die vielen mittelständischen Unternehmen im ländlichen Raum zu finden und zu halten, Investoren für neue Arbeits- und Einkommensquellen zu finden oder sich mit den Folgen des demografischen Wandels auch auf dem Lande auseinanderzusetzen.
Remmel: „Der Vorteil von Leader ist, dass der große bürgerschaftliche Zusammenhalt und die Identifikation mit der eigenen Heimat genutzt wird, um innerhalb der Bürgerschaft Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Genau das zeigt sich auch in den einzelnen Bewerbungen: Die Menschen vor Ort wissen am besten wo der Schuh drückt, welche Probleme am drängendsten sind und gelöst werden müssen.“ 2,7 Millionen Euro für „BiggeLand“ Grundlage der Auswahlentscheidung waren die in den Regionen unter großer bürgerschaftlicher Beteiligung erarbeiteten regionalen Entwicklungsstrategien, die von einer Jury aus Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Verbänden begutachtet und bewertet worden sind. Bei dieser Beurteilung standen Qualitätskriterien wie Pilotcharakter, Innovationsgehalt und die Nachhaltigkeit der Strategien im Vordergrund.
Die ausgewählten Regionen können sich über eine finanzielle Unterstützung, abhängig von der Einwohnerzahl, in Höhe von 2,3 bis 3,1 Millionen Euro freuen. Die Region „BiggeLand – Echt. Zukunft“ (ein Zusammenschluss von Attendorn, Drolshagen, Olpe, Wenden) erhält 2,7 Millionen Euro. Mit der gleichen Summe wird die „LenneSchiene“ gefördert. Finnentrop hat sich mit fünf Kommunen aus dem Märkischen Kreis (Altena, Iserlohn, Nachrodt-Wiblingwerde, Plettenberg, Werdohl) zusammengetan.
Ein Artikel von Matthias Clever

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