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Kreis Olpe, Kreis Olpe/Lennestadt-Elspe, 24. April 2016

Feuerwehr trainiert für Strahlen-Notfall

Feuerwehr trainiert für Strahlen-Notfall
Foto: Karsten Grobbel
Eine Ausbildung bei der Feuerwehr kennt keine Grenzen, auch keine Kommunalen: Schon seit vielen Jahren nehmen die Brandbekämpfer aus dem Kreis an gemeinsamen Fortbildungen teil, das Konzept hat sich bewährt. Jetzt waren Feuerwehrleute zu einer Strahlenschutzausbildung (ABC-Einsatz I, Teil A (Atomare Gefahren)) nach Elspe eingeladen.

Einsätze mit Gefahrgut stellen die Feuerwehren vor besondere Herausforderungen und erfordern sowohl einen sehr hohen materiellen und personellen Aufwand als auch eine gute Ausbildung der Einsatzkräfte. Das gilt besonders für den Einsatz und Umgang mit radioaktiven Stoffen: „Radioaktive Strahlung ist mit menschlichen Sinnesorganen nicht wahrzunehmen und stellt eine enorme Gesundheitsgefahr dar. Einsätze mit radioaktiver Strahlung sind sehr selten, dennoch wird von den Einsatzkräften dieselbe professionelle Hilfe wie bei Brand- und Hilfeleistungseinsätzen erwartet“, teilt die Feuerwehr Lennestadt mit.

Verkehrsunfälle mit Fahrzeugen, die radioaktives Material zu Industriebetrieben (Werkstoffprüfung), in Krankenhäuser (Medizintherapie) oder Arztpraxen transportieren, Unfälle in Kernkraftwerken oder Terror-Anschläge sind denkbare Einsatzszenarien, mit denen die Feuerwehr zu tun bekommen könnte. Die theoretische und praktische Ausbildung umfasst 24 Stunden, bei denen es um theoretische Grundlagen in Einsatztaktik geht sowie um Einsatzgrundsätze, Messgerätekunde, Lokalisierung von Strahlenquellen und Schutzausrüstung und Maßnahmen.

Lehrgangsleiter Daniel Isenberg und sein Team um Walter Hesse, Georg Scheele, Christoph Schulte, Christian Siebert und Andreas Löbbert brachten neben zahlreichen Messgeräten auch "Strahler" mit, an denen die Technik und das richtige Vorgehen und Verhalten in einem möglichen Einsatz ausgiebig trainiert werden konnte. Nach der theoretischen Prüfung folgte noch eine große Abschlussübung. (LP)

Folgende Kameradinnen und Kameraden nahmen erfolgreich an zwei Wochenenden an dem Lehrgang teil:
Marco Lantella, Marcel Gaertner, Marcel Louwen, Jonas Friebe, Robin Selter (Attendorn) Julian Schrottke (Ennest), Philipp Halberstadt (Helden), Josua Monse (Listerscheid), Jürgen Rohrmann (Betriebsfeuerwehr Muhr und Bender), Nikolaus Lennemann (Bamenohl), Daniel Eckert (Ostentrop), Lukas Tilke (Bamenohl), Armin Mertens (Brachthausen), Vanessa Blöink (Kickenbach), Sven Alfes (Halberbracht), Dennis Nies (Oberelspe), Benjamin Klein, Martin Lauer, Marius Langemann, Peter Sackewitz (Olpe), Sebastian Clemens (Gerlingen), Patrick Kersting (Wenden)

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